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Spielplan für Januar 2020

„Champagner hat’s verschuldet, tralalalala“ – darauf einigen sich nach einer durchzechten Nacht voller Verwechslungen und erotischer Ausrutscher am Ende die Protagonisten in Johann Strauß’ FLEDERMAUS. Schuld ist aber nicht nur der Alkohol, sondern Verwirrung stiftet vor allem die Intrige des gedemütigten Dr. Falke, der einst in einem Fledermauskostüm dem Spott der Kleinstadtgesellschaft ausgesetzt war und jetzt seine Chance nutzt, um sich an seinem ‚guten Freund‘, dem Lebemann Gabriel von Eisenstein, zu rächen. Und so werden die Kammerzofe als Schauspielerin, die Gattin als ungarische Gräfin und Eisenstein selbst als französischer Marquis maskiert und auf den Ball des Prinzen Orlofsky geschickt. Dass darauf nur Katzenjammer am frühen Morgen im Gefängnis folgt, liegt dann auch weniger am Champagner als in der Natur der Dinge. Johann Strauß gelang mit seiner FLEDERMAUS der Prototyp der Wiener Operette – walzergeschwängert, polkabesessen und dabei voller bitterböser Ironie. Inspiriert von den Offenbachschen Opéras bouffes aus Paris wurde dem bürgerlichen Salonpublikum schonungslos der Spiegel vorgehalten – und mancher Zuschauer erkannte sich im abstrusen Bäumchen-wechseldich-Spiel auf der Bühne wieder.


Kategorie: Operette

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Crossover

Hänsel und Gretel sind die Kinder eines armen Besenbinders und seiner Frau. Als sie eines Tages übermütig spielen, anstatt ihre Arbeit zu erledigen, werden sie von der Mutter zur Strafe in den Wald geschickt, um Beeren zu sammeln. Kurz darauf kommt der Vater nach einem erfolgreichen Tag vergnügt und mit einem Korb voller leckerer Sachen heim. Er macht seiner Frau Vorwürfe wegen der Kinder, denn im Wald treibt eine gefährliche Hexe ihr Unwesen. Die Eltern machen sich auf die Suche nach ihren Kindern. Inzwischen haben Hänsel und Gretel ihre Körbchen gefüllt, aber vor lauter Hunger alle Beeren selbst verspeist. Als sie neue suchen wollen, merken sie, dass es bereits dunkel geworden ist. Sie haben sich im Wald verirrt. Sie beschließen, sich schlafen zu legen und sprechen ihr Abendgebet. Im Traum erleben sie wunderbare Dinge. Am nächsten Morgen finden sie sich vor einem seltsamen Haus aus Lebkuchen und Zuckerzeug wieder. Als sie davon naschen wollen, erscheint plötzlich die Hexe und nimmt sie gefangen. Hänsel soll im Ofen gebraten werden, doch durch eine List gelingt es den Kindern, statt dessen die Hexe in den Ofen zu stoßen. Im selben Augenblick weicht der Zauber, und all die vielen Kinder, die schon vorher durch die Hexe in Lebkuchen verwandelt wurden, erhalten ihre Gestalt wieder und werden befreit. Als dann auch die Eltern erscheinen, ist die Familie endlich wieder vereint. Glücklich gehen sie nach Hause. Seit über 100 Jahren gehört Engelbert Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL zu den beliebtesten Opern für die ganze Familie. Traditionell um Weihnachten herum aufgeführt, galt das Werk im Kreise der Familie Humperdinck zunächst als »Familienübel«. Adelheid Wette, die Schwester des Komponisten, hatte für ihre Kinder ein Märchenspiel nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm verfasst und ihren Bruder gebeten, einige Lieder daraus zu vertonen. Das Stück, im Familienjargon des Wagner-Enthusiasten Humperdinck ein »Kinderstuben-Weihfestspiel« genannt, sollte anlässlich des Geburtstages des Vaters aufgeführt werden. Was 1890 als Klavierversion das Licht der Welt erblickte, wurde drei Jahre später vom Komponisten als große Oper vollendet. Humperdinck hatte der Versuchung nicht widerstehen können, das Werk mit seinen eingängigen Melodien und der nicht nur für Kinder dramatischen Geschichte in ein zweistündiges sinfonisches Meisterwerk zu verwandeln. Es wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und bedeutet auch heute noch für viele Kinder die erste Begegnung mit der Welt der Oper. Musikalisch verbirgt das anspruchsvolle Werk seine Nähe zu Wagner nicht, vermag aber auch ungeübtere Ohren in seinen Bann zu ziehen. Geschickt platzierte »Evergreens« wie Ein Männlein steht im Walde, Abends wenn ich schlafen geh’, vierzehn Englein um mich stehn oder Der kleine Sandmann bin ich helfen bei der Orientierung und bleiben noch lange nach Verlöschen der Bühnenlichter in Erinnerung. Andreas Homoki und sein Bühnenbildner Wolfgang Gussmann erzählen die Geschichte kindergerecht und geradlinig. Der Opulenz der Musik setzen sie Leichtigkeit und eine poetische Bildersprache entgegen, die vor allem in den Nachtszenen im Wald ihren zauberhaften Höhepunkt erreicht. Natürlich fehlen auch Dramatik und theaterwirksame Gruseleffekte nicht, und der von allen Kindern sehnsüchtig erwartete Auftritt der Hexe wird spannend, aber nicht ohne Komik inszeniert. Schon Kinder ab etwa acht Jahren haben ihre Freude an Humperdincks Märchenspiel, in dem am Ende der Kampf gegen das Böse gewonnen wird und Hänsel und Gretel durch ihren Mut und ihren Einfallsreichtum nicht nur sich selbst, sondern auch all den anderen von der Hexe in Lebkuchen verwandelten Kindern den Weg in die Freiheit zeigen. »Regisseur Andreas Homoki will das Stück nicht missbrauchen für psychologische Spitzfindigkeiten oder ideologische Durchsagen. Er will ein Stück zeigen für Kinder. Mit Intelligenz und mit Spielwitz geht er zu Werk ... « [DeutschlandRadio Köln]


Kategorie: Oper

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Hänsel und Gretel sind die Kinder eines armen Besenbinders und seiner Frau. Als sie eines Tages übermütig spielen, anstatt ihre Arbeit zu erledigen, werden sie von der Mutter zur Strafe in den Wald geschickt, um Beeren zu sammeln. Kurz darauf kommt der Vater nach einem erfolgreichen Tag vergnügt und mit einem Korb voller leckerer Sachen heim. Er macht seiner Frau Vorwürfe wegen der Kinder, denn im Wald treibt eine gefährliche Hexe ihr Unwesen. Die Eltern machen sich auf die Suche nach ihren Kindern. Inzwischen haben Hänsel und Gretel ihre Körbchen gefüllt, aber vor lauter Hunger alle Beeren selbst verspeist. Als sie neue suchen wollen, merken sie, dass es bereits dunkel geworden ist. Sie haben sich im Wald verirrt. Sie beschließen, sich schlafen zu legen und sprechen ihr Abendgebet. Im Traum erleben sie wunderbare Dinge. Am nächsten Morgen finden sie sich vor einem seltsamen Haus aus Lebkuchen und Zuckerzeug wieder. Als sie davon naschen wollen, erscheint plötzlich die Hexe und nimmt sie gefangen. Hänsel soll im Ofen gebraten werden, doch durch eine List gelingt es den Kindern, statt dessen die Hexe in den Ofen zu stoßen. Im selben Augenblick weicht der Zauber, und all die vielen Kinder, die schon vorher durch die Hexe in Lebkuchen verwandelt wurden, erhalten ihre Gestalt wieder und werden befreit. Als dann auch die Eltern erscheinen, ist die Familie endlich wieder vereint. Glücklich gehen sie nach Hause. Seit über 100 Jahren gehört Engelbert Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL zu den beliebtesten Opern für die ganze Familie. Traditionell um Weihnachten herum aufgeführt, galt das Werk im Kreise der Familie Humperdinck zunächst als »Familienübel«. Adelheid Wette, die Schwester des Komponisten, hatte für ihre Kinder ein Märchenspiel nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm verfasst und ihren Bruder gebeten, einige Lieder daraus zu vertonen. Das Stück, im Familienjargon des Wagner-Enthusiasten Humperdinck ein »Kinderstuben-Weihfestspiel« genannt, sollte anlässlich des Geburtstages des Vaters aufgeführt werden. Was 1890 als Klavierversion das Licht der Welt erblickte, wurde drei Jahre später vom Komponisten als große Oper vollendet. Humperdinck hatte der Versuchung nicht widerstehen können, das Werk mit seinen eingängigen Melodien und der nicht nur für Kinder dramatischen Geschichte in ein zweistündiges sinfonisches Meisterwerk zu verwandeln. Es wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und bedeutet auch heute noch für viele Kinder die erste Begegnung mit der Welt der Oper. Musikalisch verbirgt das anspruchsvolle Werk seine Nähe zu Wagner nicht, vermag aber auch ungeübtere Ohren in seinen Bann zu ziehen. Geschickt platzierte »Evergreens« wie Ein Männlein steht im Walde, Abends wenn ich schlafen geh’, vierzehn Englein um mich stehn oder Der kleine Sandmann bin ich helfen bei der Orientierung und bleiben noch lange nach Verlöschen der Bühnenlichter in Erinnerung. Andreas Homoki und sein Bühnenbildner Wolfgang Gussmann erzählen die Geschichte kindergerecht und geradlinig. Der Opulenz der Musik setzen sie Leichtigkeit und eine poetische Bildersprache entgegen, die vor allem in den Nachtszenen im Wald ihren zauberhaften Höhepunkt erreicht. Natürlich fehlen auch Dramatik und theaterwirksame Gruseleffekte nicht, und der von allen Kindern sehnsüchtig erwartete Auftritt der Hexe wird spannend, aber nicht ohne Komik inszeniert. Schon Kinder ab etwa acht Jahren haben ihre Freude an Humperdincks Märchenspiel, in dem am Ende der Kampf gegen das Böse gewonnen wird und Hänsel und Gretel durch ihren Mut und ihren Einfallsreichtum nicht nur sich selbst, sondern auch all den anderen von der Hexe in Lebkuchen verwandelten Kindern den Weg in die Freiheit zeigen. »Regisseur Andreas Homoki will das Stück nicht missbrauchen für psychologische Spitzfindigkeiten oder ideologische Durchsagen. Er will ein Stück zeigen für Kinder. Mit Intelligenz und mit Spielwitz geht er zu Werk ... « [DeutschlandRadio Köln]


Kategorie: Oper

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Eigentlich ist es ein Boot. Damit kann man über das Meer fahren. Aber dann fehlt an Land ja der Spazierstock oder bei Regen ein Schirm! Wie gut, dass die Musiker*innen nicht alleine sind und gemeinsam viele Ideen haben, wie man mit wenigen Requisiten und viel Musik allerlei Abenteuer erleben kann. In diesem Mitmachkonzert sind Kleinkinder eingeladen, in gemütlichem Rahmen auf einem großen roten Teppich neue Klangwelten zu erleben, sich zu bewegen und Musik zu erleben.


Kategorie: Klassik

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Sommer 1789. Im Schloss der Contessa di Coigny wird ein Fest vorbereitet. Carlo Gérard, Diener im Hause der Contessa, schreit seinen Hass auf die Dekadenz der französischen Aristokratie heraus. Sein alter Vater muss von früh bis spät schuften, er selbst, der mit der Tochter des Hauses, Maddalena di Coigny, aufgewachsen ist und sie heimlich, aber aussichtslos liebt, führt ein würdeloses Dasein als Lakai. Die politische Lage ist angespannt. Doch als die Ballgesellschaft schließlich eintrifft, versucht man sich mit Schäferspielen von den beunruhigenden Nachrichten aus Paris abzulenken. Unter den Gästen befindet sich auch der junge Dichter Andrea Chénier. Maddalena fordert ihn auf, eines seiner Gedichte vorzutragen. Er singt von der Liebe und beklagt die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände so eindringlich, dass sie tief betroffen den Saal verlässt. Da öffnen sich plötzlich die Türen und eine aufgewühlte Menschenmenge, angeführt von Gérard, schockiert die Ballgäste. Doch der Contessa gelingt es, die Menschen zurückzuweisen. Der Tanz geht weiter. Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres. Gérard ist Ankläger beim Revolutionstribunal geworden.- Maddalena lebt verarmt in Paris, nur unterstützt von ihrer ehemaligen Zofe Bersi, die sich als Kurtisane durchschlägt. Chénier wird wegen seiner Gedichte gegen die Schreckensherrschaft Robespierres verfolgt. Obwohl ihn sein Freund Roucher eindringlich bittet, Paris zu verlassen, weigert er sich, denn er hat sich in eine Unbekannte verliebt, die ihm heimlich Briefe schreibt. Die Unbekannte ist Maddalena. Als sich die beiden bei einem nächtlichen Treffen ihre Liebe gestehen, werden sie von Gérard überrascht, der Maddalena seit einiger Zeit durch seine Spitzel suchen ließ. Es kommt zum Kampf, bei dem Gérard verwundet wird. Gérard bittet seinen Rivalen, mit Maddalena zu fliehen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf einer Sitzung des Revolutionstribunals einige Zeit später unterzeichnet er dennoch die Anklageschrift gegen Chénier, den er ohnehin für verloren hält. Um ihren Geliebten zu retten, bietet Maddalena Gérard ihren Körper an. Gerührt von ihrer Liebe, schwört Gérard, den Dichter vor dem Tribunal zu verteidigen, doch vergebens. Chénier wird zum Tode verurteilt. Am Abend vor seiner Hinrichtung verschafft sich Maddalena mit Gérards Hilfe Zugang zum Gefängnis und besticht einen der Schließer, sie an Stelle einer anderen Verurteilten in Haft zu nehmen. Die beiden Liebenden erwarten gemeinsam den Tod. Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos ANDREA CHENIER zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten »verismo«, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter CAVALLERIA RUSTICANA als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das »Ça ira«, die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter Andrea Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Maddalena wird vor diesem Hintergrund um so anrührender. »Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äußere Aktualisierung auf verblüffende Weise.« [Nürnberger Zeitung]


Kategorie: Oper

Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, das bäuerliche Leben auf dem mährischen Dorf unterm Brennglas: Wir folgen den Figuren durch die Jahreszeiten, erleben einen hitzigen, brutalen Sommer, auf den ein eisiger, grausamer Winter folgt. Im beginnenden Frühling werden wir Zeugen eines Fests, das keines ist. Die tragische Hochzeit mündet in ein großes Schuldeingeständnis und offenbart den Humanisten Leos Janácek. Gewalt und Schande, Kindsmord, Schuld und Sühne. All das will uns der Komponist vor Augen und Ohren führen, der unbeherrscht Aufbrausende, der bei seinen Landsleuten in Ungnade gefallen war, nachdem er sich abfällig über Smetana geäußert hatte. Mit JENUFA läuft er nun Gefahr, sich auch musikalisch und stilistisch zu isolieren. Welcher Komponist blieb – als hätte es Wagner nie gegeben – noch so in Arien und Phrasenwiederholungen verhaftet? Wer verband diese so selbstverständlich mit den neu aufkommenden veristischen Formen? Ungewöhnlich war auch, dass Janácek das Werk auf einen Prosatext – Gabriela Preissovás Její pastorkyna [Ihre Ziehtochter] – komponierte, immer in dem Bestreben, zum Kern seiner Figuren vorzudringen, ihren Charakter peinlich genau abzubilden, ihren individuellen Sprachrhythmus. Die Sprachmelodien seiner mährischen Heimat zu skizzieren war für ihn »Aktzeichnen der Musik«. JENUFA hatte viele Umwege zu gehen, bis der verdiente Erfolg sich einstellte. Nach der Uraufführung 1904 in Brünn wurde die Oper vielfach abgeändert und nur wenige Male aufgeführt, in Prag erst 1916. Max Brod sah eine Aufführung im Nationaltheater und schrieb im Anschluss in der Berliner Weltbühne ein flammendes Plädoyer für das »tschechische Opernglück«. Als Leos Janácek eines darauffolgenden Sonntags den Schriftsteller aus dem Bett klingelte und ihn überredete, JENUFA ins Deutsche zu übersetzen, muss dies seine letzte Hoffnung gewesen sein, mit Hilfe seines bekannten Fürsprechers ein breiteres Publikum für das kühne Werk zu interessieren. Der Plan ging auf: Nach Aufführungen in Wien und Köln 1918 folgte 1924 die Berliner Erstaufführung. Von hier aus ging das Stück um die Welt.


Kategorie: Oper

„Da es sich beim Jazz um eine der faszinierendsten Sprachen handelt, liegt es nahe, ihn mit Text und Poesie zu verbinden.“ Die BigBand der Deutschen Oper Berlin präsentiert in ihrer Jazz-Reihe „Jazz & Lyrics“ in der Tischlerei fünf thematische Jazz-Konzerte mit Mitgliedern der BigBand und Gästen in kleineren Formationen. Die Konzerte widmen sich einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Komponisten und fusionieren Musik mit Lyrik. Texte, Biografisches und Poesie sowie Hintergrund-Informationen zum jeweiligen Thema machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Das künstlerische Programm stellen Rüdiger Ruppert und Sebastian Krol zusammen.


Kategorie: Klassik

Erinnerung in Wort und Musik an vier ehemaliger Mitglieder des Orchesters des Deutschen Opernhauses, die unter der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft vertrieben oder ermordet wurden. Mit ihrer Kammermusik-Reihe haben sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin einen Wunsch erfüllt: Inspiriert von zentralen Produktionen des Opernspielplans, stellen sie Konzertprogramme mit Werken zusammen, die ihnen persönlich am Herzen liegen. Dabei werden sie von Sängern aus dem Ensemble des Hauses, aber auch von Gästen unterstützt.


Kategorie: Klassik

Rund 550 festangestellte Mitarbeiter und viele Gastkünstler sorgen täglich auf, vor und hinter der Bühne dafür, dass an der Deutschen Oper Berlin „der Lappen hochgeht“ und das Publikum das Haus um unvergessliche Eindrücke reicher wieder verlässt. Alle können wir Ihnen in der Veranstaltungsreihe OPERNWERKSTATT nicht auf einmal vorstellen. Doch wer die OPERNWERKSTATT regelmäßig besucht, wird sie allmählich kennenlernen: die klugen Köpfe, die hinter dem Gesamtkunstwerk Oper stecken, die Träume, Gedanken, Gefühle und Ambitionen, die sich mit ihm verbinden. Die OPERNWERKSTATT bringt Sie ins Gespräch mit Regisseuren, Dirigenten, Sängern, mit der Studienleiterin, Dramaturgen, Theatermachern. Jeder Termin beginnt mit dem Besuch einer szenischen oder musikalischen Probe. Nach dem Blick in die Werkstatt stellen wir Ihnen das entstehende Projekt vor und beantworten Ihre Fragen. Damit Sie sehen, was uns bewegt.


Kategorie: Crossover

Für das „Mobile Musiktheater“ reisen wir mit leichtem Gepäck, ohne aufwändiges Bühnenbild, denn wir spielen vor Ort, in den Kitas. Kinder sind ein tolles Publikum: offen, neugierig, begeistert. Sie vermissen weder Vorhang noch Orchestergraben und haben keine feste Vorstellung davon, wie ein Publikum sich verhalten soll. Kinder sind geborene Forscher*innen. Zwei Musiker*innen besuchen sie mit ihrer Ausrüstung in der Kita und gehen mit ihnen auf musiktheatrale Forschungsreise. Gemeinsam fragen sie sich: Wie entstehen Töne? Woraus besteht Musik? Wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Für „Expedition TIRILI“ arbeiten wir mit Kindern aus unserer Kooperations-Kita Kastanienallee zusammen. Im Vorfeld wurde in der Kita mit Klängen und Themen experimentiert. Dieser Prozess floss in die Entwicklung der Inszenierung mit ein. *** Voraussetzungen für die Buchung: Wir spielen in Kitas in Berlin und Umgebung, bei weiter Anreise unter Vorbehalt / nach Absprache. Die Veranstaltung ist für ein Publikum von bis zu 40 Kindern konzipiert. Für größere Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Doppelvorstellungen an. Zum Spielen wird eine freie, saubere Spielfläche von mindestens 4 mal 3 Metern sowie ausreichend Platz für die zuschauenden Kinder benötigt. Die Darsteller*innen benötigen außerdem einen abschließbaren Raum zum Einsingen und Umziehen. Weitere Termine im Mai und Juni 2020 in Planung.


Kategorie: Kinder & Jugend

Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, das bäuerliche Leben auf dem mährischen Dorf unterm Brennglas: Wir folgen den Figuren durch die Jahreszeiten, erleben einen hitzigen, brutalen Sommer, auf den ein eisiger, grausamer Winter folgt. Im beginnenden Frühling werden wir Zeugen eines Fests, das keines ist. Die tragische Hochzeit mündet in ein großes Schuldeingeständnis und offenbart den Humanisten Leos Janácek. Gewalt und Schande, Kindsmord, Schuld und Sühne. All das will uns der Komponist vor Augen und Ohren führen, der unbeherrscht Aufbrausende, der bei seinen Landsleuten in Ungnade gefallen war, nachdem er sich abfällig über Smetana geäußert hatte. Mit JENUFA läuft er nun Gefahr, sich auch musikalisch und stilistisch zu isolieren. Welcher Komponist blieb – als hätte es Wagner nie gegeben – noch so in Arien und Phrasenwiederholungen verhaftet? Wer verband diese so selbstverständlich mit den neu aufkommenden veristischen Formen? Ungewöhnlich war auch, dass Janácek das Werk auf einen Prosatext – Gabriela Preissovás Její pastorkyna [Ihre Ziehtochter] – komponierte, immer in dem Bestreben, zum Kern seiner Figuren vorzudringen, ihren Charakter peinlich genau abzubilden, ihren individuellen Sprachrhythmus. Die Sprachmelodien seiner mährischen Heimat zu skizzieren war für ihn »Aktzeichnen der Musik«. JENUFA hatte viele Umwege zu gehen, bis der verdiente Erfolg sich einstellte. Nach der Uraufführung 1904 in Brünn wurde die Oper vielfach abgeändert und nur wenige Male aufgeführt, in Prag erst 1916. Max Brod sah eine Aufführung im Nationaltheater und schrieb im Anschluss in der Berliner Weltbühne ein flammendes Plädoyer für das »tschechische Opernglück«. Als Leos Janácek eines darauffolgenden Sonntags den Schriftsteller aus dem Bett klingelte und ihn überredete, JENUFA ins Deutsche zu übersetzen, muss dies seine letzte Hoffnung gewesen sein, mit Hilfe seines bekannten Fürsprechers ein breiteres Publikum für das kühne Werk zu interessieren. Der Plan ging auf: Nach Aufführungen in Wien und Köln 1918 folgte 1924 die Berliner Erstaufführung. Von hier aus ging das Stück um die Welt.


Kategorie: Oper

Sommer 1789. Im Schloss der Contessa di Coigny wird ein Fest vorbereitet. Carlo Gérard, Diener im Hause der Contessa, schreit seinen Hass auf die Dekadenz der französischen Aristokratie heraus. Sein alter Vater muss von früh bis spät schuften, er selbst, der mit der Tochter des Hauses, Maddalena di Coigny, aufgewachsen ist und sie heimlich, aber aussichtslos liebt, führt ein würdeloses Dasein als Lakai. Die politische Lage ist angespannt. Doch als die Ballgesellschaft schließlich eintrifft, versucht man sich mit Schäferspielen von den beunruhigenden Nachrichten aus Paris abzulenken. Unter den Gästen befindet sich auch der junge Dichter Andrea Chénier. Maddalena fordert ihn auf, eines seiner Gedichte vorzutragen. Er singt von der Liebe und beklagt die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände so eindringlich, dass sie tief betroffen den Saal verlässt. Da öffnen sich plötzlich die Türen und eine aufgewühlte Menschenmenge, angeführt von Gérard, schockiert die Ballgäste. Doch der Contessa gelingt es, die Menschen zurückzuweisen. Der Tanz geht weiter. Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres. Gérard ist Ankläger beim Revolutionstribunal geworden.- Maddalena lebt verarmt in Paris, nur unterstützt von ihrer ehemaligen Zofe Bersi, die sich als Kurtisane durchschlägt. Chénier wird wegen seiner Gedichte gegen die Schreckensherrschaft Robespierres verfolgt. Obwohl ihn sein Freund Roucher eindringlich bittet, Paris zu verlassen, weigert er sich, denn er hat sich in eine Unbekannte verliebt, die ihm heimlich Briefe schreibt. Die Unbekannte ist Maddalena. Als sich die beiden bei einem nächtlichen Treffen ihre Liebe gestehen, werden sie von Gérard überrascht, der Maddalena seit einiger Zeit durch seine Spitzel suchen ließ. Es kommt zum Kampf, bei dem Gérard verwundet wird. Gérard bittet seinen Rivalen, mit Maddalena zu fliehen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf einer Sitzung des Revolutionstribunals einige Zeit später unterzeichnet er dennoch die Anklageschrift gegen Chénier, den er ohnehin für verloren hält. Um ihren Geliebten zu retten, bietet Maddalena Gérard ihren Körper an. Gerührt von ihrer Liebe, schwört Gérard, den Dichter vor dem Tribunal zu verteidigen, doch vergebens. Chénier wird zum Tode verurteilt. Am Abend vor seiner Hinrichtung verschafft sich Maddalena mit Gérards Hilfe Zugang zum Gefängnis und besticht einen der Schließer, sie an Stelle einer anderen Verurteilten in Haft zu nehmen. Die beiden Liebenden erwarten gemeinsam den Tod. Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos ANDREA CHENIER zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten »verismo«, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter CAVALLERIA RUSTICANA als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das »Ça ira«, die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter Andrea Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Maddalena wird vor diesem Hintergrund um so anrührender. »Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äußere Aktualisierung auf verblüffende Weise.« [Nürnberger Zeitung]


Kategorie: Oper

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise zeigt ihn gleichermaßen als Nachfolger Verdis wie als Vertreter des Verismo. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper

Sommer 1789. Im Schloss der Contessa di Coigny wird ein Fest vorbereitet. Carlo Gérard, Diener im Hause der Contessa, schreit seinen Hass auf die Dekadenz der französischen Aristokratie heraus. Sein alter Vater muss von früh bis spät schuften, er selbst, der mit der Tochter des Hauses, Maddalena di Coigny, aufgewachsen ist und sie heimlich, aber aussichtslos liebt, führt ein würdeloses Dasein als Lakai. Die politische Lage ist angespannt. Doch als die Ballgesellschaft schließlich eintrifft, versucht man sich mit Schäferspielen von den beunruhigenden Nachrichten aus Paris abzulenken. Unter den Gästen befindet sich auch der junge Dichter Andrea Chénier. Maddalena fordert ihn auf, eines seiner Gedichte vorzutragen. Er singt von der Liebe und beklagt die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände so eindringlich, dass sie tief betroffen den Saal verlässt. Da öffnen sich plötzlich die Türen und eine aufgewühlte Menschenmenge, angeführt von Gérard, schockiert die Ballgäste. Doch der Contessa gelingt es, die Menschen zurückzuweisen. Der Tanz geht weiter. Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres. Gérard ist Ankläger beim Revolutionstribunal geworden.- Maddalena lebt verarmt in Paris, nur unterstützt von ihrer ehemaligen Zofe Bersi, die sich als Kurtisane durchschlägt. Chénier wird wegen seiner Gedichte gegen die Schreckensherrschaft Robespierres verfolgt. Obwohl ihn sein Freund Roucher eindringlich bittet, Paris zu verlassen, weigert er sich, denn er hat sich in eine Unbekannte verliebt, die ihm heimlich Briefe schreibt. Die Unbekannte ist Maddalena. Als sich die beiden bei einem nächtlichen Treffen ihre Liebe gestehen, werden sie von Gérard überrascht, der Maddalena seit einiger Zeit durch seine Spitzel suchen ließ. Es kommt zum Kampf, bei dem Gérard verwundet wird. Gérard bittet seinen Rivalen, mit Maddalena zu fliehen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf einer Sitzung des Revolutionstribunals einige Zeit später unterzeichnet er dennoch die Anklageschrift gegen Chénier, den er ohnehin für verloren hält. Um ihren Geliebten zu retten, bietet Maddalena Gérard ihren Körper an. Gerührt von ihrer Liebe, schwört Gérard, den Dichter vor dem Tribunal zu verteidigen, doch vergebens. Chénier wird zum Tode verurteilt. Am Abend vor seiner Hinrichtung verschafft sich Maddalena mit Gérards Hilfe Zugang zum Gefängnis und besticht einen der Schließer, sie an Stelle einer anderen Verurteilten in Haft zu nehmen. Die beiden Liebenden erwarten gemeinsam den Tod. Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos ANDREA CHENIER zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten »verismo«, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter CAVALLERIA RUSTICANA als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das »Ça ira«, die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter Andrea Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Maddalena wird vor diesem Hintergrund um so anrührender. »Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äußere Aktualisierung auf verblüffende Weise.« [Nürnberger Zeitung]


Kategorie: Oper

Für das „Mobile Musiktheater“ reisen wir mit leichtem Gepäck, ohne aufwändiges Bühnenbild, denn wir spielen vor Ort, in den Kitas. Kinder sind ein tolles Publikum: offen, neugierig, begeistert. Sie vermissen weder Vorhang noch Orchestergraben und haben keine feste Vorstellung davon, wie ein Publikum sich verhalten soll. Kinder sind geborene Forscher*innen. Zwei Musiker*innen besuchen sie mit ihrer Ausrüstung in der Kita und gehen mit ihnen auf musiktheatrale Forschungsreise. Gemeinsam fragen sie sich: Wie entstehen Töne? Woraus besteht Musik? Wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Für „Expedition TIRILI“ arbeiten wir mit Kindern aus unserer Kooperations-Kita Kastanienallee zusammen. Im Vorfeld wurde in der Kita mit Klängen und Themen experimentiert. Dieser Prozess floss in die Entwicklung der Inszenierung mit ein. *** Voraussetzungen für die Buchung: Wir spielen in Kitas in Berlin und Umgebung, bei weiter Anreise unter Vorbehalt / nach Absprache. Die Veranstaltung ist für ein Publikum von bis zu 40 Kindern konzipiert. Für größere Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Doppelvorstellungen an. Zum Spielen wird eine freie, saubere Spielfläche von mindestens 4 mal 3 Metern sowie ausreichend Platz für die zuschauenden Kinder benötigt. Die Darsteller*innen benötigen außerdem einen abschließbaren Raum zum Einsingen und Umziehen. Weitere Termine im Mai und Juni 2020 in Planung.


Kategorie: Kinder & Jugend

Für das „Mobile Musiktheater“ reisen wir mit leichtem Gepäck, ohne aufwändiges Bühnenbild, denn wir spielen vor Ort, in den Kitas. Kinder sind ein tolles Publikum: offen, neugierig, begeistert. Sie vermissen weder Vorhang noch Orchestergraben und haben keine feste Vorstellung davon, wie ein Publikum sich verhalten soll. Kinder sind geborene Forscher*innen. Zwei Musiker*innen besuchen sie mit ihrer Ausrüstung in der Kita und gehen mit ihnen auf musiktheatrale Forschungsreise. Gemeinsam fragen sie sich: Wie entstehen Töne? Woraus besteht Musik? Wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Für „Expedition TIRILI“ arbeiten wir mit Kindern aus unserer Kooperations-Kita Kastanienallee zusammen. Im Vorfeld wurde in der Kita mit Klängen und Themen experimentiert. Dieser Prozess floss in die Entwicklung der Inszenierung mit ein. *** Voraussetzungen für die Buchung: Wir spielen in Kitas in Berlin und Umgebung, bei weiter Anreise unter Vorbehalt / nach Absprache. Die Veranstaltung ist für ein Publikum von bis zu 40 Kindern konzipiert. Für größere Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Doppelvorstellungen an. Zum Spielen wird eine freie, saubere Spielfläche von mindestens 4 mal 3 Metern sowie ausreichend Platz für die zuschauenden Kinder benötigt. Die Darsteller*innen benötigen außerdem einen abschließbaren Raum zum Einsingen und Umziehen. Weitere Termine im Mai und Juni 2020 in Planung.


Kategorie: Kinder & Jugend

Für das „Mobile Musiktheater“ reisen wir mit leichtem Gepäck, ohne aufwändiges Bühnenbild, denn wir spielen vor Ort, in den Kitas. Kinder sind ein tolles Publikum: offen, neugierig, begeistert. Sie vermissen weder Vorhang noch Orchestergraben und haben keine feste Vorstellung davon, wie ein Publikum sich verhalten soll. Kinder sind geborene Forscher*innen. Zwei Musiker*innen besuchen sie mit ihrer Ausrüstung in der Kita und gehen mit ihnen auf musiktheatrale Forschungsreise. Gemeinsam fragen sie sich: Wie entstehen Töne? Woraus besteht Musik? Wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Für „Expedition TIRILI“ arbeiten wir mit Kindern aus unserer Kooperations-Kita Kastanienallee zusammen. Im Vorfeld wurde in der Kita mit Klängen und Themen experimentiert. Dieser Prozess floss in die Entwicklung der Inszenierung mit ein. *** Voraussetzungen für die Buchung: Wir spielen in Kitas in Berlin und Umgebung, bei weiter Anreise unter Vorbehalt / nach Absprache. Die Veranstaltung ist für ein Publikum von bis zu 40 Kindern konzipiert. Für größere Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Doppelvorstellungen an. Zum Spielen wird eine freie, saubere Spielfläche von mindestens 4 mal 3 Metern sowie ausreichend Platz für die zuschauenden Kinder benötigt. Die Darsteller*innen benötigen außerdem einen abschließbaren Raum zum Einsingen und Umziehen. Weitere Termine im Mai und Juni 2020 in Planung.


Kategorie: Kinder & Jugend

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise zeigt ihn gleichermaßen als Nachfolger Verdis wie als Vertreter des Verismo. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, das bäuerliche Leben auf dem mährischen Dorf unterm Brennglas: Wir folgen den Figuren durch die Jahreszeiten, erleben einen hitzigen, brutalen Sommer, auf den ein eisiger, grausamer Winter folgt. Im beginnenden Frühling werden wir Zeugen eines Fests, das keines ist. Die tragische Hochzeit mündet in ein großes Schuldeingeständnis und offenbart den Humanisten Leos Janácek. Gewalt und Schande, Kindsmord, Schuld und Sühne. All das will uns der Komponist vor Augen und Ohren führen, der unbeherrscht Aufbrausende, der bei seinen Landsleuten in Ungnade gefallen war, nachdem er sich abfällig über Smetana geäußert hatte. Mit JENUFA läuft er nun Gefahr, sich auch musikalisch und stilistisch zu isolieren. Welcher Komponist blieb – als hätte es Wagner nie gegeben – noch so in Arien und Phrasenwiederholungen verhaftet? Wer verband diese so selbstverständlich mit den neu aufkommenden veristischen Formen? Ungewöhnlich war auch, dass Janácek das Werk auf einen Prosatext – Gabriela Preissovás Její pastorkyna [Ihre Ziehtochter] – komponierte, immer in dem Bestreben, zum Kern seiner Figuren vorzudringen, ihren Charakter peinlich genau abzubilden, ihren individuellen Sprachrhythmus. Die Sprachmelodien seiner mährischen Heimat zu skizzieren war für ihn »Aktzeichnen der Musik«. JENUFA hatte viele Umwege zu gehen, bis der verdiente Erfolg sich einstellte. Nach der Uraufführung 1904 in Brünn wurde die Oper vielfach abgeändert und nur wenige Male aufgeführt, in Prag erst 1916. Max Brod sah eine Aufführung im Nationaltheater und schrieb im Anschluss in der Berliner Weltbühne ein flammendes Plädoyer für das »tschechische Opernglück«. Als Leos Janácek eines darauffolgenden Sonntags den Schriftsteller aus dem Bett klingelte und ihn überredete, JENUFA ins Deutsche zu übersetzen, muss dies seine letzte Hoffnung gewesen sein, mit Hilfe seines bekannten Fürsprechers ein breiteres Publikum für das kühne Werk zu interessieren. Der Plan ging auf: Nach Aufführungen in Wien und Köln 1918 folgte 1924 die Berliner Erstaufführung. Von hier aus ging das Stück um die Welt.


Kategorie: Oper

Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bieten wir Workshops für Kinder mit einem Eltern- oder Großelternteil an. Dabei ist Mitmachen gefragt: Mit Stimme, Theaterspiel und einfachen Instrumenten entdeckt Ihr das Stück und die Inszenierung.


Kategorie: Crossover

Kaum ein anderes Werk der Weltliteratur atmet derart Musik wie William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Elfen tanzen nachts im sommerlich verzauberten Wald und singen die Feenkönigin Titania in den Schlaf. Musik begleitet die Hochzeitsfeier des Königspaars Hippolyta und Theseus sowie der jungen Liebespaare Hermia und Lysander und Helena und Demetrius – wenn sie sich nach einem erotischen Reigen des Begehrens und Enttäuschens, der Verwechslungen und Verwirrungen in der Mittsommernacht letztlich gefunden haben. Und Musik erklingt auch im derb-lustigen Spiel im Spiel „Pyramus und Thisbe“ – aufgeführt von sechs »hochbegabten « Handwerkern. Über die Jahrhunderte hat „Ein Sommernachtstraum“ Musiker inspiriert. Als dauerhaft erfolgreiche Oper kam das Stück aber erst gut 360 Jahre nach seiner Entstehung auf die Bühne, mit Brittens 1960 uraufgeführter Vertonung. Hierfür hatte er den shakespearschen Originaltext eingerichtet und ihn als ein märchenhaft leichtes, immer wieder geistreich mit Referenzen an die Operngeschichte spielendes Meisterwerk vertont. An der Deutschen Oper Berlin setzt Donald Runnicles mit A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM nun seinen Britten-Zyklus fort. Es inszeniert der junge amerikanische Regisseur Ted Huffman, der nach einer Reihe von Regiearbeiten in Frankreich im deutschsprachigen Raum zuletzt mit seinen Inszenierungen von Händels RINALDO in Frankfurt, MADAMA BUTTERFLY am Opernhaus Zürich und SALOME an der Oper Köln auf sich aufmerksam machte.


Kategorie: Oper

Kaum ein anderes Werk der Weltliteratur atmet derart Musik wie William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Elfen tanzen nachts im sommerlich verzauberten Wald und singen die Feenkönigin Titania in den Schlaf. Musik begleitet die Hochzeitsfeier des Königspaars Hippolyta und Theseus sowie der jungen Liebespaare Hermia und Lysander und Helena und Demetrius – wenn sie sich nach einem erotischen Reigen des Begehrens und Enttäuschens, der Verwechslungen und Verwirrungen in der Mittsommernacht letztlich gefunden haben. Und Musik erklingt auch im derb-lustigen Spiel im Spiel „Pyramus und Thisbe“ – aufgeführt von sechs »hochbegabten « Handwerkern. Über die Jahrhunderte hat „Ein Sommernachtstraum“ Musiker inspiriert. Als dauerhaft erfolgreiche Oper kam das Stück aber erst gut 360 Jahre nach seiner Entstehung auf die Bühne, mit Brittens 1960 uraufgeführter Vertonung. Hierfür hatte er den shakespearschen Originaltext eingerichtet und ihn als ein märchenhaft leichtes, immer wieder geistreich mit Referenzen an die Operngeschichte spielendes Meisterwerk vertont. An der Deutschen Oper Berlin setzt Donald Runnicles mit A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM nun seinen Britten-Zyklus fort. Es inszeniert der junge amerikanische Regisseur Ted Huffman, der nach einer Reihe von Regiearbeiten in Frankreich im deutschsprachigen Raum zuletzt mit seinen Inszenierungen von Händels RINALDO in Frankfurt, MADAMA BUTTERFLY am Opernhaus Zürich und SALOME an der Oper Köln auf sich aufmerksam machte.


Kategorie: Oper

Für das „Mobile Musiktheater“ reisen wir mit leichtem Gepäck, ohne aufwändiges Bühnenbild, denn wir spielen vor Ort, in den Kitas. Kinder sind ein tolles Publikum: offen, neugierig, begeistert. Sie vermissen weder Vorhang noch Orchestergraben und haben keine feste Vorstellung davon, wie ein Publikum sich verhalten soll. Kinder sind geborene Forscher*innen. Zwei Musiker*innen besuchen sie mit ihrer Ausrüstung in der Kita und gehen mit ihnen auf musiktheatrale Forschungsreise. Gemeinsam fragen sie sich: Wie entstehen Töne? Woraus besteht Musik? Wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Für „Expedition TIRILI“ arbeiten wir mit Kindern aus unserer Kooperations-Kita Kastanienallee zusammen. Im Vorfeld wurde in der Kita mit Klängen und Themen experimentiert. Dieser Prozess floss in die Entwicklung der Inszenierung mit ein. *** Voraussetzungen für die Buchung: Wir spielen in Kitas in Berlin und Umgebung, bei weiter Anreise unter Vorbehalt / nach Absprache. Die Veranstaltung ist für ein Publikum von bis zu 40 Kindern konzipiert. Für größere Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Doppelvorstellungen an. Zum Spielen wird eine freie, saubere Spielfläche von mindestens 4 mal 3 Metern sowie ausreichend Platz für die zuschauenden Kinder benötigt. Die Darsteller*innen benötigen außerdem einen abschließbaren Raum zum Einsingen und Umziehen. Weitere Termine im Mai und Juni 2020 in Planung.


Kategorie: Kinder & Jugend

Ingeborg Bachmanns Hörspiel „Ein Geschäft mit Träumen“ aus dem Jahr 1952 wird von einem jungen Musiktheater-Team knapp 70 Jahre später neu befragt: Wie viel Musik und Theater stecken im Hörspiel und welche Aktualität hat der Text von Bachmann heute noch? Bachmann zeichnet ein Bild einer Nachkriegsgesellschaft, der es – scheinbar gefangen in ihren eigenen Strukturen – nicht gelingt, in die Freiheit eines selbstbestimmten Lebens zu entfliehen. Das Hörspiel erzählt vom Träumen aus der Realität hinaus, von Ausweglosigkeit und Tristesse, aber auch von der Kraft der Gedanken und der Fantasie. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum. Bachmanns klare und detailreiche Sprache lässt beim Hören zahlreiche Bilder im Kopf entstehen. Die russische Komponistin Alexandra Filonenko hat diese Bilder in Musik übersetzt und für „Ein Geschäft mit Träumen“ einen neuen Soundtrack komponiert, der die Erzählung ergänzt oder weiterdenkt. Es entstehen Szenen, die sich unmittelbar um das Publikum herum ereignen und es mitnehmen auf eine musiktheatrale Reise.


Kategorie: Oper

Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, das bäuerliche Leben auf dem mährischen Dorf unterm Brennglas: Wir folgen den Figuren durch die Jahreszeiten, erleben einen hitzigen, brutalen Sommer, auf den ein eisiger, grausamer Winter folgt. Im beginnenden Frühling werden wir Zeugen eines Fests, das keines ist. Die tragische Hochzeit mündet in ein großes Schuldeingeständnis und offenbart den Humanisten Leos Janácek. Gewalt und Schande, Kindsmord, Schuld und Sühne. All das will uns der Komponist vor Augen und Ohren führen, der unbeherrscht Aufbrausende, der bei seinen Landsleuten in Ungnade gefallen war, nachdem er sich abfällig über Smetana geäußert hatte. Mit JENUFA läuft er nun Gefahr, sich auch musikalisch und stilistisch zu isolieren. Welcher Komponist blieb – als hätte es Wagner nie gegeben – noch so in Arien und Phrasenwiederholungen verhaftet? Wer verband diese so selbstverständlich mit den neu aufkommenden veristischen Formen? Ungewöhnlich war auch, dass Janácek das Werk auf einen Prosatext – Gabriela Preissovás Její pastorkyna [Ihre Ziehtochter] – komponierte, immer in dem Bestreben, zum Kern seiner Figuren vorzudringen, ihren Charakter peinlich genau abzubilden, ihren individuellen Sprachrhythmus. Die Sprachmelodien seiner mährischen Heimat zu skizzieren war für ihn »Aktzeichnen der Musik«. JENUFA hatte viele Umwege zu gehen, bis der verdiente Erfolg sich einstellte. Nach der Uraufführung 1904 in Brünn wurde die Oper vielfach abgeändert und nur wenige Male aufgeführt, in Prag erst 1916. Max Brod sah eine Aufführung im Nationaltheater und schrieb im Anschluss in der Berliner Weltbühne ein flammendes Plädoyer für das »tschechische Opernglück«. Als Leos Janácek eines darauffolgenden Sonntags den Schriftsteller aus dem Bett klingelte und ihn überredete, JENUFA ins Deutsche zu übersetzen, muss dies seine letzte Hoffnung gewesen sein, mit Hilfe seines bekannten Fürsprechers ein breiteres Publikum für das kühne Werk zu interessieren. Der Plan ging auf: Nach Aufführungen in Wien und Köln 1918 folgte 1924 die Berliner Erstaufführung. Von hier aus ging das Stück um die Welt.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:08.12.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Die Fledermaus(Thomas M. Jauk/Thomas M. Jauk) Führung(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Familienführung(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Hänsel und Gretel(2014 Bettina Stöß/2014 Bettina Stöß) Ein Boot, ein Stock, ein Regenschirm(Stephan Bögel/Stephan Bögel) Andrea Chenier(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Jenufa(2012 Monika Rittershaus/2012 Monika Rittershaus) Jazz & Lyrics(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst) 2. Tischlereikonzert: Wider das Vergessen(Marcus Lieberenz/Marcus Lieberenz) Opernwerkstatt(2010 Bettina Stöß/2010 Bettina Stöß) Expedition Tirili(Paula Winkler/Paula Winkler) Tosca(2009 Bettina Stöß/2009 Bettina Stöß) Familien-Workshop(Stephan Bögel/Stephan Bögel) A Midsummer Night’s Dream(Marc Ginot/Marc Ginot) Ein Geschäft mit Träumen(Agentur/Agentur)

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