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Spielplan für Februar 2020

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Ein Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Interpretation des Stoffes auseinandersetzen will. "The Best Theater in Europe in 2019": Die New York Times kürte "Baal" zu einer der besten Inszenierungen 2019 in Europa.   We regularly present performances of "Baal" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Was vor 2500 Jahren begann, hat immer noch kein Ende in Sicht: Bis heute hat die "Antigone" des Sophokles in unzähligen Übersetzungen, Inszenierungen und Bearbeitungen eine steile Karriere hingelegt und ließ Generationen von Leserinnen und Lesern über deren düstere Handlung rätseln. Die Erzählung von zwei Brüdern, die im Krieg fallen und denen ungleiche Bestattung zuteilwird, von deren beiden Schwestern, die über die ungleiche Behandlung der Brüder in Streit geraten, und über die eine Schwester Antigone, die sich mit dem Staat überwirft, um dem geschmähten Bruder Gerechtigkeit zu verschaffen, faszinierte die unterschiedlichsten Menschen. Als ein Modell, um die Gesellschaft und ihre geschriebenen wie ungeschriebenen Gesetze zu verstehen und gleichzeitig zu hinterfragen, inspirierte der Stoff durch die Zeiten hinweg. So auch Bertolt Brecht. 1947 frisch aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt, legte er eine Antigone-Bearbeitung vor und brachte diese im Schweizer Chur selbst zur Uraufführung. Brecht diente der antike Stoff als Parabel über die Verantwortung des Individuums im Angesicht großen Unrechts und als eine Analyse von staatlicher Willkür, Widerstand und Gewalt. Der NS-Terror, Auschwitz und Stalingrad standen ihm mahnend im Hintergrund. Wir wollen mit Brechts Text fragen: Woran glauben wir so sehr, dass wir bestehende Gesetze brechen wollen und müssen? Welche Gesetze und Systeme kann man heute überhaupt noch verletzten in dieser vermeintlich grenzenlosen und verfügbaren Welt? Wie hoch ist der Preis für Freiheit? Und woher eigentlich kommt unser langanhaltendes Bedürfnis nach Heldinnen und Helden?


Kategorie: Schauspiel

Are you interested in taking a look behind the scenes of the Berliner Ensemble? A chance to see what happens backstage, in the make-up room, the costume, props department and below stage, to bring the performances you see to life. We offer guided tours in English that take you behind the scenes and provide insight into the many different departments of the theatre. They take approximately one hour, cost €5 (reduced price €3) and can be purchased directly at our theatre box office.


Kategorie: Führung

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Ein Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Interpretation des Stoffes auseinandersetzen will. "The Best Theater in Europe in 2019": Die New York Times kürte "Baal" zu einer der besten Inszenierungen 2019 in Europa.   We regularly present performances of "Baal" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Was vor 2500 Jahren begann, hat immer noch kein Ende in Sicht: Bis heute hat die "Antigone" des Sophokles in unzähligen Übersetzungen, Inszenierungen und Bearbeitungen eine steile Karriere hingelegt und ließ Generationen von Leserinnen und Lesern über deren düstere Handlung rätseln. Die Erzählung von zwei Brüdern, die im Krieg fallen und denen ungleiche Bestattung zuteilwird, von deren beiden Schwestern, die über die ungleiche Behandlung der Brüder in Streit geraten, und über die eine Schwester Antigone, die sich mit dem Staat überwirft, um dem geschmähten Bruder Gerechtigkeit zu verschaffen, faszinierte die unterschiedlichsten Menschen. Als ein Modell, um die Gesellschaft und ihre geschriebenen wie ungeschriebenen Gesetze zu verstehen und gleichzeitig zu hinterfragen, inspirierte der Stoff durch die Zeiten hinweg. So auch Bertolt Brecht. 1947 frisch aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt, legte er eine Antigone-Bearbeitung vor und brachte diese im Schweizer Chur selbst zur Uraufführung. Brecht diente der antike Stoff als Parabel über die Verantwortung des Individuums im Angesicht großen Unrechts und als eine Analyse von staatlicher Willkür, Widerstand und Gewalt. Der NS-Terror, Auschwitz und Stalingrad standen ihm mahnend im Hintergrund. Wir wollen mit Brechts Text fragen: Woran glauben wir so sehr, dass wir bestehende Gesetze brechen wollen und müssen? Welche Gesetze und Systeme kann man heute überhaupt noch verletzten in dieser vermeintlich grenzenlosen und verfügbaren Welt? Wie hoch ist der Preis für Freiheit? Und woher eigentlich kommt unser langanhaltendes Bedürfnis nach Heldinnen und Helden?


Kategorie: Schauspiel

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel. Nachdem sich der Autor und Regisseur Alexander Eisenach mit dem Paradebeispiel eines Hochstaplers der Literaturgeschichte befasste, schreibt er fürs Neue Haus unter dem Titel "Stunde der Hochstapler - Das Krull-Prinzip" eine Komödie über das Hochstapeln als Inbegriff der menschlichen Evolution. Was war die erste Lüge der Menschheit? Und führt die gegenwärtige Perfektionierung des Fake die Menschheit letztlich zur Abschaffung ihrer selbst?   We regularly present performances of "Felix Krull - Stunde der Hochstapler" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

SCHREISSE! Die spannende und größtenteils wahre Geschichte vom bösen, irren König Ubu, der am Anfang nichts war als eine kleine Made im Auge des einen Gottes, wie er lernte, mit Besteck zu essen, sich mehr oder weniger anständig, wenn auch sehr unmodisch zu kleiden und mit Wörtern zu sprechen, die nie mehr als zwei Silben hatten, um endlich ganz nach oben zu kommen und wie er dann verschiedene Staatsoberhäupter herausforderte und durch Schikane diese Staatsoberhäupter von ihren Thronen verjagte und wenn das nichts half, sie eben einfach umbrachte und sich ihre Schätze, Länder, Frauen, Kinder, Gummibärchen nahm und dann reich und berühmt wurde, Kaiser der ganzen Welt wurde, sich post tenebras lux (Licht nach der Dunkelheit) in seinen Reichtümern suhlte, jeden Tag lang schlief, alles tat, wozu er Lust hatte, vielleicht würde er sich sogar eine richtige Frau und Kinder und Geliebte und noch mehr Kinder zulegen, er setzt Festivitäten an, wo er Bänder durchschneidet und steht auf dem Balkon und hält Reden ans gemeine Volk, Scheiße, wird er sagen, verneigt euch alle vor König Ubu, denn alle, die sich weigern, werde ich zwingen und alle, die nicht können, werde ich fressen und fressen und fressen und der böse, irre König Ubu wird das größte Tier auf dem Planeten werden und zuletzt wird nichts mehr da sein zum Verschlingen, zum Besitzen, außer er selbst, also tut er es und was ganz reingeht, muss auch wieder rauskommen. SCHREISSE!


Kategorie:

Mit unserem neuen Format EINBLICKE: OPEN SPACE schaffen wir  zweimal im Monat einen Raum zum gemeinsamen Experimentieren und Theaterspielen. Wir öffnen unseren Werkraum für alle, die Lust haben das Theaterspielen kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Wir widmen uns unterschiedlichen Theaterstilen, testen das Improvisieren und fokussieren uns mal auf die Gestik und Mimik, mal auf die Stimme und mal auf den Text. Jüngere und ältere, Theaterneulinge und Theatererfahrene – alle sind willkommen!


Kategorie: Workshop

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung. "Cultural highlights of the year": Für New York Times-Feuilletonredakteur Matthew Anderson zählt Oliver Reeses Inszenierung von "Die Blechtrommel" zu den Theaterhighlights 2019.


Kategorie: Schauspiel

Die 1928 entstandene und am Berliner Ensemble uraufgeführte "Dreigroschenoper" ist eine bitterböse Analyse des Marktes. Auf der einen Seite die Großunternehmer, vertreten durch den skrupellosen Geschäftsmann Peachum, auf der anderen Mackie Messer, der berüchtigte anarchische Verbrecher: "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" Jonathan Peachum betreibt einen äußerst florierenden Handel mit der Ausstattung von Bettlern. Das Geschäft mit den "Ärmsten der Armen" läuft sehr gut. Doch dann erfährt er, daß seine Tochter Polly heimlich den Gangsterboss Mackie Messer geheiratet hat. Peachum tobt. Die einzige Lösung: Man muß Mackie an den Galgen bringen. Trotz Pollys Warnung verläßt der frischgebackene Ehemann die Stadt nicht, sondern besucht wieder einmal die Huren von Turnbridge. Eine von ihnen, Jenny, liefert ihn prompt ans Messer. Seine Hinrichtung scheint unabwendbar, bis ein "reitender Bote" der Königin erscheint und Mackies Freilassung sowie seine Erhebung in den Adelsstand verfügt.


Kategorie: Schauspiel

"Auf der Straße" untersucht das Thema der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Berlin. Was passiert mit einem Menschen, der sein Zuhause und damit seinen Schutzraum verliert? Inwiefern bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz? Warum sind Menschen, die Hilfe benötigen, sich selbst überlassen – in einem der reichsten Länder Europas? Was treibt eine Gesellschaft dazu an, sich zu entsolidarisieren? Und was hat diese Entwicklung mit jedem Einzelnen von uns zu tun? Von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen entwerfen gemeinsam mit SchauspielerInnen des Berliner Ensembles verschiedene Perspektiven auf dieses Thema – Schlaglichter einer gesellschaftlichen Debatte, die sich im Kern um die Fragen nach einem sozialen Miteinander und einer solidarischen Gesellschaft dreht.


Kategorie: Schauspiel

Die 1928 entstandene und am Berliner Ensemble uraufgeführte "Dreigroschenoper" ist eine bitterböse Analyse des Marktes. Auf der einen Seite die Großunternehmer, vertreten durch den skrupellosen Geschäftsmann Peachum, auf der anderen Mackie Messer, der berüchtigte anarchische Verbrecher: "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" Jonathan Peachum betreibt einen äußerst florierenden Handel mit der Ausstattung von Bettlern. Das Geschäft mit den "Ärmsten der Armen" läuft sehr gut. Doch dann erfährt er, daß seine Tochter Polly heimlich den Gangsterboss Mackie Messer geheiratet hat. Peachum tobt. Die einzige Lösung: Man muß Mackie an den Galgen bringen. Trotz Pollys Warnung verläßt der frischgebackene Ehemann die Stadt nicht, sondern besucht wieder einmal die Huren von Turnbridge. Eine von ihnen, Jenny, liefert ihn prompt ans Messer. Seine Hinrichtung scheint unabwendbar, bis ein "reitender Bote" der Königin erscheint und Mackies Freilassung sowie seine Erhebung in den Adelsstand verfügt.


Kategorie: Schauspiel

"Auf der Straße" untersucht das Thema der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Berlin. Was passiert mit einem Menschen, der sein Zuhause und damit seinen Schutzraum verliert? Inwiefern bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz? Warum sind Menschen, die Hilfe benötigen, sich selbst überlassen – in einem der reichsten Länder Europas? Was treibt eine Gesellschaft dazu an, sich zu entsolidarisieren? Und was hat diese Entwicklung mit jedem Einzelnen von uns zu tun? Von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen entwerfen gemeinsam mit SchauspielerInnen des Berliner Ensembles verschiedene Perspektiven auf dieses Thema – Schlaglichter einer gesellschaftlichen Debatte, die sich im Kern um die Fragen nach einem sozialen Miteinander und einer solidarischen Gesellschaft dreht.


Kategorie: Schauspiel

"Auf der Straße" untersucht das Thema der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Berlin. Was passiert mit einem Menschen, der sein Zuhause und damit seinen Schutzraum verliert? Inwiefern bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz? Warum sind Menschen, die Hilfe benötigen, sich selbst überlassen – in einem der reichsten Länder Europas? Was treibt eine Gesellschaft dazu an, sich zu entsolidarisieren? Und was hat diese Entwicklung mit jedem Einzelnen von uns zu tun? Von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen entwerfen gemeinsam mit SchauspielerInnen des Berliner Ensembles verschiedene Perspektiven auf dieses Thema – Schlaglichter einer gesellschaftlichen Debatte, die sich im Kern um die Fragen nach einem sozialen Miteinander und einer solidarischen Gesellschaft dreht.


Kategorie: Schauspiel

Die 1928 entstandene und am Berliner Ensemble uraufgeführte "Dreigroschenoper" ist eine bitterböse Analyse des Marktes. Auf der einen Seite die Großunternehmer, vertreten durch den skrupellosen Geschäftsmann Peachum, auf der anderen Mackie Messer, der berüchtigte anarchische Verbrecher: "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" Jonathan Peachum betreibt einen äußerst florierenden Handel mit der Ausstattung von Bettlern. Das Geschäft mit den "Ärmsten der Armen" läuft sehr gut. Doch dann erfährt er, daß seine Tochter Polly heimlich den Gangsterboss Mackie Messer geheiratet hat. Peachum tobt. Die einzige Lösung: Man muß Mackie an den Galgen bringen. Trotz Pollys Warnung verläßt der frischgebackene Ehemann die Stadt nicht, sondern besucht wieder einmal die Huren von Turnbridge. Eine von ihnen, Jenny, liefert ihn prompt ans Messer. Seine Hinrichtung scheint unabwendbar, bis ein "reitender Bote" der Königin erscheint und Mackies Freilassung sowie seine Erhebung in den Adelsstand verfügt.


Kategorie: Schauspiel

Der schwarze General Othello wird von den weißen Venezianern bewundert, solange er für sie siegt. Als er die reiche Desdemona heiratet, scheint sein Glück perfekt. Aber sein Fähnrich Jago sieht die Lücke, die der Teufel ließ. Er steigert die Sorge des Generals, dass er nur geduldet und nicht geliebt wird, ins Maßlose. Gegen die Wunden des alltäglichen Rassismus kann Desdemonas Liebe nichts ausrichten. Das Monster der Eifersucht erwacht und reißt alle in den Tod. Shakespeares Tragödie über den Fremden, der gebraucht und zugleich verachtet wird, trifft ins Herz aller Debatten über Diskriminierung. Solange die Stigmatisierung in den Strukturen reproduziert wird, sind die Verletzungen zu groß, als dass ein einzelner guter Mensch sie heilen könnte.


Kategorie: Schauspiel

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel. Nachdem sich der Autor und Regisseur Alexander Eisenach mit dem Paradebeispiel eines Hochstaplers der Literaturgeschichte befasste, schreibt er fürs Neue Haus unter dem Titel "Stunde der Hochstapler - Das Krull-Prinzip" eine Komödie über das Hochstapeln als Inbegriff der menschlichen Evolution. Was war die erste Lüge der Menschheit? Und führt die gegenwärtige Perfektionierung des Fake die Menschheit letztlich zur Abschaffung ihrer selbst?   We regularly present performances of "Felix Krull - Stunde der Hochstapler" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Mehrmals im Monat finden EINBLICKE: PRAXIS-Workshops statt. Diese 90-minütigen Workshops stellen eine konkrete Annäherung an Inhalt und ästhetische Prinzipien der jeweiligen Inszenierung dar. Hier erforschen Sie inhaltliche Fragen genauso wie ästhetische Formen und analysieren Figuren des Stücks sowie einzelne Themenaspekte. Theaterpädagogische Spiele und Schauspielübungen vermitteln Ihnen einen praktischen Zugang zum Theater. So werden Sie temporär zu Schauspielerinnen und Schauspielern, erhalten durch selbstgespielte, kleine Szenen Einblicke in Inhalt und Spiel auf der Bühne und treten mit uns und untereinander in Austausch. Am 17. Januar erforscht die Theaterpädagogin Geraldine Blomberg mit Ihnen theaterpraktisch die Inszenierung "Drei Mal Leben" in der Regie von Andrea Breth.


Kategorie: Workshop

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären? "Drei Mal Leben" begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten. Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie "Drei Mal Leben" ein Vexierbild gesellschaftlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet. In drei Variationen eines Abends begeben sich ihre Figuren auf die absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ringen um Selbstbestimmung und -verwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, die sie partout nicht loswerden.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Haben Sie Lust hinter die Kulissen des Berliner Ensembles zu schauen? Zu sehen, wie es auf, hinter und unter der Bühne, bei der Maske, im Kostümfundus oder bei der Requisite aussieht? Wir bieten regelmäßig Führungen an, die hinter die Kulissen des Theaterbetriebes gehen und Einblicke in die verschiedenen Abteilungen des Hauses eröffnen.                                  Die Führungen dauern 60 Minuten und kosten 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Karten können ausschließlich direkt über unsere Theaterkasse gebucht werden.


Kategorie: Führung

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären? "Drei Mal Leben" begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten. Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie "Drei Mal Leben" ein Vexierbild gesellschaftlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet. In drei Variationen eines Abends begeben sich ihre Figuren auf die absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ringen um Selbstbestimmung und -verwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, die sie partout nicht loswerden.


Kategorie: Schauspiel

Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist.- in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat.- in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist.- in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt.- in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird.- in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt.- in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren. Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.


Kategorie: Schauspiel

Sie wollen einmal hinter die Kulissen des Berliner Ensembles schauen? Wir bieten regelmäßig öffentliche Führungen mit Werner Riemann an, der seit über 60 Jahren am Haus ist und von Bertolt Brecht und Helene Weigel persönlich eingestellt wurde. Die Führungen kosten 5 Euro pro Person, ermäßigt 3 Euro und können nur direkt über die Theaterkasse gebucht werden. THEATERKASSE IM BERLINER ENSEMBLE Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin Montag bis Samstag 10.00 bis 18.30 Uhr Telefon 030/284-08-155 Fax 030/284-08-115 E-Mail theaterkasse@berliner-ensemble.de


Kategorie: Führung

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären? "Drei Mal Leben" begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten. Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie "Drei Mal Leben" ein Vexierbild gesellschaftlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet. In drei Variationen eines Abends begeben sich ihre Figuren auf die absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ringen um Selbstbestimmung und -verwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, die sie partout nicht loswerden.


Kategorie: Schauspiel

Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist.- in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat.- in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist.- in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt.- in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird.- in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt.- in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren. Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.


Kategorie: Schauspiel

"Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden. Ich bin älter geworden." Was so unschuldig beginnt, ändert sich plötzlich: "Ich bin verantwortlich geworden. Ich bin schuldig geworden." Ein Start in die Auseinandersetzung mit höheren und niedrigeren Ordnungsmächten. Handkes teils vergnügliche, teils bittere Sprachkritik entstand vor 50 Jahren im Kontext von sprechenden Titeln wie Hilferufe, Weissagung und, berühmterweise, Publikumsbeschimpfung. Spielerisch schickt Peter Handke seine*n Sprecher*in zur Beichte und nötigt ihm oder ihr eine Selbstbezichtigung ab, wie totalitäre Regime sie ihren Sünder*innen abnehmen. Damit zeigt er etwa die Nähe von Katholizismus und Kommunismus auf und diskutiert die bigotten gesellschaftlichen Schuldbegriffe, bis hin zum eigenen Medium: "Gegen welche Gesetze des Theaters habe ich mich vergangen?" Diese Beichte kann im Theater nur das Publikum abnehmen. Eine Produktion des Volkstheater Wien.


Kategorie: Schauspiel

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. "Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von 'Kunst' ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr." Yasmina Reza


Kategorie: Schauspiel

Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Erscheinen des Briefromans 1774 löste eine Selbstmordwelle aus, so sehr fanden die Zeitgenossen sich und ihr Schicksal in Werther wieder. In einem furiosen Soloabend vollzieht Isaak Dentler Werthers unbedingte Suche nach Liebe, Erfüllung und Glück nach.  VON UND MIT Isaak Dentler


Kategorie:

Ein weißes Blatt Papier, ein leerer Raum und plötzlich ist da etwas – eine Idee, ein Text, der unbedingt raus muss. Und schnell soll es gehen, am besten sofort, solange die Idee noch frisch ist. Im Werkraum findet das  Ensemble einen Ort für alles, was plötzlich auf-poppt und auf die Bühne drängt. MIT Wolfgang Michael


Kategorie:

Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Erscheinen des Briefromans 1774 löste eine Selbstmordwelle aus, so sehr fanden die Zeitgenossen sich und ihr Schicksal in Werther wieder. In einem furiosen Soloabend vollzieht Isaak Dentler Werthers unbedingte Suche nach Liebe, Erfüllung und Glück nach.  VON UND MIT Isaak Dentler


Kategorie:

Mit unserem neuen Format EINBLICKE: OPEN SPACE schaffen wir  zweimal im Monat einen Raum zum gemeinsamen Experimentieren und Theaterspielen. Wir öffnen unseren Werkraum für alle, die Lust haben das Theaterspielen kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Wir widmen uns unterschiedlichen Theaterstilen, testen das Improvisieren und fokussieren uns mal auf die Gestik und Mimik, mal auf die Stimme und mal auf den Text. Jüngere und ältere, Theaterneulinge und Theatererfahrene – alle sind willkommen!


Kategorie: Workshop

Wann ist der Mensch frei? Welche Grenzen hat die Freiheit? Ist Freiheit eine Illusion? Gibt es einen Unterschied zwischen individueller und kollektiver Freiheit? In welchem Verhältnis stehen Freiheit und Verantwortung? Freiheit und Solidarität? Freiheit und Sicherheit? Ist Freiheit das höchste Gut des Menschen?  MIT Michel Friedman, Bernhard Schlink


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Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist.- in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat.- in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist.- in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt.- in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird.- in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt.- in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren. Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.


Kategorie: Schauspiel

Das deutsche Wirtschaftswunder brauchte viele billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Abfällig wurden sie als „Gastarbeiter“ bezeichnet. In Fassbinders Katzelmacher von 1968 hockt eine Clique von Deutschen beisammen und schlägt die Zeit tot. Als der Gastarbeiter Jorgos eintrifft, um der Kleinunternehmerin des Ortes billig und willig zu Diensten zu sein, laufen die Projektionen Amok. Der Neid auf die vermeintliche Potenz des Fremden stachelt die Männer zur Gewalt an, während die Frauen ihre Sehnsüchte daran entzünden. Es dauert nicht lange und die Gruppe beschließt: Der Fremde muss weg. Doch die Geschäfte laufen zu gut und die Unternehmerin holt einen weiteren Gastarbeiter. Dessen Ankündigung löst bei Jorgos eine überraschende Reaktion aus. Michael Thalheimer setzt mit Katzelmacher seine Auseinandersetzung mit Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt fort.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

In regelmäßigen Abständen gibt das BE-Tanzorchester unter der Leitung von Jörg Gollasch Konzerte zum Besten und sorgt für die akustische Verköstigung des Premierenpublikums. In wechselnden Formationen singen Ensemble-SchauspielerInnen was ihr Herz begehrt und die Gitarrenriffs hergeben – und natürlich nur die Knüller, keine Füller.


Kategorie: Party

Das deutsche Wirtschaftswunder brauchte viele billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Abfällig wurden sie als „Gastarbeiter“ bezeichnet. In Fassbinders Katzelmacher von 1968 hockt eine Clique von Deutschen beisammen und schlägt die Zeit tot. Als der Gastarbeiter Jorgos eintrifft, um der Kleinunternehmerin des Ortes billig und willig zu Diensten zu sein, laufen die Projektionen Amok. Der Neid auf die vermeintliche Potenz des Fremden stachelt die Männer zur Gewalt an, während die Frauen ihre Sehnsüchte daran entzünden. Es dauert nicht lange und die Gruppe beschließt: Der Fremde muss weg. Doch die Geschäfte laufen zu gut und die Unternehmerin holt einen weiteren Gastarbeiter. Dessen Ankündigung löst bei Jorgos eine überraschende Reaktion aus. Michael Thalheimer setzt mit Katzelmacher seine Auseinandersetzung mit Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt fort.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist.- in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat.- in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist.- in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt.- in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird.- in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt.- in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren. Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.


Kategorie: Schauspiel

Die Lausbubengeschichten von Max und Moritz waren nicht immer unumstritten: In einigen Regionen wurden sie nach Erscheinen für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Der Grund liegt auf der Hand: Beleidigungen, mehrfache Sachbeschädigungen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Tierquälerei und schwere Körperverletzung – diese Straftatbestände müssen Max und Moritz vorgehalten werden. Antú Romero Nunes wird diesen bösen Ur-Comic nun in seine  Theatersprache übersetzen. Das Böse und die fehlende moralische Implikation interessieren ihn an dieser Erzählung genauso wie das, was man nicht auf den Bildern sieht und bislang nur ahnte ...


Kategorie: Schauspiel

Im Zentrum dieser Geschichte um Glaubensfreiheit in der Zeit der Gegenreformation steht die Familie Rott, die von der Glaubensspaltung innerhalb der christlichen Religion geteilt ist. Vater und Sohn (FAZ: Andreas Döhler "großartig nuanciert") sind lutherisch, Schwiegermutter und Frau (FAZ: "ebenfalls überwältigend: Stefanie Reinsperger") sind katholisch. Während die Familie nichts anders möchte, als unbehelligt ihr Leben zu führen, hat die Regierung andere Pläne. Ein kaiserlicher Reiter kommt in ihr Dorf und stellt die angeblich Falschgläubigen vor die Wahl, entweder ihr Zuhause, ihr bisheriges Leben aufzugeben oder von ihrem Glauben abzuschwören. Damit wird die Familie vor eine unerbittliche Zerreißprobe gestellt: Was ist man bereit aufzugeben? Wofür will man sich auf einen bedingungslosen Kampf einlassen? Welche Bindung ist die (über-)lebenswichtigste: diejenige an Menschen, an Räume, an Dinge oder an Überzeugungen? Schönherrs 1910 uraufgeführtes Volksstück zeigt, wohin es führt, wenn eine autoritäre Regierung beschließt, ihr Gebiet zu homogenisieren. "Thalheimer inszeniert die kammerspielartige Volkstragödie hochkonzentriert als bedrohliche Studie über die Grausamkeit des Glaubenskampfes. Ohne einen großen ästhetischen Überbau, so psychologisch feinfühlig wie selten..." (FAZ)


Kategorie: Schauspiel

Ein weißes Blatt Papier, ein leerer Raum und plötzlich ist da etwas – eine Idee, ein Text, der unbedingt raus muss. Und schnell soll es gehen, am besten sofort, solange die Idee noch frisch ist. Im WERKRAUM findet das Ensemble einen Ort für alles, was plötzlich auf-poppt und auf die Bühne drängt. Bald 20 Jahre gehört das "Zwergerl" – wie er sich selbst am liebsten nennt – Peter Luppa zum weltberühmten Berliner Ensemble. Immer wieder steht er auf der Bühne am Schiffbauerdamm – aktuell in Michael Thalheimers gefeierter Inszenierung von "Der kaukasische Kreidekreis" und "Baal" inszeniert von Ersan Montag! Jetzt erzählt uns Peter Luppa zum ersten Mal  live aus seinem heiteren und abenteuerlichen Leben!  Wie er sich als junges "Zwergerl" mit Glück und Talent auf den Weg zum Theater macht. Eine bewegende, mit Widerständen gepflasterte Weltreise, die Peter Luppa aus der Provinz über viele Stationen schließlich bis nach Berlin an das Theater am Schiffbauerdamm führt! Die Künste, egal welche, haben den "Zwerg" immer schon als Blickfang notwendig gebraucht. Wie sähe das Bild "Anbetung der Könige" von Botticelli ohne dem bärtigen, Messer und Schwert tragenden, in prunkvoller Kleidung daher kommenden "Zwerg" aus? Es bräche regelrecht auseinander, die Abwesenheit des "Zwerges" risse eine tödliche Kluft in das Bild, nicht allein in das Bild, eine Kluft zwischen die das Christuskind anbetenden Könige und dem Volk. Er bringt die unterschiedlichen Menschengruppen mit Gelassenheit zueinander – ob König oder Höfling, zeigt er euch: ihr seid in eurer Erscheinung alle gleich, ich bin das Wunder, das euch euer Wesen zeigt. Ein Theater-Abend mit Peter Luppa! 90 Minuten lachen, heulen, staunen und jubeln. Weitere Informationen zu unserer "PopUp"-Reihe und weitere Termine unter www.berliner-ensemble.de/pop-up.


Kategorie: Lesung

Ausgehend von seiner assoziativen Erkundung der Hochstaplerfigur "Felix Krull" von Thomas Mann im Großen Haus fragt Alexander Eisenach nun mit einem eigenen Stück im Neuen Haus weiter nach dem uns alle betreffenden Prinzip Krull: „Wann hat das angefangen, dass wir lügen? Ist die Erfindung der Lüge jener Moment, in dem sich das menschliche Bewusstsein manifestiert? Ist es der Moment, in dem wir beginnen aufrecht zu gehen? Uns unsere Umwelt zu Nutze zu machen und einen ungeheuren Zivilisationsprozess in Gang setzen? Haben wir uns über Jahrtausende an der Nase herumgeführt mit den Geschichten über uns selbst? Als Krone der Schöpfung? Ist dieses Menschheitstheater, dessen letzten Akt wir gerade sehen, nicht mehr als Hochstapelei?“


Kategorie: Schauspiel

Cornelia Koppetsch bringt die deutsche Gegenwart mit klugen und pointierten Analysen auf den Punkt. Ihre Gesellschaft des Zorns erreichte 2019 ein breites Publikum. Darin vertritt sie die These, dass die vielfältigen kulturellen, geographischen und politischen Grenzöffnungen zu einer Verunsicherung führen, die radikale Antworten provoziert. Ob die Zunahme polarisierender und moralisierender Positionen eine Folge davon ist, gilt es zu  besprechen. Cornelia Koppetsch ist Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt. MIT Cornelia Koppetsch, Bernd Stegemann


Kategorie: Gespräch

"Wir vernichten, was wir lieben", so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists Penthesilea auf den Punkt. Es ist eine kriegerische, auf Gewalt beruhende Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen. Auf dem Schlachtfeld müssen die Amazonen ihre Männer finden und besiegen, so will es das Gesetz. Kriegsheld Achill hat noch nie ein Gefecht verloren. Er fordert Penthesilea zum Zweikampf, in den er jedoch unbewaffnet zieht, um sich ihr als Unterlegener preiszugeben. Dies Liebesgeständnis verkennend tötet ihn die Amazone blind vor Leidenschaft in mörderischer Ekstase.  Michael Thalheimer inszeniert Kleists sprachliches Meisterwerk in einer auf drei Personen konzentrierten Fassung.


Kategorie: Schauspiel

Ausgehend von seiner assoziativen Erkundung der Hochstaplerfigur "Felix Krull" von Thomas Mann im Großen Haus fragt Alexander Eisenach nun mit einem eigenen Stück im Neuen Haus weiter nach dem uns alle betreffenden Prinzip Krull: „Wann hat das angefangen, dass wir lügen? Ist die Erfindung der Lüge jener Moment, in dem sich das menschliche Bewusstsein manifestiert? Ist es der Moment, in dem wir beginnen aufrecht zu gehen? Uns unsere Umwelt zu Nutze zu machen und einen ungeheuren Zivilisationsprozess in Gang setzen? Haben wir uns über Jahrtausende an der Nase herumgeführt mit den Geschichten über uns selbst? Als Krone der Schöpfung? Ist dieses Menschheitstheater, dessen letzten Akt wir gerade sehen, nicht mehr als Hochstapelei?“


Kategorie: Schauspiel

Sie wollen einmal hinter die Kulissen des Berliner Ensembles schauen? Wir bieten regelmäßig öffentliche Führungen mit Werner Riemann an, der seit über 60 Jahren am Haus ist und von Bertolt Brecht und Helene Weigel persönlich eingestellt wurde. Die Führungen kosten 5 Euro pro Person, ermäßigt 3 Euro und können nur direkt über die Theaterkasse gebucht werden. THEATERKASSE IM BERLINER ENSEMBLE Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin Montag bis Samstag 10.00 bis 18.30 Uhr Telefon 030/284-08-155 Fax 030/284-08-115 E-Mail theaterkasse@berliner-ensemble.de


Kategorie: Führung

"Wir vernichten, was wir lieben", so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists Penthesilea auf den Punkt. Es ist eine kriegerische, auf Gewalt beruhende Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen. Auf dem Schlachtfeld müssen die Amazonen ihre Männer finden und besiegen, so will es das Gesetz. Kriegsheld Achill hat noch nie ein Gefecht verloren. Er fordert Penthesilea zum Zweikampf, in den er jedoch unbewaffnet zieht, um sich ihr als Unterlegener preiszugeben. Dies Liebesgeständnis verkennend tötet ihn die Amazone blind vor Leidenschaft in mörderischer Ekstase.  Michael Thalheimer inszeniert Kleists sprachliches Meisterwerk in einer auf drei Personen konzentrierten Fassung.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Mehrmals im Monat finden EINBLICKE: PRAXIS-Workshops statt. Diese 90-minütigen Workshops stellen eine konkrete Annäherung an Inhalt und ästhetische Prinzipien der jeweiligen Inszenierung dar. Hier erforschen Sie inhaltliche Fragen genauso wie ästhetische Formen und analysieren Figuren des Stücks sowie einzelne Themenaspekte. Theaterpädagogische Spiele und Schauspielübungen vermitteln Ihnen einen praktischen Zugang zum Theater. So werden Sie temporär zu Schauspielerinnen und Schauspielern, erhalten durch selbstgespielte, kleine Szenen Einblicke in Inhalt und Spiel auf der Bühne und treten mit uns und untereinander in Austausch. Am 27. Februar erforscht die Theaterpädagogin Geraldine Blomberg mit Ihnen theaterpraktisch die Inszenierung "Katzelmacher" in der Regie von Michael Thalheimer.


Kategorie: Workshop

Das deutsche Wirtschaftswunder brauchte viele billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Abfällig wurden sie als „Gastarbeiter“ bezeichnet. In Fassbinders Katzelmacher von 1968 hockt eine Clique von Deutschen beisammen und schlägt die Zeit tot. Als der Gastarbeiter Jorgos eintrifft, um der Kleinunternehmerin des Ortes billig und willig zu Diensten zu sein, laufen die Projektionen Amok. Der Neid auf die vermeintliche Potenz des Fremden stachelt die Männer zur Gewalt an, während die Frauen ihre Sehnsüchte daran entzünden. Es dauert nicht lange und die Gruppe beschließt: Der Fremde muss weg. Doch die Geschäfte laufen zu gut und die Unternehmerin holt einen weiteren Gastarbeiter. Dessen Ankündigung löst bei Jorgos eine überraschende Reaktion aus. Michael Thalheimer setzt mit Katzelmacher seine Auseinandersetzung mit Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt fort.


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Mehrmals im Monat finden EINBLICKE: PRAXIS-Workshops statt. Diese 90-minütigen Workshops stellen eine konkrete Annäherung an Inhalt und ästhetische Prinzipien der jeweiligen Inszenierung dar. Hier erforschen Sie inhaltliche Fragen genauso wie ästhetische Formen und analysieren Figuren des Stücks sowie einzelne Themenaspekte. Theaterpädagogische Spiele und Schauspielübungen vermitteln Ihnen einen praktischen Zugang zum Theater. So werden Sie temporär zu Schauspielerinnen und Schauspielern, erhalten durch selbstgespielte, kleine Szenen Einblicke in Inhalt und Spiel auf der Bühne und treten mit uns und untereinander in Austausch. Am 28. Februar erforscht die Theaterpädagogin Geraldine Blomberg mit Ihnen theaterpraktisch die Inszenierung "Ubu Rex" in der Regie von Stef Lernous.


Kategorie: Workshop

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. "Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von 'Kunst' ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr." Yasmina Reza


Kategorie: Schauspiel

„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur  Ansichtssache der Mächtigen. Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen.- die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef  Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und  versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.


Kategorie: Schauspiel

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Ein Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Interpretation des Stoffes auseinandersetzen will. "The Best Theater in Europe in 2019": Die New York Times kürte "Baal" zu einer der besten Inszenierungen 2019 in Europa.   We regularly present performances of "Baal" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Erscheinen des Briefromans 1774 löste eine Selbstmordwelle aus, so sehr fanden die Zeitgenossen sich und ihr Schicksal in Werther wieder. In einem furiosen Soloabend vollzieht Isaak Dentler Werthers unbedingte Suche nach Liebe, Erfüllung und Glück nach.  VON UND MIT Isaak Dentler


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.02.20
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Baal(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Die Antigone des Sophokles(Julian Röder/Julian Röder) Guided Tour behind the scenes of Berliner Ensemble(Promo/) Felix Krull(JR Berliner Ensemble/JR Berliner Ensemble) EInblicke: Probe bei Ubu Rex(/) Einblicke: Open Space(Birte Zellentin/Birte Zellentin) Die Blechtrommel(Lukáš Horký/Flora Theatre Festival/Lukáš Horký/Flora Theatre Festival) Die Dreigroschenoper(Moritz Haase/Moritz Haase) Auf der Straße(Julian Röder/Julian Röder) Othello(Katrin Ribbe/Katrin Ribbe) Einblicke: Praxis zu Drei Mal Leben(Promo/) Drei Mal Leben(Bernd Uhlig/Bernd Uhlig) Führung hinter die Kulissen(Moritz Haase/Moritz Haase) Fahrenheit 451(Moritz Haase/Moritz Haase) Historische Führung mit Werner Riemann(Promo/) Selbstbezichtigung(Ulrike Rindermann / Volkstheater Wien/Ulrike Rindermann / Volkstheater Wien) "Kunst"(Promo/) Werthers Leiden(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Eine kurze Geschichte vom Fallen(Katharina Poblotzki/Katharina Poblotzki) Der Preis der Freiheit(Promo/) Katzelmacher(/) Premierenfeier mit dem BE-Tanzorchester(Moritz Haase/Moritz Haase) Max und Moritz(JR Berliner Ensemble/JR Berliner Ensemble) Glaube und Heimat(Matthias Horn/Matthias Horn) Auch Zwerge haben klein angefangen (Ihr Waldenten unseres Volkes)(Katharina Poblotzki/Katharina Poblotzki) Stunde der Hochstapler(Matthias Horn/Matthias Horn) Linke Melancholie #3(Moritz Haase/Moritz Haase) Penthesilea(Promo/) Einblicke: Workshop zu "Katzelmacher"(/) Einblicke: Praxis zu Ubu Rex(/)

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