Potsdam

Potsdam: Welterbe am Wasser

Eine Stadt zwischen Barock und Moderne

Baumeister wie Knobelsdorff und Schinkel und Landschaftsarchitekten wie Lenné und Eyserbeck haben die Kulturlandschaft Potsdams geprägt. Zwölf Schlösser und stilvoll angelegte Parklandschaften fügen sich harmonisch in die waldreiche Seenlandschaft der Havel ein. Seit 1990 gehören weite Teile Potsdams zusammen mit den Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten und Babelsberg sowie der Sacrower Heilandskirche zum UNESCO-Welterbe. Die bekannteste Sehenswürdigkeit Potsdams ist Schloss Sanssouci, der Sommersitz Friedrich des Großen. Weniger bekannt ist, dass Potsdam von Wasser umgeben ist.

Schiffsrundfahrten mit der Weißen Flotte führen über die Havelseen, vorbei am Schloss Babelsberg, durch die Glienicker Brücke bis zur Sacrower Heilandskirche oder zur Berliner Pfaueninsel. Beim Landgang sollte eine Tour durch die historische Innenstadt nicht fehlen. Der Vater des Alten Fritz, König Friedrich Wilhelm I., ließ das Holländische Viertel erbauen, das größte Bau-Ensemble im holländischen Stil außerhalb der Niederlande. Der Neue Markt mit seinen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert gilt als einer der schönsten Barockplätze Europas. Am Alten Markt eröffnet im Januar 2014 auf dem Gelände und in der Kubatur des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses der neue Landtag Brandenburgs.

Potsdams Kulturangebot ist vielfältig: mit der Schiffbauergasse als Standort für moderne Kultur von Theater bis Tanz, jährlichen Veranstaltungshöhepunkten wie die "Musikfestspiele Potsdam Sanssouci" mit „Fahrradkonzert“ im Juni oder die "Potsdamer Schlössernacht" im August, Konzerten und Ausstellungen. Im Jahr 2014 stellt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die Gartenkunst im Schlosspark Sanssouci in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Ein Paradiesapfel Park Sanssouci“ werden beim Spaziergang durch den Park neue Einsichten und Ausblicke in die königlichen Gartenwelten vermittelt.


 

Zehn Gründe, Potsdam zu besuchen

  1. Schlösser, Parks und Gärten

    Drei historische Parkanlagen und 14 Schlösser in einer Stadt: Kein Wunder, dass die Potsdamer Kulturlandschaft seit 1990 zum UNESCO Welterbe gehört. Weltberühmt: die Schlösser Sanssouci, Cecilienhof und Neues Palais. Geheimtipps: Das Marmorpalais im Neuen Garten und das Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci, das Belvedere auf dem Pfingstberg mit Potsdams schönster Aussicht. Und Gartenfans sollten auch das nicht versäumen: den Senkgarten des Staudenzüchters Karl Foerster in Potsdam Bornim und die Gärten auf der Freundschaftsinsel.

  2. Geschichte auf Schritt und Tritt

    In Potsdams barocker Innenstadt atmet jeder Pflasterstein Geschichte. Barocke Typenhäuser, Stadttore und Stadtpalais wurden seit der Wiedervereinigung liebevoll und denkmalgerecht saniert. Die Innenstadt lässt sich auf ihren kurzen Wegen am besten zu Fuß oder per Fahrrad erkunden. Unbedingt anschauen: Das Holländische Viertel - 134 rote Backsteinhäuser, die der Vater Friedrich des Großen für Handwerker aus den Niederlanden bauen ließ, die größte Siedlung dieser Art außerhalb der Niederlande mit kleinen Läden, Cafés und Restaurants.

  3. Wasser, Wasser, Wasser

    Potsdam liegt auf einer Halbinsel und ist von sieben Seen umgeben. Sightseeing per Schiff gehört zu einem Potsdam-Besuch einfach dazu. Historisch: mit dem Dampfschiff Gustav. Modern: mit dem Wassertaxi. Abenteuerlich: mit dem Huckleberry-Finn Floß. Und im Sommer machen Potsdams Strandbäder an den Havelseen aus der Städtetour einen Badeurlaub.

  4. Hollywood ist in Potsdam regelmäßig zu Gast

    Seit mehr als 100 Jahren wird in Potsdam-Babelsberg Filmgeschichte geschrieben. In den Filmstudios entstehen auch heute noch große nationale und internationale Produktionen mit großen Namen: Tom Hanks, Brad Pitt, Tom Cruise, George Clooney, oder Matt Damon, der Babelsberg attestierte: „Babelsberg: Das ist wie ein Hollywood Studio.“ Die benachbarte Hochschule für Film und Fernsehen sorgt für den Branchennachwuchs. Für Filmfans: Filmpark Babelsberg mit großem Kostümfundus und Originalset der Dauerserie „Gute Zeiten - Schlechte Zeiten“. Das älteste Filmmuseum Deutschlands im historischen Marstall am Alten Markt zeigt die Dauerausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“.

  5. In Potsdam wurde Zeitgeschichte geschrieben

    25 Jahre sind seit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 vergangen. Die Entwicklung Potsdams in dieser Zeit ist rasant gewesen. Dennoch gibt es in der Stadt zahlreiche Orte, die diesen Teil der deutschen Geschichte erlebbar machen. Sehenswert: Gedenkstätte zur Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof, deutsch-deutsches Museum Villa Schöningen, Glienicker Brücke, die als Agentenbrücke in die Geschichte eingegangen ist, der Stadtteil Klein-Glienicke - eine ehemalige Enklave der DDR auf Stadtgebiet von West-Berlin, in der es die engste Stelle der DDR gab, die Gedenkstätte Lindenstraße im ehemaligen Stasigefängnis und die Gedenkstätte im ehemaligen KGB-Gefängnis am Neuen Garten.

  6. Shopping-Vergnügen im historischen Ambiente

    Hinter den Fassaden der barocken Häuser der historischen Innenstadt gibt es viele kleine Boutiquen, Manufakturen und Antiquitätenläden zu entdecken. Auch große Namen sind dabei: der „Wunderkind Archiv Shop“ in der Nähe des Nauener Tores, ein Showroom des Designers Wolfgang Joop, der in Potsdam geboren ist und hier lebt.

  7. Gut essen in entspannter Atmosphäre

    Von Currywurst in der „Garage du Pont“ über Veggiesoup im Vegancafe bis hin zur guten regionalen Küche reicht das breite Spektrum der Potsdamer Restaurantszene. Auch wer es „ausgezeichnet“ liebt, wird fündig: ein Michelinstern für das „Friedrich Wilhelm“ im Hotel Bayrisches Haus, Gault Millau Punkte u.a. für „Speckers Landhaus“ und das Restaurant „Juliette“ wurden 2014 vergeben.

  8. Kulturfans kommen in Potsdam voll auf ihre Kosten

    Potsdams Veranstaltungskalender bietet zahlreiche Anlässe, die Stadt zu besuchen. Hier einige Beispiele: Hochkarätige Klassik im historischen Ambiente bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und ihrem Fahrradkonzert, zeitgenössische Tanzensembles aus vielen Ländern bei den Potsdamer Tanztagen im Erlebnisquartier Schiffbauergasse, ein märchenhaft illuminierter Schlosspark bei der Schlössernacht.

  9. Reisevergnügen für die ganze Familie

    Schon mehrfach wurde Potsdam mit dem Prädikat „familienfreundlichste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet. Auch das Freizeitangebot für kleine Gäste kann sich sehen lassen: im Filmpark Stunts, Tricks und Filmgeschichte erleben, im Extavium wissenschaftlich experimentieren, in der Biosphäre die Tier- und Pflanzenwelt der Tropen erkunden, im Abenteuerpark klettern oder im Waldbad Templin von der Riesenrutsche in den See gleiten.

  10. Potsdams Nachbarin ist auch schön

    Schon zu Preußens Zeiten waren die Verbindungen zwischen den Städten Berlin und Potsdam eng. Könige und Kaiser hatten hier und dort ihre Residenzen und kamen zu Pferd oder per Kutsche und später auch mit dem Zug nach Potsdam. Das ist auch heute noch die schnellste Verbindung. Wer also nicht nur das Brandenburger Tor in Potsdam bewundern möchte (es steht am Luisenplatz und ist älter als das Berliner Wahrzeichen), der benötigt für die Fahrt mit dem Regionalexpress bis zum Hauptbahnhof Berlin nur 20 Minuten. Weitere Gründe für den Berlin-Besuch müssen wir hier wohl nicht aufzählen...

Presseinformation des Potsdam Tourismus Service