Outdoorspaß birgt Verletzungspotenzial

Wunden richtig versorgen und gefährliche Entzündungen vermeiden

(djd). Radfahren, Joggen, Skateboarden, Inline-Skating oder Wandern - die warme Jahreszeit ist wie gemacht für Outdoor-Aktivitäten. Was Sportbegeisterte jedoch im Hinterkopf behalten sollten: Die Verletzungsgefahr trainiert immer mit. Eine kurze Unachtsamkeit oder ein Schlagloch und schon ist man gestürzt und hat sich den Ellbogen oder das Knie aufgeschürft. Übrigens ist es auch für Hobbygärtner ratsam, an den Verletzungsfall zu denken und entsprechend gewappnet zu sein. Risse und Kratzer entstehen durch Dornen oder scharfkantiges Blattwerk, und auch an Gartengeräten kann man sich leicht verletzen. Zudem hat sich schon mancher Gartenliebhaber beim Umgraben der Beete offene Blasen an den Händen geholt. Ist man verletzt, genügt ein Pflaster allein oft nicht. Wunden, die draußen entstehen, sind oft durch Erde oder Schotter verunreinigt. Doch nur selten bietet sich die Gelegenheit, die Wunde sofort mit sauberem Wasser auszuwaschen. Wenn die Wunde zudem nur leicht blutet, können Keime in ihr verbleiben.

Keime am Eindringen hindern

Im Übrigen tummeln sich auch auf gesunder, vermeintlich sauberer Haut Bakterien. Daher sollte man für Verletzungsfälle generell ein adäquates Desinfektionsmittel wie Betaisodona aus der Apotheke parat haben. Umgehend auf die Wunde aufgetragen, bietet der darin enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod ein breites Wirkspektrum gegen Erreger von Wundinfektionen wie Bakterien, Viren, Pilze oder bestimmte Einzeller. Die Anwendung ist schmerzfrei, ein nachlassender Farbindikator zeigt an, ob der Wirkstoff verbraucht ist und nachbehandelt werden sollte. So kann man sich sicher sein, immer richtig dosiert die Wunde zu desinfizieren. Außerdem lässt es sich später leicht abwaschen, da Povidon-Iod wasserlöslich ist.

Juckreiz ist ein Zeichen der Heilung

Beginnt eine Wunde zu heilen, stellt sich oftmals ein Juckreiz ein. Das ist ein gutes Zeichen und wird durch das beim Gesundungsprozess freigesetzte Histamin im Körper ausgelöst. Pocht die Wunde hingegen, weist das auf einen erhöhten Druck im Gewebe hin. Keime haben sich angesiedelt, eventuell als Folge mangelnder Desinfektion - eine Entzündung ist möglicherweise im Anmarsch. Die Wunde kann gerötet aussehen, sich überwärmt anfühlen. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Pflaster und Verbände sollten übrigens regelmäßig gewechselt werden, dabei aber möglichst vorsichtig vorgehen, damit die Wunde nicht wieder aufreißt. Bilden sich Krusten auf der Wunde, sollten diese nicht abgekratzt werden. Dadurch steigt wiederum das Infektionsrisiko, und der Heilungsprozess wird unterbrochen. Ist die Blessur abgeheilt, fällt der Schorf von alleine ab.

Verletzt - was tun?

(djd). Kleinere Verletzungen, die nur wenig bluten, können in Eigenregie versorgt werden. Ist die Wunde stark verschmutzt, etwa mit Erde, sollte man sie mit lauwarmem Leitungswasser spülen. Anschließend ist zu prüfen, ob noch kleine Fremdkörper wie Dornen oder kleine Steinchen in der Wunde stecken. Diese vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Wichtig: Größere oder tiefer im Gewebe steckende Fremdkörper müssen vom Arzt entfernt werden, da Blutungsgefahr besteht. Vor dem Verbinden sollte ein Wunddesinfektionsmittel mit breitem Wirkspektrum aufgetragen werden wie Betaisodona aus der Apotheke. Bei kleinen Verletzungen genügt als Abdeckung ein Pflaster, bei größeren eine sterile Wundauflage wählen und mit einer elastischen Mullbinde fixieren.