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Spielplan für August 2018

Der Klangkünstler Hanno Leichtmann destilliert das Material seiner Installationen ausschließlich aus thematisch festgelegten (Klang-)Archiven. Für TRPT4769, das im Rahmen der Wiedereröffnung des radialsystems Anfang August uraufgeführt wird, arbeitet er mit einem Konvolut von Open Reel Tonbändern des Perkussionisten Michael Ranta, mit Aufnahmen der einzigartigen Harry Partch Instrumente. Leichtmann schickt diese subjektiv ausgewählten Klänge durch seinen Maschinenpark aus spannungsgesteuerten Samplern / Loopern und montiert die so gewonnenen neuen Klänge anschließend zu einer Klanginstallation. Dafür hat er mikroskopisch kleine Klänge extrahiert, geschichtet, repichted, gestreched und sie mit Spektralwerkzeugen bearbeitet, sich in die Hallfahnen der Instrumente gezoomt, mit Attack und Decay experimentiert und so einen einzigartigen, modernen psychodelischen Soundtrack für sechs im Kreis angeordnete Laut-sprecher komponiert. Für jeweils 20 Minuten können je zwei Personen die Soundinstallation auf sich wirken lassen. Der in Berlin lebende und arbeitende Klangkünstler, Musikproduzent und Kurator Hanno Leichtmann widmet sich seit 1998 eingehend elektronischer Musik. Mit seinem Projekt „Static“ produzierte er mehrere Alben, mit denen er durch die ganze Welt tourte. Für Christoph Schlingensiefs letzten Film "African Twintowers" veröffentlichte er 2011 zusammen mit Sir Henry und einem indischen Musik-Ensemble den "lost" Soundtrack. Mit dem Trio „Groupshow“ vertonte er mehrmals den achtstündigen Andy Warhol Klassiker „Empire“. Ab 2008 kuratierte Leichtmann regelmäßig Festivals und Clubreihen in Berlin, seit 2013 arbeitet er als Soundartist auf Grundlage von Klangarchiven. Für seine Arbeit „Nouvelles Aventures“ für die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik erhielt er ein Arbeitsstipendium der Stadt Berlin im Bereich Neue Musik / Klangkunst. Während eines Stipendienaufenthalts in Wellington (NZ) entwickelte er seine Installation „Skin, Wood, Traps“, und während eines dreimonatigen Aufenthaltes in der Villa Aurora in Los Angeles 2018 erarbeitete er eine installative Arbeit für das Tanzensemble Sasha Waltz & Guests. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

Der Klangkünstler Hanno Leichtmann destilliert das Material seiner Installationen ausschließlich aus thematisch festgelegten (Klang-)Archiven. Für TRPT4769, das im Rahmen der Wiedereröffnung des radialsystems Anfang August uraufgeführt wird, arbeitet er mit einem Konvolut von Open Reel Tonbändern des Perkussionisten Michael Ranta, mit Aufnahmen der einzigartigen Harry Partch Instrumente. Leichtmann schickt diese subjektiv ausgewählten Klänge durch seinen Maschinenpark aus spannungsgesteuerten Samplern / Loopern und montiert die so gewonnenen neuen Klänge anschließend zu einer Klanginstallation. Dafür hat er mikroskopisch kleine Klänge extrahiert, geschichtet, repichted, gestreched und sie mit Spektralwerkzeugen bearbeitet, sich in die Hallfahnen der Instrumente gezoomt, mit Attack und Decay experimentiert und so einen einzigartigen, modernen psychodelischen Soundtrack für sechs im Kreis angeordnete Laut-sprecher komponiert. Für jeweils 20 Minuten können je zwei Personen die Soundinstallation auf sich wirken lassen. Der in Berlin lebende und arbeitende Klangkünstler, Musikproduzent und Kurator Hanno Leichtmann widmet sich seit 1998 eingehend elektronischer Musik. Mit seinem Projekt „Static“ produzierte er mehrere Alben, mit denen er durch die ganze Welt tourte. Für Christoph Schlingensiefs letzten Film "African Twintowers" veröffentlichte er 2011 zusammen mit Sir Henry und einem indischen Musik-Ensemble den "lost" Soundtrack. Mit dem Trio „Groupshow“ vertonte er mehrmals den achtstündigen Andy Warhol Klassiker „Empire“. Ab 2008 kuratierte Leichtmann regelmäßig Festivals und Clubreihen in Berlin, seit 2013 arbeitet er als Soundartist auf Grundlage von Klangarchiven. Für seine Arbeit „Nouvelles Aventures“ für die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik erhielt er ein Arbeitsstipendium der Stadt Berlin im Bereich Neue Musik / Klangkunst. Während eines Stipendienaufenthalts in Wellington (NZ) entwickelte er seine Installation „Skin, Wood, Traps“, und während eines dreimonatigen Aufenthaltes in der Villa Aurora in Los Angeles 2018 erarbeitete er eine installative Arbeit für das Tanzensemble Sasha Waltz & Guests. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

Im Zustand des Stillstands ist der größte Verlust jener der Unmittelbarkeit: In einer Zeit, in der selbst Proben kaum möglich sind, braucht es neue Strategien, um die kreativen Potentiale zu beleben. Wir tasten uns neu heran an das eigentlich Vertraute, das nun so fragil erscheint: das gemeinsame Musikmachen vor einem Publikum, die physische Zusammenkunft, die immer wieder unvorhersehbare Synergien und Verbindungen herstellt. Eine Gegenüberstellung musikalischer Werke unterschiedlicher Genres aus den 1970er Jahren: Witold Lutoslwaskis „Preludes and Fugue“ für 13 Streicher*innen, geschrieben 1970-72, und „Desertshore“, Nicos drittes Solo-Album von 1970, vom Solistenensemble Kaleidoskop gemeinsam mit der Künstlerin und Sängerin ANIKA interpretiert, haben scheinbar nichts miteinander gemein und sind doch zwei gegensätzliche Beschreibungen der Welt ihrer Zeit. Was passiert, wenn man ästhetisch so unterschiedliche Werke aus verschiedenen Kulturproduktionen nebeneinanderstellt? Anhand des filmtheoretischen Begriffs der 'Suture', dem 'Zusammennähen' von vermeintlich unpassenden Materialien, richtet Kaleidoskop den Blick auf ungeahnte Verbindungsstellen zwischen den Werken und Genres. Lutosławski sucht den künstlerischen Ausdruck im starken Kontrast von Aleatorik und höchster Komplexität: Sieben unterschiedliche und sich überlappende Vorspiele, also Präludien, gehen einer groß angelegten Fuge voraus. „Desertshore“, 1970 von John Cale arrangiert und produziert, befindet sich stilistisch irgendwo zwischen Gothic, Folkrock und Romantik. Die Songs bedienen sich in Form eines Liederzyklus an den Symbolen deutsch-romantischer Traditionen. Düster und beunruhigend, mit einem Gesang, der die Musik intensiv durchdringt und ihr gleichzeitig seltsam fernbleibt. Inspiriert vom Filmklassiker „Back to the Future“ wollte das Solistenensemble Kaleidoskop in WITOLD/NICO/JAWS ursprünglich drei Werke unterschiedlicher Kulturproduktionen aus den 1970er Jahren von der Avantgarde zum Massenmedium verbinden. Lutosławskis „Preludes and Fugue“, Nicos Soloalbum „Desertshore“ und Steven Spielbergs „Jaws“ („Der Weiße Hai“) mit seiner reduziert-bedrohlichen Filmmusik. Ähnlich dem Schnitt im Film sollten die drei künstlerischen Werke direkt hintereinander montiert werden: Witold -cut. Nico -cut. Jaws -blackout. „Die Realität hat uns mit der Pandemie einen Schnitt durch die Rechnung gemacht: Der harte Cut, „Der Weiße Hai“, verschwindet – aber bleibt in unseren Köpfen. Nicht nur, weil er in der sich rasant verändernden Welt zu „echt“ geworden wäre, sondern weil wir die Notwendigkeit verspüren, unseren Blick auf den Kern unseres Tuns zu lenken, das gemeinsame Musikmachen vor einem physisch anwesenden Publikum. Von einem dreiteiligen Abend bleiben zwei Teil.“ (Solistenensemble Kaleidoskop) Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik und eigenen Musikkonzepten. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen. Kaleidoskop spielt deutschlandweit und auf internationaler Ebene an führenden Häusern. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet. ANIKA, a.k.a Annika Henderson, ist eine britische Musikerin, DJ, Schriftstellerin und Performance- und Film-Künstlerin, die ihr Publikum mit Performances aus zerlegten Tonspuren, gesprochenem Wort und eindrucksvoller Stimme begeistert. Henderson arbeitete mit zahlreichen Musiker*innen und Künstler*innen aus Berlin, London und Mexico City zusammen, u.a. mit Rainer Kohlberger, dessen Kurzfilm „It Has To Be Lived Once And Dreamed Twice“ sie ihre Stimme verlieh, mit der Tänzerin und Performerin Melanie Jame Wolf, mit dem Videokünstler Phillip Geist und mit Raoul Sanders, mit dem sie einen schreibenden Roboter konzipierte, um die Rollen von Texter*innen und Sänger*innen in einer technologisierten Gesellschaft in Frage zu stellen. 2020 arbeitete Henderson mit dem Musiker und Filmkünstler Tricky zusammen. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Neue Musik

Der Klangkünstler Hanno Leichtmann destilliert das Material seiner Installationen ausschließlich aus thematisch festgelegten (Klang-)Archiven. Für TRPT4769, das im Rahmen der Wiedereröffnung des radialsystems Anfang August uraufgeführt wird, arbeitet er mit einem Konvolut von Open Reel Tonbändern des Perkussionisten Michael Ranta, mit Aufnahmen der einzigartigen Harry Partch Instrumente. Leichtmann schickt diese subjektiv ausgewählten Klänge durch seinen Maschinenpark aus spannungsgesteuerten Samplern / Loopern und montiert die so gewonnenen neuen Klänge anschließend zu einer Klanginstallation. Dafür hat er mikroskopisch kleine Klänge extrahiert, geschichtet, repichted, gestreched und sie mit Spektralwerkzeugen bearbeitet, sich in die Hallfahnen der Instrumente gezoomt, mit Attack und Decay experimentiert und so einen einzigartigen, modernen psychodelischen Soundtrack für sechs im Kreis angeordnete Laut-sprecher komponiert. Für jeweils 20 Minuten können je zwei Personen die Soundinstallation auf sich wirken lassen. Der in Berlin lebende und arbeitende Klangkünstler, Musikproduzent und Kurator Hanno Leichtmann widmet sich seit 1998 eingehend elektronischer Musik. Mit seinem Projekt „Static“ produzierte er mehrere Alben, mit denen er durch die ganze Welt tourte. Für Christoph Schlingensiefs letzten Film "African Twintowers" veröffentlichte er 2011 zusammen mit Sir Henry und einem indischen Musik-Ensemble den "lost" Soundtrack. Mit dem Trio „Groupshow“ vertonte er mehrmals den achtstündigen Andy Warhol Klassiker „Empire“. Ab 2008 kuratierte Leichtmann regelmäßig Festivals und Clubreihen in Berlin, seit 2013 arbeitet er als Soundartist auf Grundlage von Klangarchiven. Für seine Arbeit „Nouvelles Aventures“ für die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik erhielt er ein Arbeitsstipendium der Stadt Berlin im Bereich Neue Musik / Klangkunst. Während eines Stipendienaufenthalts in Wellington (NZ) entwickelte er seine Installation „Skin, Wood, Traps“, und während eines dreimonatigen Aufenthaltes in der Villa Aurora in Los Angeles 2018 erarbeitete er eine installative Arbeit für das Tanzensemble Sasha Waltz & Guests. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

Im Zustand des Stillstands ist der größte Verlust jener der Unmittelbarkeit: In einer Zeit, in der selbst Proben kaum möglich sind, braucht es neue Strategien, um die kreativen Potentiale zu beleben. Wir tasten uns neu heran an das eigentlich Vertraute, das nun so fragil erscheint: das gemeinsame Musikmachen vor einem Publikum, die physische Zusammenkunft, die immer wieder unvorhersehbare Synergien und Verbindungen herstellt. Eine Gegenüberstellung musikalischer Werke unterschiedlicher Genres aus den 1970er Jahren: Witold Lutoslwaskis „Preludes and Fugue“ für 13 Streicher*innen, geschrieben 1970-72, und „Desertshore“, Nicos drittes Solo-Album von 1970, vom Solistenensemble Kaleidoskop gemeinsam mit der Künstlerin und Sängerin ANIKA interpretiert, haben scheinbar nichts miteinander gemein und sind doch zwei gegensätzliche Beschreibungen der Welt ihrer Zeit. Was passiert, wenn man ästhetisch so unterschiedliche Werke aus verschiedenen Kulturproduktionen nebeneinanderstellt? Anhand des filmtheoretischen Begriffs der 'Suture', dem 'Zusammennähen' von vermeintlich unpassenden Materialien, richtet Kaleidoskop den Blick auf ungeahnte Verbindungsstellen zwischen den Werken und Genres. Lutosławski sucht den künstlerischen Ausdruck im starken Kontrast von Aleatorik und höchster Komplexität: Sieben unterschiedliche und sich überlappende Vorspiele, also Präludien, gehen einer groß angelegten Fuge voraus. „Desertshore“, 1970 von John Cale arrangiert und produziert, befindet sich stilistisch irgendwo zwischen Gothic, Folkrock und Romantik. Die Songs bedienen sich in Form eines Liederzyklus an den Symbolen deutsch-romantischer Traditionen. Düster und beunruhigend, mit einem Gesang, der die Musik intensiv durchdringt und ihr gleichzeitig seltsam fernbleibt. Inspiriert vom Filmklassiker „Back to the Future“ wollte das Solistenensemble Kaleidoskop in WITOLD/NICO/JAWS ursprünglich drei Werke unterschiedlicher Kulturproduktionen aus den 1970er Jahren von der Avantgarde zum Massenmedium verbinden. Lutosławskis „Preludes and Fugue“, Nicos Soloalbum „Desertshore“ und Steven Spielbergs „Jaws“ („Der Weiße Hai“) mit seiner reduziert-bedrohlichen Filmmusik. Ähnlich dem Schnitt im Film sollten die drei künstlerischen Werke direkt hintereinander montiert werden: Witold -cut. Nico -cut. Jaws -blackout. „Die Realität hat uns mit der Pandemie einen Schnitt durch die Rechnung gemacht: Der harte Cut, „Der Weiße Hai“, verschwindet – aber bleibt in unseren Köpfen. Nicht nur, weil er in der sich rasant verändernden Welt zu „echt“ geworden wäre, sondern weil wir die Notwendigkeit verspüren, unseren Blick auf den Kern unseres Tuns zu lenken, das gemeinsame Musikmachen vor einem physisch anwesenden Publikum. Von einem dreiteiligen Abend bleiben zwei Teil.“ (Solistenensemble Kaleidoskop) Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik und eigenen Musikkonzepten. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen. Kaleidoskop spielt deutschlandweit und auf internationaler Ebene an führenden Häusern. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet. ANIKA, a.k.a Annika Henderson, ist eine britische Musikerin, DJ, Schriftstellerin und Performance- und Film-Künstlerin, die ihr Publikum mit Performances aus zerlegten Tonspuren, gesprochenem Wort und eindrucksvoller Stimme begeistert. Henderson arbeitete mit zahlreichen Musiker*innen und Künstler*innen aus Berlin, London und Mexico City zusammen, u.a. mit Rainer Kohlberger, dessen Kurzfilm „It Has To Be Lived Once And Dreamed Twice“ sie ihre Stimme verlieh, mit der Tänzerin und Performerin Melanie Jame Wolf, mit dem Videokünstler Phillip Geist und mit Raoul Sanders, mit dem sie einen schreibenden Roboter konzipierte, um die Rollen von Texter*innen und Sänger*innen in einer technologisierten Gesellschaft in Frage zu stellen. 2020 arbeitete Henderson mit dem Musiker und Filmkünstler Tricky zusammen. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Neue Musik

Mit der Trilogie „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ begeben sich das Künstler*innenkollektiv Guerilla Architects und die Performerin und Autorin Alicia Agustín auf die Suche nach den Ambivalenzen zeitgenössischer Stadtentwicklung und machen diese als Gemeinschaftserlebnis erfahrbar. Der erste Akt „We are sorry!“ ist der immersive Auftakt der Trilogie, eine kathartische Prozession und Führung entlang der durch Spekulation geformten Kulisse des nördlichen Spreeufers. Im Setting eines Showrooms wie er von der Immobilienbranche für Verkaufsgespräche von geplanten aber noch nicht realisierten Bauvorhaben eingerichtet wird, konfrontiert uns die Videoperformance mit den engmaschig verwobenen Schicksalssträngen der Stadtentwicklung, lenkt unseren Blick auf das Wahrnehmen und Annehmen der Verantwortlichkeit aller Akteur*innen in Bezug auf den Ausverkauf der Stadt und stellt die Frage: Wer ist denn nun verantwortlich? Ausgangspunkt der Reihe „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ ist die Ruine der Brommybrücke, der scheinbar letzte Rückhalt gegenüber der allmählichen Privatisierung ihres Umfelds. Der Quadratkilometer im Umkreis um diese, zur heiligen Pilgerstätte erklärten Ruine, wird zum Schauplatz einer an die antiken Festspiele angelehnte Tragödie in drei Akten, bei der sich jede*r Handelnde nur schuldig machen kann. Der ursprünglich für April geplante Akt I findet nun im August statt, Akt II und III folgen im Oktober und Dezember 2020. Guerilla Architects ist ein Künstler*innenkollektiv, das sich mit den sozioökonomischen Strukturen von Städten und subversiven urbanen Transformationen beschäftigt und deren Arbeitsweise sich durch ein starkes Interesse an einem Dialog mit der Gemeinschaft auszeichnet. „Guerilla“ zu sein ist ihr Ansatz für die Stadtentwicklung: Die Künstler*innen gehen davon aus, dass in vorhandenen Strukturen oft nur minimale Eingriffe erforderlich sind, um bisher unsichtbaren Räumen eine neue Bedeutung zu verleihen. Guerilla Architects wurden 2012 in London im Rahmen einer Hausbesetzung gegründet und hinterfragen seitdem politische, juristische, architektonische und städtische Räume. Sie arbeiten ortsspezifisch und entwickeln performative Aktionen im (öffentlichen) Raum und immersive Formen der Stadterkundung. Aus ihrer jüngsten onsite Forschung „1 km² Berlin - Strategien der Spekulation“ im Rahmen des Recherchestipendiums Bildende Kunst der Berliner Senatsverwaltung entstand die Videoarbeit „Sprache der Spekulation“, die im Rahmen der Berlin Art Week 2019 gezeigt wurde. Alicia Agustín, geboren auf Ibiza, Spanien, ist Performerin und Autorin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York. Als Performerin war sie u.a. in Tracey Roses Installation „The world is not fair“ im Rahmen der Weltausstellung 2012 zu sehen. Mit dem „Talking Straight Festival“, das Anfang 2014 im Studio Я des Maxim Gorki Theaters entstand und von Alicia Agustín mitgestaltet wurde, gründete sich das Talking Straight Kollektiv, das immersive Performances entwickelt. Das „Talking Straight Festival“ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen und bespielte acht Stunden lang das gesamte Haus der Berliner Festspiele. Die Arbeit „What a Wonderful Void“ reiste zum Sziget Festival nach Budapest. 2018 erhielt sie das Arbeits- und Recherchestipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und forschte zur Performativität von Enttäuschung im Vergleich zwischen Kairo, Katalonien und Chemnitz. Mit der Videoarbeit „Sprache der Spekulation“ begann ihre Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Guerilla Architects. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

Mit der Trilogie „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ begeben sich das Künstler*innenkollektiv Guerilla Architects und die Performerin und Autorin Alicia Agustín auf die Suche nach den Ambivalenzen zeitgenössischer Stadtentwicklung und machen diese als Gemeinschaftserlebnis erfahrbar. Der erste Akt „We are sorry!“ ist der immersive Auftakt der Trilogie, eine kathartische Prozession und Führung entlang der durch Spekulation geformten Kulisse des nördlichen Spreeufers. Im Setting eines Showrooms wie er von der Immobilienbranche für Verkaufsgespräche von geplanten aber noch nicht realisierten Bauvorhaben eingerichtet wird, konfrontiert uns die Videoperformance mit den engmaschig verwobenen Schicksalssträngen der Stadtentwicklung, lenkt unseren Blick auf das Wahrnehmen und Annehmen der Verantwortlichkeit aller Akteur*innen in Bezug auf den Ausverkauf der Stadt und stellt die Frage: Wer ist denn nun verantwortlich? Ausgangspunkt der Reihe „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ ist die Ruine der Brommybrücke, der scheinbar letzte Rückhalt gegenüber der allmählichen Privatisierung ihres Umfelds. Der Quadratkilometer im Umkreis um diese, zur heiligen Pilgerstätte erklärten Ruine, wird zum Schauplatz einer an die antiken Festspiele angelehnte Tragödie in drei Akten, bei der sich jede*r Handelnde nur schuldig machen kann. Der ursprünglich für April geplante Akt I findet nun im August statt, Akt II und III folgen im Oktober und Dezember 2020. Guerilla Architects ist ein Künstler*innenkollektiv, das sich mit den sozioökonomischen Strukturen von Städten und subversiven urbanen Transformationen beschäftigt und deren Arbeitsweise sich durch ein starkes Interesse an einem Dialog mit der Gemeinschaft auszeichnet. „Guerilla“ zu sein ist ihr Ansatz für die Stadtentwicklung: Die Künstler*innen gehen davon aus, dass in vorhandenen Strukturen oft nur minimale Eingriffe erforderlich sind, um bisher unsichtbaren Räumen eine neue Bedeutung zu verleihen. Guerilla Architects wurden 2012 in London im Rahmen einer Hausbesetzung gegründet und hinterfragen seitdem politische, juristische, architektonische und städtische Räume. Sie arbeiten ortsspezifisch und entwickeln performative Aktionen im (öffentlichen) Raum und immersive Formen der Stadterkundung. Aus ihrer jüngsten onsite Forschung „1 km² Berlin - Strategien der Spekulation“ im Rahmen des Recherchestipendiums Bildende Kunst der Berliner Senatsverwaltung entstand die Videoarbeit „Sprache der Spekulation“, die im Rahmen der Berlin Art Week 2019 gezeigt wurde. Alicia Agustín, geboren auf Ibiza, Spanien, ist Performerin und Autorin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York. Als Performerin war sie u.a. in Tracey Roses Installation „The world is not fair“ im Rahmen der Weltausstellung 2012 zu sehen. Mit dem „Talking Straight Festival“, das Anfang 2014 im Studio Я des Maxim Gorki Theaters entstand und von Alicia Agustín mitgestaltet wurde, gründete sich das Talking Straight Kollektiv, das immersive Performances entwickelt. Das „Talking Straight Festival“ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen und bespielte acht Stunden lang das gesamte Haus der Berliner Festspiele. Die Arbeit „What a Wonderful Void“ reiste zum Sziget Festival nach Budapest. 2018 erhielt sie das Arbeits- und Recherchestipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und forschte zur Performativität von Enttäuschung im Vergleich zwischen Kairo, Katalonien und Chemnitz. Mit der Videoarbeit „Sprache der Spekulation“ begann ihre Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Guerilla Architects. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

In „ASSEMBLY“ spekuliert eine Gruppe von Millenials (Angehörige einer Generation, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Erwachsenenalter erreicht hat) über die Frage, wie eine Synthese aus sozialer Interaktion, Synchronität und Formen des Zusammenseins in Zukunft aussehen könnte - angesichts der Unmöglichkeit, Bilder und Konzepte der Vergangenheit, hinter sich zu lassen. Unter Einbeziehung synthetischer Materialien, organischer Objekte, durch Echtzeitprogrammierung bearbeiteter Live-Aufnahmen und einer generativen Komposition mit drei Performer*innen entsteht dabei eine temporäre Gemeinschaft. Den Ausgangspunkt bildet eine choreographische Partitur, die einerseits auf der Sensibilisierung für große Distanzen und andererseits auf dem Versuch, weit Entferntes zusammenzuführen, gründet. Die Choreografin und Bildende Künstler*in Deva Schubert hat für jeden der drei Tage unterschiedliche thematische Schwerpunkten gesetzt: Am Freitag steht die Auseinandersetzung mit Ökosystemen und unserer Umwelt im Zentrum ("Forecast no Forecast"), am Samstag der Themenbereich Erinnerung und Nostalgie ("Untouching / Mil-lennial") und am Sonntag schließlich Membrane und Oberflächen ("Renewable Synthesis"). „ASSEMBLY“ verwebt Elemente einer fernen alpinen Musiktradition, wie etwa der Musik des Alphorns, mit den live bearbeiteten Aufnahmen von Klanglandschaften, in denen sich das radialsystem akustisch verortet. Skulpturen aus organischen und synthetischen Materialien wie Pelz und PVC sind weitere Protagonisten der installativen Anordnung, deren ambivalente innere Gesetzmäßigkeiten stetig neu verhandelt werden. „ASSEMBLY“ entstand als Abschlussarbeit von Deva Schubert am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) und wurde durch die globale Pandemie Covid 19 unterbrochen. Die Tänzerin und Choreografin Deva Schubert lebt in Berlin und München und studierte Tanz in Salzburg, Kassel, Kopenhagen und am HZT Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. In ihrer Arbeit verbindet sie Installationen, digitale Medien und Performances mit Tanz und Stimme und setzt sich so mit Intimität und der Dynamik von Interaktionen als performative Mittel auseinander. Regelmäßig arbeitet sie mit Juan Felipe Amaya Gonzalez und Dylan Spencer-Davidson zusammen. Bei Festivals wie der Biennale von Venedig, der Documenta 14 und dem Steirischen Herbst war sie als Tänzerin und Performerin u.a. für Christoph Winkler, Michael Portnoy, Isabelle Schaad, Costa Company und Julie Favreau beteiligt. Seit 2019 ist sie Künstler*innenmitglied des Creative Europe Projekts Moving Digits. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

Mit der Trilogie „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ begeben sich das Künstler*innenkollektiv Guerilla Architects und die Performerin und Autorin Alicia Agustín auf die Suche nach den Ambivalenzen zeitgenössischer Stadtentwicklung und machen diese als Gemeinschaftserlebnis erfahrbar. Der erste Akt „We are sorry!“ ist der immersive Auftakt der Trilogie, eine kathartische Prozession und Führung entlang der durch Spekulation geformten Kulisse des nördlichen Spreeufers. Im Setting eines Showrooms wie er von der Immobilienbranche für Verkaufsgespräche von geplanten aber noch nicht realisierten Bauvorhaben eingerichtet wird, konfrontiert uns die Videoperformance mit den engmaschig verwobenen Schicksalssträngen der Stadtentwicklung, lenkt unseren Blick auf das Wahrnehmen und Annehmen der Verantwortlichkeit aller Akteur*innen in Bezug auf den Ausverkauf der Stadt und stellt die Frage: Wer ist denn nun verantwortlich? Ausgangspunkt der Reihe „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ ist die Ruine der Brommybrücke, der scheinbar letzte Rückhalt gegenüber der allmählichen Privatisierung ihres Umfelds. Der Quadratkilometer im Umkreis um diese, zur heiligen Pilgerstätte erklärten Ruine, wird zum Schauplatz einer an die antiken Festspiele angelehnte Tragödie in drei Akten, bei der sich jede*r Handelnde nur schuldig machen kann. Der ursprünglich für April geplante Akt I findet nun im August statt, Akt II und III folgen im Oktober und Dezember 2020. Guerilla Architects ist ein Künstler*innenkollektiv, das sich mit den sozioökonomischen Strukturen von Städten und subversiven urbanen Transformationen beschäftigt und deren Arbeitsweise sich durch ein starkes Interesse an einem Dialog mit der Gemeinschaft auszeichnet. „Guerilla“ zu sein ist ihr Ansatz für die Stadtentwicklung: Die Künstler*innen gehen davon aus, dass in vorhandenen Strukturen oft nur minimale Eingriffe erforderlich sind, um bisher unsichtbaren Räumen eine neue Bedeutung zu verleihen. Guerilla Architects wurden 2012 in London im Rahmen einer Hausbesetzung gegründet und hinterfragen seitdem politische, juristische, architektonische und städtische Räume. Sie arbeiten ortsspezifisch und entwickeln performative Aktionen im (öffentlichen) Raum und immersive Formen der Stadterkundung. Aus ihrer jüngsten onsite Forschung „1 km² Berlin - Strategien der Spekulation“ im Rahmen des Recherchestipendiums Bildende Kunst der Berliner Senatsverwaltung entstand die Videoarbeit „Sprache der Spekulation“, die im Rahmen der Berlin Art Week 2019 gezeigt wurde. Alicia Agustín, geboren auf Ibiza, Spanien, ist Performerin und Autorin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York. Als Performerin war sie u.a. in Tracey Roses Installation „The world is not fair“ im Rahmen der Weltausstellung 2012 zu sehen. Mit dem „Talking Straight Festival“, das Anfang 2014 im Studio Я des Maxim Gorki Theaters entstand und von Alicia Agustín mitgestaltet wurde, gründete sich das Talking Straight Kollektiv, das immersive Performances entwickelt. Das „Talking Straight Festival“ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen und bespielte acht Stunden lang das gesamte Haus der Berliner Festspiele. Die Arbeit „What a Wonderful Void“ reiste zum Sziget Festival nach Budapest. 2018 erhielt sie das Arbeits- und Recherchestipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und forschte zur Performativität von Enttäuschung im Vergleich zwischen Kairo, Katalonien und Chemnitz. Mit der Videoarbeit „Sprache der Spekulation“ begann ihre Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Guerilla Architects. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

In „ASSEMBLY“ spekuliert eine Gruppe von Millenials (Angehörige einer Generation, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Erwachsenenalter erreicht hat) über die Frage, wie eine Synthese aus sozialer Interaktion, Synchronität und Formen des Zusammenseins in Zukunft aussehen könnte - angesichts der Unmöglichkeit, Bilder und Konzepte der Vergangenheit, hinter sich zu lassen. Unter Einbeziehung synthetischer Materialien, organischer Objekte, durch Echtzeitprogrammierung bearbeiteter Live-Aufnahmen und einer generativen Komposition mit drei Performer*innen entsteht dabei eine temporäre Gemeinschaft. Den Ausgangspunkt bildet eine choreographische Partitur, die einerseits auf der Sensibilisierung für große Distanzen und andererseits auf dem Versuch, weit Entferntes zusammenzuführen, gründet. Die Choreografin und Bildende Künstler*in Deva Schubert hat für jeden der drei Tage unterschiedliche thematische Schwerpunkten gesetzt: Am Freitag steht die Auseinandersetzung mit Ökosystemen und unserer Umwelt im Zentrum ("Forecast no Forecast"), am Samstag der Themenbereich Erinnerung und Nostalgie ("Untouching / Mil-lennial") und am Sonntag schließlich Membrane und Oberflächen ("Renewable Synthesis"). „ASSEMBLY“ verwebt Elemente einer fernen alpinen Musiktradition, wie etwa der Musik des Alphorns, mit den live bearbeiteten Aufnahmen von Klanglandschaften, in denen sich das radialsystem akustisch verortet. Skulpturen aus organischen und synthetischen Materialien wie Pelz und PVC sind weitere Protagonisten der installativen Anordnung, deren ambivalente innere Gesetzmäßigkeiten stetig neu verhandelt werden. „ASSEMBLY“ entstand als Abschlussarbeit von Deva Schubert am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) und wurde durch die globale Pandemie Covid 19 unterbrochen. Die Tänzerin und Choreografin Deva Schubert lebt in Berlin und München und studierte Tanz in Salzburg, Kassel, Kopenhagen und am HZT Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. In ihrer Arbeit verbindet sie Installationen, digitale Medien und Performances mit Tanz und Stimme und setzt sich so mit Intimität und der Dynamik von Interaktionen als performative Mittel auseinander. Regelmäßig arbeitet sie mit Juan Felipe Amaya Gonzalez und Dylan Spencer-Davidson zusammen. Bei Festivals wie der Biennale von Venedig, der Documenta 14 und dem Steirischen Herbst war sie als Tänzerin und Performerin u.a. für Christoph Winkler, Michael Portnoy, Isabelle Schaad, Costa Company und Julie Favreau beteiligt. Seit 2019 ist sie Künstler*innenmitglied des Creative Europe Projekts Moving Digits. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

What’s That Noise? Mitte August lädt die Künstlerin Sandhya Daemgen wieder zu einer atmosphärischen Listening Party im radialsystem ein, um mit Live-Musik, Geschichten und Aufnahmen Künstlerinnen und Musikerinnen der Vergangenheit zu würdigen, die musikalische und gesellschaftliche Grenzen überschritten haben. Die Künstlerin führt das Publikum unter freiem Himmel, auf dem Deck des radialsystems, durch ein inklusives und diverses Narrativ der Musikgeschichte: Sie erzählt die Geschichten von Musiker*innen verschiedener Herkunft, Zeiten und Genres und setzt diese in Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen, deren Live-Komposition und Performance wiederum von diesen Musiker*innen inspiriert ist. Der musikalische Dialog wird beim anschließenden DJ-Set von DJ Mars Dietz weitergeführt… Die Reihe „What’s That Noise?“ findet seit 2014 an unterschiedlichen Veranstaltungsorten und auf Festivals für Kunst, Musik und Performance statt. Im radialsystem wurden im Januar 2020 im Rahmen der Reihe „New Empathies“ und April 2020 als Online-Format für „New Empathies – Far from a diastance“ bereits zwei sehr erfolgreiche Abende realisiert. Die in Berlin lebende Künstlerin Sandhya Daemgen ist Sängerin, Musikerin, Tänzerin und Dozentin und entwickelt interdisziplinäre Performances zwischen Körper, Stimme und Sound. Als Sängerin, Tänzerin und/oder Violinistin arbeitete sie mit international renommierten Künstler*innen wie Tino Sehgal, Arcade Fire, Ari Benjamin Meyers, The Residents und Heiner Goebbels und ist dabei weltweit aufgetreten. An der Seite von Ari Benjamin Meyers hat sie die Kunsthalle for Music mitentwickelt – die Musikperformance war in Rotterdam, Hongkong, Basel und Santa Barbara (USA) zu erleben. Sandhya Daemgen hat in Wien, Hongkong, Basel und Pristina unterrichtet, aktuell arbeitet sie im Duo mit Martin Hansen an einer analogen Elektronikperformance. Daemgen hat einen Abschluss in Kulturwissenschaften und einen Abschluss in Tanz, Kontext und Choreografie. Die Künstlerin Florence Freitag lebt in Berlin und arbeitet als Performerin, Videokünstlerin, Autorin, Kuratorin und Moderatorin. Als Tänzerin und Performerin arbeitete sie u.a. mit Alexandra Pirici, Sandhya Daemgen, I-Jung Lim, Irina Sentjabowa und der Videokünstlerin Lisa Stewart. Freitag arbeitet außerdem als Kamerafrau und ist auf Dokumentarfilme im Bereich Tanz und Performance spezialisiert. Von 2015 bis 2018 war sie Mitorganisatorin des Tanz- und Performancefestivals „LUCKY TRIMMER“ in Berlin. Seit 2019 ist sie Mitglied des feministischen LGBTQIA+Kollektivs und Gründungsmitglied von TanzRaum-Görlitz als Teil des Neisse Center for Contemporary Arts e.V. Mars Dietz ist Künstler*in, Musiker*in und DJ. Dietz‘ Installationen, Klangstücke und interdisziplinäre Projekte dienen als Radiorezeptoren einer Stimm- und Klangcollage. Als DJ Sapphic Faggot tritt Mars Dietz bei BODYSNATCH Berlin auf. Eddy Levin ist ein*e in Berlin lebende*r multidisziplinäre*r Performance- und Media-Künstler*in aus Toronto. Levins Arbeit ist inspiriert durch Improvisation, Deep Listening sowie spielerische Elementen. Aus intuitiver Bewegung entwickeln sich kollaborative und multimediale Performances und Projekte, bei denen es Eddy Levin um den Schnittpunkt und die Synthese von Formen und Möglichkeiten interdisziplinärer Kommunikation ankommt. Klara Andersson aka Fågelle aus Schweden kreiert Musik zwischen Noise, Pop und Poesie, kratzenden Sounds und großen Emotionen. Ihre Musik entsteht aus bizarren Tönen und Texturen, die sie mit Hilfe eines ausgefeilten Arsenals an Pedalen, Synthesizern und Samplern sowie mit Gitarre und Stimme erzeugt. Sie ist beim „Heroines of Sound“ Festival Berlin, im ausland Berlin und in der Spektral Galerie aufgetreten und veröffentlicht gerade ihr erstes Album. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Diskurs

Mit der Trilogie „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ begeben sich das Künstler*innenkollektiv Guerilla Architects und die Performerin und Autorin Alicia Agustín auf die Suche nach den Ambivalenzen zeitgenössischer Stadtentwicklung und machen diese als Gemeinschaftserlebnis erfahrbar. Der erste Akt „We are sorry!“ ist der immersive Auftakt der Trilogie, eine kathartische Prozession und Führung entlang der durch Spekulation geformten Kulisse des nördlichen Spreeufers. Im Setting eines Showrooms wie er von der Immobilienbranche für Verkaufsgespräche von geplanten aber noch nicht realisierten Bauvorhaben eingerichtet wird, konfrontiert uns die Videoperformance mit den engmaschig verwobenen Schicksalssträngen der Stadtentwicklung, lenkt unseren Blick auf das Wahrnehmen und Annehmen der Verantwortlichkeit aller Akteur*innen in Bezug auf den Ausverkauf der Stadt und stellt die Frage: Wer ist denn nun verantwortlich? Ausgangspunkt der Reihe „1 km2 Berlin – Die Tragödie der offenen Stadt“ ist die Ruine der Brommybrücke, der scheinbar letzte Rückhalt gegenüber der allmählichen Privatisierung ihres Umfelds. Der Quadratkilometer im Umkreis um diese, zur heiligen Pilgerstätte erklärten Ruine, wird zum Schauplatz einer an die antiken Festspiele angelehnte Tragödie in drei Akten, bei der sich jede*r Handelnde nur schuldig machen kann. Der ursprünglich für April geplante Akt I findet nun im August statt, Akt II und III folgen im Oktober und Dezember 2020. Guerilla Architects ist ein Künstler*innenkollektiv, das sich mit den sozioökonomischen Strukturen von Städten und subversiven urbanen Transformationen beschäftigt und deren Arbeitsweise sich durch ein starkes Interesse an einem Dialog mit der Gemeinschaft auszeichnet. „Guerilla“ zu sein ist ihr Ansatz für die Stadtentwicklung: Die Künstler*innen gehen davon aus, dass in vorhandenen Strukturen oft nur minimale Eingriffe erforderlich sind, um bisher unsichtbaren Räumen eine neue Bedeutung zu verleihen. Guerilla Architects wurden 2012 in London im Rahmen einer Hausbesetzung gegründet und hinterfragen seitdem politische, juristische, architektonische und städtische Räume. Sie arbeiten ortsspezifisch und entwickeln performative Aktionen im (öffentlichen) Raum und immersive Formen der Stadterkundung. Aus ihrer jüngsten onsite Forschung „1 km² Berlin - Strategien der Spekulation“ im Rahmen des Recherchestipendiums Bildende Kunst der Berliner Senatsverwaltung entstand die Videoarbeit „Sprache der Spekulation“, die im Rahmen der Berlin Art Week 2019 gezeigt wurde. Alicia Agustín, geboren auf Ibiza, Spanien, ist Performerin und Autorin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York. Als Performerin war sie u.a. in Tracey Roses Installation „The world is not fair“ im Rahmen der Weltausstellung 2012 zu sehen. Mit dem „Talking Straight Festival“, das Anfang 2014 im Studio Я des Maxim Gorki Theaters entstand und von Alicia Agustín mitgestaltet wurde, gründete sich das Talking Straight Kollektiv, das immersive Performances entwickelt. Das „Talking Straight Festival“ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen und bespielte acht Stunden lang das gesamte Haus der Berliner Festspiele. Die Arbeit „What a Wonderful Void“ reiste zum Sziget Festival nach Budapest. 2018 erhielt sie das Arbeits- und Recherchestipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und forschte zur Performativität von Enttäuschung im Vergleich zwischen Kairo, Katalonien und Chemnitz. Mit der Videoarbeit „Sprache der Spekulation“ begann ihre Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Guerilla Architects. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

In „ASSEMBLY“ spekuliert eine Gruppe von Millenials (Angehörige einer Generation, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Erwachsenenalter erreicht hat) über die Frage, wie eine Synthese aus sozialer Interaktion, Synchronität und Formen des Zusammenseins in Zukunft aussehen könnte - angesichts der Unmöglichkeit, Bilder und Konzepte der Vergangenheit, hinter sich zu lassen. Unter Einbeziehung synthetischer Materialien, organischer Objekte, durch Echtzeitprogrammierung bearbeiteter Live-Aufnahmen und einer generativen Komposition mit drei Performer*innen entsteht dabei eine temporäre Gemeinschaft. Den Ausgangspunkt bildet eine choreographische Partitur, die einerseits auf der Sensibilisierung für große Distanzen und andererseits auf dem Versuch, weit Entferntes zusammenzuführen, gründet. Die Choreografin und Bildende Künstler*in Deva Schubert hat für jeden der drei Tage unterschiedliche thematische Schwerpunkten gesetzt: Am Freitag steht die Auseinandersetzung mit Ökosystemen und unserer Umwelt im Zentrum ("Forecast no Forecast"), am Samstag der Themenbereich Erinnerung und Nostalgie ("Untouching / Mil-lennial") und am Sonntag schließlich Membrane und Oberflächen ("Renewable Synthesis"). „ASSEMBLY“ verwebt Elemente einer fernen alpinen Musiktradition, wie etwa der Musik des Alphorns, mit den live bearbeiteten Aufnahmen von Klanglandschaften, in denen sich das radialsystem akustisch verortet. Skulpturen aus organischen und synthetischen Materialien wie Pelz und PVC sind weitere Protagonisten der installativen Anordnung, deren ambivalente innere Gesetzmäßigkeiten stetig neu verhandelt werden. „ASSEMBLY“ entstand als Abschlussarbeit von Deva Schubert am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) und wurde durch die globale Pandemie Covid 19 unterbrochen. Die Tänzerin und Choreografin Deva Schubert lebt in Berlin und München und studierte Tanz in Salzburg, Kassel, Kopenhagen und am HZT Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. In ihrer Arbeit verbindet sie Installationen, digitale Medien und Performances mit Tanz und Stimme und setzt sich so mit Intimität und der Dynamik von Interaktionen als performative Mittel auseinander. Regelmäßig arbeitet sie mit Juan Felipe Amaya Gonzalez und Dylan Spencer-Davidson zusammen. Bei Festivals wie der Biennale von Venedig, der Documenta 14 und dem Steirischen Herbst war sie als Tänzerin und Performerin u.a. für Christoph Winkler, Michael Portnoy, Isabelle Schaad, Costa Company und Julie Favreau beteiligt. Seit 2019 ist sie Künstler*innenmitglied des Creative Europe Projekts Moving Digits. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

Sasha Waltz & Guests kehrt im August auf die Bühne zurück: Mit einem Projekt, dass das radialsystem und dessen Außenflächen bespielt, an die Grundgedanken der Dialoge-Projekte aus vergangenen Jahren angelehnt ist und sich mit den Gegebenheiten der aktuellen Situation auseinandersetzt. Die interdisziplinären „Dialoge“-Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musiker*innen, Bildenden Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograph*innen in spezifischen Räumen. „Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist es für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst.“ Sasha Waltz Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekt*innen, Bildende Künstler*innen, Choreograf*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als „Guests“ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen Netz von Produktions- und Gastspielpartner*innen und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1996) und dem radialsystem (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“. Sasha Waltz & Guests ist verstärkt auch im Bereich „Education & Community“ tätig – ausgehend von der 2007 gegründeten Kindertanzcompany Berlin, der seit 2016 aktiven Plattform „ZUHÖREN – Dritter Raum für Kunst und Politik“ und verschiedenen Angeboten im Bereich Wissenstransfer. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Diskurs

Sasha Waltz & Guests kehrt im August auf die Bühne zurück: Mit einem Projekt, dass das radialsystem und dessen Außenflächen bespielt, an die Grundgedanken der Dialoge-Projekte aus vergangenen Jahren angelehnt ist und sich mit den Gegebenheiten der aktuellen Situation auseinandersetzt. Die interdisziplinären „Dialoge“-Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musiker*innen, Bildenden Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograph*innen in spezifischen Räumen. „Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist es für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst.“ Sasha Waltz Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekt*innen, Bildende Künstler*innen, Choreograf*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als „Guests“ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen Netz von Produktions- und Gastspielpartner*innen und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1996) und dem radialsystem (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“. Sasha Waltz & Guests ist verstärkt auch im Bereich „Education & Community“ tätig – ausgehend von der 2007 gegründeten Kindertanzcompany Berlin, der seit 2016 aktiven Plattform „ZUHÖREN – Dritter Raum für Kunst und Politik“ und verschiedenen Angeboten im Bereich Wissenstransfer. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Diskurs

Sasha Waltz & Guests kehrt im August auf die Bühne zurück: Mit einem Projekt, dass das radialsystem und dessen Außenflächen bespielt, an die Grundgedanken der Dialoge-Projekte aus vergangenen Jahren angelehnt ist und sich mit den Gegebenheiten der aktuellen Situation auseinandersetzt. Die interdisziplinären „Dialoge“-Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musiker*innen, Bildenden Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograph*innen in spezifischen Räumen. „Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist es für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst.“ Sasha Waltz Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekt*innen, Bildende Künstler*innen, Choreograf*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als „Guests“ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen Netz von Produktions- und Gastspielpartner*innen und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1996) und dem radialsystem (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“. Sasha Waltz & Guests ist verstärkt auch im Bereich „Education & Community“ tätig – ausgehend von der 2007 gegründeten Kindertanzcompany Berlin, der seit 2016 aktiven Plattform „ZUHÖREN – Dritter Raum für Kunst und Politik“ und verschiedenen Angeboten im Bereich Wissenstransfer. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Diskurs

Sasha Waltz & Guests kehrt im August auf die Bühne zurück: Mit einem Projekt, dass das radialsystem und dessen Außenflächen bespielt, an die Grundgedanken der Dialoge-Projekte aus vergangenen Jahren angelehnt ist und sich mit den Gegebenheiten der aktuellen Situation auseinandersetzt. Die interdisziplinären „Dialoge“-Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musiker*innen, Bildenden Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograph*innen in spezifischen Räumen. „Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist es für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst.“ Sasha Waltz Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekt*innen, Bildende Künstler*innen, Choreograf*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als „Guests“ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen Netz von Produktions- und Gastspielpartner*innen und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1996) und dem radialsystem (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“. Sasha Waltz & Guests ist verstärkt auch im Bereich „Education & Community“ tätig – ausgehend von der 2007 gegründeten Kindertanzcompany Berlin, der seit 2016 aktiven Plattform „ZUHÖREN – Dritter Raum für Kunst und Politik“ und verschiedenen Angeboten im Bereich Wissenstransfer. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Diskurs

Wir hören eine Stimme, ohne zu sehen wer spricht, manchmal ist sie weiblich, dann wieder männlich, teils im Singular, teils im Plural, sie spricht zu sich selbst, fordert sich heraus, antwortet… Die Installation „My Only Memory (in pieces)“ von Künstler und Choreograf Juan Dominguez, im Rahmen der Reihe „New Empathies“ präsentiert, ist eine Bearbeitung seiner Performance „My Only Memory“: Wie in den Raum gesprengt, werden die Einzelteile des Ursprungstextes als Fragmente einer Textchoreografie an unerwarteten Orten im Haus hörbar. Die akustische Fährte führt schließlich zu einer raumgreifenden Skulptur im Saal des radialsystems. In dieser Performance steht nicht das körperlich-visuelle im Vordergrund: Die Stimme, der wir lauschen, wird zum physischen Körper und der gesprochene Text zur Bewegung und Handlung des Stücks. Ein Text, der eher gefühlt als gedacht wird, in unseren Geist sickert und dort eine außergewöhnliche, nicht-lineare Zeit schafft, eine Gegenwart, die aus wechselnden Bildern entsteht – und uns dadurch paradoxerweise zu sehen erlaubt. Durch die Dekontextualisierung und Fragmentierung der Performance entstehen fließende Momente von unterschiedlicher Dauer, die die Flüchtigkeit von Veränderung und Transformation wahrnehmbar werden lassen. Es entsteht eine zeitgenössisch-soziale wie auch eine poetisch imaginierte Landschaft, die sich an einem Scheideweg befindet – in einer komplexen Situation, in der es eine Vielzahl an Handlungsoptionen gibt, ohne Anleitung, welche davon zu wählen ist… Juan Dominguez arbeitet seit 1986 als Performer, Choreograf, Regisseur und Kurator im Bereich der performativen Künste und war bereits in über 40 Produktionen, unter anderem mit La Ribot, involviert. Darüber hinaus lehrt er im Bereich Choreografie. Er arbeitet transdisziplinär in Projekten mit Linguist*innen, Wissenschaftler*innen, Architekt*innen oder Künstler*innen anderer Bereiche. Seit 1992 produziert er eigene Arbeiten, die das Theater als Medium sowie die Parameter des Tanzes erforschen. Wichtige Aspekte seiner Arbeit sind nachhaltige Beziehungen, Ko-Autor*innenschaft und die Unabhängigkeit der Kunst von Trends. In den vergangenen Jahren kuratierte Dominguez unterschiedliche Festivals u.a. in Spanien, Frankreich und Belgien. Aktuell ist Juan Dominguez Artist in Residence am Teatro Leal | La Laguna auf Teneriffa sowie an den Teatros del Canal in Madrid. Sein neues Stück „Between you and me“ feiert im Mai 2020 Premiere. Der neuseeländische Künstler Joshua Rutter lebt und arbeitet in Berlin. Seine künstlerische Praxis umfasst Tanz, Zirkus, Theater, Elektronische Musik und zeitgenössische Kunst. In seiner Arbeit setzt er sich mit choreografischen Möglichkeiten auseinander, die er im Internet, in Objekten, in Subkulturen und in der Auseinandersetzung mit maskulinen Identitäten findet. In den vergangen 20 Jahren hat er mit verschiedenen neuseeländischen und internationalen Künster*innen zusammengearbeitet. 2016 absolvierte er seinen Master of Arts in Solo/Tanz/Autorschaft an der UdK Berlin. New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

Vorlesung, Konzert, Tanzperformance: „In Some Sense“, die jüngste Zusammenarbeit von Tänzerchoreograf Tilman O’Donnell und Gitarrist Mikkel Ploug, lässt Musik, Tanz, Sprache und Philosophie überlappen. Den Konturen der Vorlesung „From Logic To Anthropology“ des französischen Philosophen Alain Badiou – mit dem sich O‘Donnell seit mehreren Jahren intensiv künstlerisch auseinandersetzt – folgend, übersetzt „In Some Sense“ deren Schlüsselkonzepte in eine musikalische Partitur und choreografische Forschung. Badious Sprachmuster, die zutiefst musikalisch sind, drängen sich dabei scheinbar von selbst zur kompositorischen Erforschung auf. Gitarrist Mikkel Ploug greift sie als Grundlage seiner Komposition auf, um sie musikalisch teilweise zu erweitern und zu transformieren. Der Rhythmus von Badious Ideen beeinflusst ebenso die choreografische Struktur des Stücks. „In Some Sense“ untersucht die Möglichkeit eines neuen Subjektiven Körpers, der zugleich sich selbst und dem*der Betrachter*in fremd ist. Im Kontext der Bühne und deren ästhetischer Regeln werden die Grenzen von Tun und Wahrnehmen, Tanzen und Zuschauen in einem dialektischen Akt in Frage gestellt. Tilman O’Donnell erhielt seine Ausbildung an der National Ballet School of Canada. Als Tänzer arbeitete er mit der GöteborgsOperans Danskompani, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Cullberg Ballet und The Forsythe Company. Sein Debüt als Choreograf lieferte er 2002 mit „Del A“. 2015 wurde er von dem Magazin Ballett Tanz sowohl als „Dancer To Watch“ als auch als „Choreographer To Watch“ nominiert. O’Donnell kreierte Stücke für das Cullberg Ballet, das Staatstheater Graz, GöteborgsOperans Danskompani u.a. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen „In Life & Love & So On“ (2015), „These & Those & Upon Us“ (mit Cyril Baldy, 2016) „In Some Sense“ (2016/2017/2018 mit Mikkel Ploug) und „Corpus Dogma: On The One Hand“ (2019). 2020 feiert sein jüngstes Stück „History Was Written By The Loosers: Hoedown Showdown“ in Stockholm Premiere, bevor es im Frühjahr beim Festival „Theater Der Welt“ zu sehen ist. Der dänische Gitarrist und Komponist Mikkel Ploug, geboren 1978, trat mit seinen Bands Mikkel Ploug Group, Mikkel Ploug Trio and Equilibrium bereits in Europa, Brasilien und den USA auf. Er hat zwölf Alben aufgenommen, die auf international renommierten Labels wie Sunnyside Records (USA), Whirlwind (UK) und Songlines Recordings (CA) erschienen. Ploug tritt als Solist am Königlich Dänischen Theater in Kopenhagen auf und arbeitet eng mit dem amerikanischen Tänzer und Choreografen Tilman O’Donnell zusammen. Sein Album „Faroe“ war für den Grammy in der Kategorie „Best Instrumental Jazz Album“ nominiert. Ploug absolvierte ein Masterstudium in Komposition am Königlichen Konservatorium in Den Haag mit Auszeichnung. New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. Vermittlungsformat „Der Resonanzraum“ von Diego Agulló Im Anschluss an die Vorstellung am 29. August findet das Vermitt-lungsformat „Der Resonanzraum“ statt. „Der Resonanzraum” ist eine Einladung an das Publikum, nach der Vorstellung für 45 Minuten in Dunkelheit auf der Bühne zu liegen und sich über das Stück auszu-tauschen. Dabei steht nicht das Gespräch mit den Künstler*innen im Fokus, sondern ein Dialog zwischen den Zuschauer*innen über die gemeinsam erlebte künstlerische Arbeit. In der Anonymität der Dun-kelheit kann jeder Aspekt angesprochen werden: ein bestimmter Moment, eine Bewegung, ein Geräusch, eine Idee, ein Teil des Kon-zepts, ein Objekt, eine atmosphärische Stimmung. „Der Resonanz-raum” ist eine kollektive Anordnung, die dazu einlädt, das Verständ-nis der Performance zu erweitern und auf einer neuen Ebene fortzu-führen. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Konzert

Wir hören eine Stimme, ohne zu sehen wer spricht, manchmal ist sie weiblich, dann wieder männlich, teils im Singular, teils im Plural, sie spricht zu sich selbst, fordert sich heraus, antwortet… Die Installation „My Only Memory (in pieces)“ von Künstler und Choreograf Juan Dominguez, im Rahmen der Reihe „New Empathies“ präsentiert, ist eine Bearbeitung seiner Performance „My Only Memory“: Wie in den Raum gesprengt, werden die Einzelteile des Ursprungstextes als Fragmente einer Textchoreografie an unerwarteten Orten im Haus hörbar. Die akustische Fährte führt schließlich zu einer raumgreifenden Skulptur im Saal des radialsystems. In dieser Performance steht nicht das körperlich-visuelle im Vordergrund: Die Stimme, der wir lauschen, wird zum physischen Körper und der gesprochene Text zur Bewegung und Handlung des Stücks. Ein Text, der eher gefühlt als gedacht wird, in unseren Geist sickert und dort eine außergewöhnliche, nicht-lineare Zeit schafft, eine Gegenwart, die aus wechselnden Bildern entsteht – und uns dadurch paradoxerweise zu sehen erlaubt. Durch die Dekontextualisierung und Fragmentierung der Performance entstehen fließende Momente von unterschiedlicher Dauer, die die Flüchtigkeit von Veränderung und Transformation wahrnehmbar werden lassen. Es entsteht eine zeitgenössisch-soziale wie auch eine poetisch imaginierte Landschaft, die sich an einem Scheideweg befindet – in einer komplexen Situation, in der es eine Vielzahl an Handlungsoptionen gibt, ohne Anleitung, welche davon zu wählen ist… Juan Dominguez arbeitet seit 1986 als Performer, Choreograf, Regisseur und Kurator im Bereich der performativen Künste und war bereits in über 40 Produktionen, unter anderem mit La Ribot, involviert. Darüber hinaus lehrt er im Bereich Choreografie. Er arbeitet transdisziplinär in Projekten mit Linguist*innen, Wissenschaftler*innen, Architekt*innen oder Künstler*innen anderer Bereiche. Seit 1992 produziert er eigene Arbeiten, die das Theater als Medium sowie die Parameter des Tanzes erforschen. Wichtige Aspekte seiner Arbeit sind nachhaltige Beziehungen, Ko-Autor*innenschaft und die Unabhängigkeit der Kunst von Trends. In den vergangenen Jahren kuratierte Dominguez unterschiedliche Festivals u.a. in Spanien, Frankreich und Belgien. Aktuell ist Juan Dominguez Artist in Residence am Teatro Leal | La Laguna auf Teneriffa sowie an den Teatros del Canal in Madrid. Sein neues Stück „Between you and me“ feiert im Mai 2020 Premiere. Der neuseeländische Künstler Joshua Rutter lebt und arbeitet in Berlin. Seine künstlerische Praxis umfasst Tanz, Zirkus, Theater, Elektronische Musik und zeitgenössische Kunst. In seiner Arbeit setzt er sich mit choreografischen Möglichkeiten auseinander, die er im Internet, in Objekten, in Subkulturen und in der Auseinandersetzung mit maskulinen Identitäten findet. In den vergangen 20 Jahren hat er mit verschiedenen neuseeländischen und internationalen Künster*innen zusammengearbeitet. 2016 absolvierte er seinen Master of Arts in Solo/Tanz/Autorschaft an der UdK Berlin. New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

Mit „Sound-fields“ lädt der Komponist Wojtek Blecharz das Publikum im Rahmen der Reihe „New Empathies“ zu einem Sound-Spaziergang durch das radialsystem ein. Die Besucher*innen bewegen sich frei durchs Haus und erkunden so neun verschiedene Werke des Komponisten, darunter performative Installationen, Mehrkanalarbeiten, Sound-Behandlungen für eine begrenzte Anzahl an Zuschauer*innen oder Sound-Skulpturen. Sound-fields erschaffen ihre klangliche Energie selbst und sind zum Zuhören oder Heilen gedacht: Der Klang kann gefühlt und berührt werden. „Sound-fields“ definiert die traditionelle Konzertsituation neu und etabliert einen ganzheitlichen Ansatz, Musik zu erleben. Wojtek Blecharz, 1981 in Gdynia, Polen geboren, schloss 2006 seinen Master of Arts an der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität in Warschau ab und promovierte 2015 in Komposition an der University of California, San Diego. Seit 2012 kuratiert er das Instalacje Musikfestival für nicht-konzertante Musik im Nowy Teatr in Warschau. Zu seinen Werken zählen unter anderem die drei Operninstallationen „Transcryptum“ (2013), „Park-Opera“ (2016) und „Body-Opera“ (2018). 2018 komponierte er darüber hinaus die Oper „Fiasko“, basierend auf einem Text von Elfriede Jelinek. 2012 erhielt Blecharz ein Stipendium der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, 2013 war er eine*r der Gewinner*innen des IMPULS Kompositionswettbewerbs in Graz. Im Oktober 2016 nahm er an Ari Benjamin Meyers’ 15-tägiger Installation „Musikwerke Bildender Künstler“ im Hamburger Bahnhof teil, während der er jeden Tag für vier Stunden öffentlich im Museum komponierte. Er erschuf Werke u.a. für das Kwadrofonik Ensemble (Warschau), das Klangforum Wien, das International Contemporary Ensemble (NYC), das Collegium Novum Zürich und das Ensemble Eklekta (Genf). Aufgeführt wurden seine Werke u.a. beim Warschauer Herbstfestival, bei der Salzburg Biennale, im Museum für Moderne Kunst in Tel Aviv sowie beim MATA Festival (NYC). New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. We are getting closer! Kurztext An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation

Vorlesung, Konzert, Tanzperformance: „In Some Sense“, die jüngste Zusammenarbeit von Tänzerchoreograf Tilman O’Donnell und Gitarrist Mikkel Ploug, lässt Musik, Tanz, Sprache und Philosophie überlappen. Den Konturen der Vorlesung „From Logic To Anthropology“ des französischen Philosophen Alain Badiou – mit dem sich O‘Donnell seit mehreren Jahren intensiv künstlerisch auseinandersetzt – folgend, übersetzt „In Some Sense“ deren Schlüsselkonzepte in eine musikalische Partitur und choreografische Forschung. Badious Sprachmuster, die zutiefst musikalisch sind, drängen sich dabei scheinbar von selbst zur kompositorischen Erforschung auf. Gitarrist Mikkel Ploug greift sie als Grundlage seiner Komposition auf, um sie musikalisch teilweise zu erweitern und zu transformieren. Der Rhythmus von Badious Ideen beeinflusst ebenso die choreografische Struktur des Stücks. „In Some Sense“ untersucht die Möglichkeit eines neuen Subjektiven Körpers, der zugleich sich selbst und dem*der Betrachter*in fremd ist. Im Kontext der Bühne und deren ästhetischer Regeln werden die Grenzen von Tun und Wahrnehmen, Tanzen und Zuschauen in einem dialektischen Akt in Frage gestellt. Tilman O’Donnell erhielt seine Ausbildung an der National Ballet School of Canada. Als Tänzer arbeitete er mit der GöteborgsOperans Danskompani, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Cullberg Ballet und The Forsythe Company. Sein Debüt als Choreograf lieferte er 2002 mit „Del A“. 2015 wurde er von dem Magazin Ballett Tanz sowohl als „Dancer To Watch“ als auch als „Choreographer To Watch“ nominiert. O’Donnell kreierte Stücke für das Cullberg Ballet, das Staatstheater Graz, GöteborgsOperans Danskompani u.a. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen „In Life & Love & So On“ (2015), „These & Those & Upon Us“ (mit Cyril Baldy, 2016) „In Some Sense“ (2016/2017/2018 mit Mikkel Ploug) und „Corpus Dogma: On The One Hand“ (2019). 2020 feiert sein jüngstes Stück „History Was Written By The Loosers: Hoedown Showdown“ in Stockholm Premiere, bevor es im Frühjahr beim Festival „Theater Der Welt“ zu sehen ist. Der dänische Gitarrist und Komponist Mikkel Ploug, geboren 1978, trat mit seinen Bands Mikkel Ploug Group, Mikkel Ploug Trio and Equilibrium bereits in Europa, Brasilien und den USA auf. Er hat zwölf Alben aufgenommen, die auf international renommierten Labels wie Sunnyside Records (USA), Whirlwind (UK) und Songlines Recordings (CA) erschienen. Ploug tritt als Solist am Königlich Dänischen Theater in Kopenhagen auf und arbeitet eng mit dem amerikanischen Tänzer und Choreografen Tilman O’Donnell zusammen. Sein Album „Faroe“ war für den Grammy in der Kategorie „Best Instrumental Jazz Album“ nominiert. Ploug absolvierte ein Masterstudium in Komposition am Königlichen Konservatorium in Den Haag mit Auszeichnung. New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. Vermittlungsformat „Der Resonanzraum“ von Diego Agulló Im Anschluss an die Vorstellung am 29. August findet das Vermitt-lungsformat „Der Resonanzraum“ statt. „Der Resonanzraum” ist eine Einladung an das Publikum, nach der Vorstellung für 45 Minuten in Dunkelheit auf der Bühne zu liegen und sich über das Stück auszu-tauschen. Dabei steht nicht das Gespräch mit den Künstler*innen im Fokus, sondern ein Dialog zwischen den Zuschauer*innen über die gemeinsam erlebte künstlerische Arbeit. In der Anonymität der Dun-kelheit kann jeder Aspekt angesprochen werden: ein bestimmter Moment, eine Bewegung, ein Geräusch, eine Idee, ein Teil des Kon-zepts, ein Objekt, eine atmosphärische Stimmung. „Der Resonanz-raum” ist eine kollektive Anordnung, die dazu einlädt, das Verständ-nis der Performance zu erweitern und auf einer neuen Ebene fortzu-führen. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann.


Kategorie: Konzert

Wir hören eine Stimme, ohne zu sehen wer spricht, manchmal ist sie weiblich, dann wieder männlich, teils im Singular, teils im Plural, sie spricht zu sich selbst, fordert sich heraus, antwortet… Die Installation „My Only Memory (in pieces)“ von Künstler und Choreograf Juan Dominguez, im Rahmen der Reihe „New Empathies“ präsentiert, ist eine Bearbeitung seiner Performance „My Only Memory“: Wie in den Raum gesprengt, werden die Einzelteile des Ursprungstextes als Fragmente einer Textchoreografie an unerwarteten Orten im Haus hörbar. Die akustische Fährte führt schließlich zu einer raumgreifenden Skulptur im Saal des radialsystems. In dieser Performance steht nicht das körperlich-visuelle im Vordergrund: Die Stimme, der wir lauschen, wird zum physischen Körper und der gesprochene Text zur Bewegung und Handlung des Stücks. Ein Text, der eher gefühlt als gedacht wird, in unseren Geist sickert und dort eine außergewöhnliche, nicht-lineare Zeit schafft, eine Gegenwart, die aus wechselnden Bildern entsteht – und uns dadurch paradoxerweise zu sehen erlaubt. Durch die Dekontextualisierung und Fragmentierung der Performance entstehen fließende Momente von unterschiedlicher Dauer, die die Flüchtigkeit von Veränderung und Transformation wahrnehmbar werden lassen. Es entsteht eine zeitgenössisch-soziale wie auch eine poetisch imaginierte Landschaft, die sich an einem Scheideweg befindet – in einer komplexen Situation, in der es eine Vielzahl an Handlungsoptionen gibt, ohne Anleitung, welche davon zu wählen ist… Juan Dominguez arbeitet seit 1986 als Performer, Choreograf, Regisseur und Kurator im Bereich der performativen Künste und war bereits in über 40 Produktionen, unter anderem mit La Ribot, involviert. Darüber hinaus lehrt er im Bereich Choreografie. Er arbeitet transdisziplinär in Projekten mit Linguist*innen, Wissenschaftler*innen, Architekt*innen oder Künstler*innen anderer Bereiche. Seit 1992 produziert er eigene Arbeiten, die das Theater als Medium sowie die Parameter des Tanzes erforschen. Wichtige Aspekte seiner Arbeit sind nachhaltige Beziehungen, Ko-Autor*innenschaft und die Unabhängigkeit der Kunst von Trends. In den vergangenen Jahren kuratierte Dominguez unterschiedliche Festivals u.a. in Spanien, Frankreich und Belgien. Aktuell ist Juan Dominguez Artist in Residence am Teatro Leal | La Laguna auf Teneriffa sowie an den Teatros del Canal in Madrid. Sein neues Stück „Between you and me“ feiert im Mai 2020 Premiere. Der neuseeländische Künstler Joshua Rutter lebt und arbeitet in Berlin. Seine künstlerische Praxis umfasst Tanz, Zirkus, Theater, Elektronische Musik und zeitgenössische Kunst. In seiner Arbeit setzt er sich mit choreografischen Möglichkeiten auseinander, die er im Internet, in Objekten, in Subkulturen und in der Auseinandersetzung mit maskulinen Identitäten findet. In den vergangen 20 Jahren hat er mit verschiedenen neuseeländischen und internationalen Künster*innen zusammengearbeitet. 2016 absolvierte er seinen Master of Arts in Solo/Tanz/Autorschaft an der UdK Berlin. New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. We are getting closer! An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Performance

Mit „Sound-fields“ lädt der Komponist Wojtek Blecharz das Publikum im Rahmen der Reihe „New Empathies“ zu einem Sound-Spaziergang durch das radialsystem ein. Die Besucher*innen bewegen sich frei durchs Haus und erkunden so neun verschiedene Werke des Komponisten, darunter performative Installationen, Mehrkanalarbeiten, Sound-Behandlungen für eine begrenzte Anzahl an Zuschauer*innen oder Sound-Skulpturen. Sound-fields erschaffen ihre klangliche Energie selbst und sind zum Zuhören oder Heilen gedacht: Der Klang kann gefühlt und berührt werden. „Sound-fields“ definiert die traditionelle Konzertsituation neu und etabliert einen ganzheitlichen Ansatz, Musik zu erleben. Wojtek Blecharz, 1981 in Gdynia, Polen geboren, schloss 2006 seinen Master of Arts an der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität in Warschau ab und promovierte 2015 in Komposition an der University of California, San Diego. Seit 2012 kuratiert er das Instalacje Musikfestival für nicht-konzertante Musik im Nowy Teatr in Warschau. Zu seinen Werken zählen unter anderem die drei Operninstallationen „Transcryptum“ (2013), „Park-Opera“ (2016) und „Body-Opera“ (2018). 2018 komponierte er darüber hinaus die Oper „Fiasko“, basierend auf einem Text von Elfriede Jelinek. 2012 erhielt Blecharz ein Stipendium der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, 2013 war er eine*r der Gewinner*innen des IMPULS Kompositionswettbewerbs in Graz. Im Oktober 2016 nahm er an Ari Benjamin Meyers’ 15-tägiger Installation „Musikwerke Bildender Künstler“ im Hamburger Bahnhof teil, während der er jeden Tag für vier Stunden öffentlich im Museum komponierte. Er erschuf Werke u.a. für das Kwadrofonik Ensemble (Warschau), das Klangforum Wien, das International Contemporary Ensemble (NYC), das Collegium Novum Zürich und das Ensemble Eklekta (Genf). Aufgeführt wurden seine Werke u.a. beim Warschauer Herbstfestival, bei der Salzburg Biennale, im Museum für Moderne Kunst in Tel Aviv sowie beim MATA Festival (NYC). New Empathies In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet. We are getting closer! Kurztext An vier langen Sommerwochenenden öffnen wir im August das radialsystem erneut für das Publikum und laden herzlich ein zu Konzerten, Installationen und Performances von und mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Hanno Leichtmann, Peter Cusack, Sandhya Daemgen, Deva Schubert, Guerilla Architects und Alicia Agustin, Sasha Waltz & Guests, Tilman O’Donnell und Mikkel Ploug, Juan Dominguez und Wojtek Blecharz. Dabei werden die unterschiedlichen Räume des Hauses, die Spreeterrasse und das überdachte Deck in anderer Weise zu entdecken sein als bisher. Wie wichtig und zugleich fragil das gemeinsame Live-Erlebnis ist, haben wir in den letzten Wochen erfahren müssen. Damit sich bei unserem Neustart alle wohl und sicher fühlen können, wollen wir für die Begegnungen vor Ort viel Raum und Zeit lassen. Gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen und Ensembles haben wir daher künstlerische Formate entwickelt, die zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen einladen und bei denen das radialsystem gleichzeitig neu erlebt werden kann. ___


Kategorie: Installation


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.06.20
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Hanno Leichtmann: TRPT4769(/) Back to the Suture – WITOLD / NICO / (Jaws)(Gabriel Cristo/Gabriel Cristo) 1 km² Berlin - Akt I.: We are sorry!(Phil Dera/Phil Dera) ASSEMBLY(Markus Koppe/Markus Koppe) What's That Noise?(Judy Landkammer/Judy Landkammer) Dialoge 2020 – Relevante Systeme(Sasha Waltz & Guests/Sasha Waltz & Guests) New Empathies: My Only Memory (in pieces)(Bea Borgers/Bea Borgers) New Empathies: In Some Sense(Thomas Zamolo/Thomas Zamolo) New Empathies: Sound-fields(Civitella Ranieri/Civitella Ranieri)

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