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Spielplan für Mai 2019

In der Serie Sunday Afternoon Tea lädt Delaine Le Bas Künstler*innen, Kurator*Innen und Forscher*innen ein, um im Garten des Gorki Tee zu trinken und sich über die Wirkungsmacht von Kunst und Sprache auszutauschen. 


Kategorie: Dialog & Lesung

»Wenn Menschen, die sich über lange Zeit verbunden fühlten, plötzlich in ganz verschiedenen Sprachen sprechen, naht das Jüngste Gericht. Oder sie sind einfach nur alle bekloppt.« Das Ende einer Ära – die Queen dankt ab. Sie ruft ihre drei Kinder zur Erbteilung, die sie an öffentliche Liebesbekundungen knüpft. Als Lieblingskind Cordelia ihr die hohle Unterwerfungsgeste verwehrt, verstößt Lear sie und wird selbst zur Ausgestoßenen. Die Selbstzerstörung einer stabil geglaubten Ordnung ist absolut. So weit, so bekannt und so unheimlich gegenwärtig, die alte Geschichte. Regisseur Christian Weise entfacht mit seinem Ensemble ein abgründiges, poetisches und spöttisches Spiel vom Ende. »Ich wechsle gern die Kollektive«: Corinna Harfouch im Interview »Zeitenwechsel«: Christian Weise im Interview Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Ein Industriegebiet. Die Luft ist hier dicker als anderswo. Eine junge Frau kehrt zurück in ihren Geburtsort. Die Freunde der Kindheit heiraten. Sie begibt sich auf die Spuren ihrer Herkunft, erinnert sich an den Vater, der Tag für Tag im Betrieb in der Nachbarschaft schuftete, an die Wortlosigkeit und Enge, an die Mutter, die von ihrer Kindheit und Jugend in der Türkei erzählte, ihr stilles Gehen irgendwann, an die Schule als ausschließende Institution. »Für mich gab es damals nur zwei Möglichkeiten: sich entweder sehr leise oder sehr laut auszulöschen. Dass es eine dritte Möglichkeit geben könnte, war mir nicht in den Sinn gekommen.«Deniz Ohde erzählt in ihrem preisgekrönten Debüt von einem Aufwachsen in Ungleichheit und der Allgegenwärtigkeit von Klassismus und Rassismus. Nurkan Erpulat inszeniert den Text als melancholische Coming of age Geschichte, als einen Aufbruch aus den Verhältnissen.   Trailer anschauen Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag Berlin Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Die Bilder der auf Rettung hoffenden Afghan*innen am Kabuler Flughafen sind Vielen noch gut in Erinnerung. Doch darüber, wie sich das Land seit der Machtübernahme der Taliban weiterentwickelt hat, erfahren wir heute nur noch wenig. Die deutsche Fotografin Johanna-Maria Fritz hat Afghanistan mehrfach bereist und ihre Aufnahmen für den Bildband Fotos für die Pressefreiheit zur Verfügung gestellt, der zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai erscheint. Anlässlich der Präsentation des Fotobuchs diskutieren wir mit ihr, der afghanischen Journalistin und Soziologin Shikiba Babori und weiteren Gästen. Eine Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen e.V. in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Foto: © Johanna-Maria Fritz/ Ostkreuz


Kategorie: Dialog & Lesung

»Was gäbe ich dafür, meiner Großmutter und meiner Mutter zu einem unmöglichen Zeitpunkt zu begegnen, an dem wir alle 15 Jahre alt wären.« Olivia Wenzels Roman 1000 Serpentinen Angst kreist um das Leben einer jungen, in der DDR geborenen, Schwarzen Frau. Ihre Reisen führen sie – in Sprüngen zwischen Zeiten, Orten und Generationen – nach Vietnam, Berlin, Marokko, die USA, Polen und Thüringen. Wie viel passt eigentlich in ein einziges Leben? Und wie kann man von all dem erzählen, was einen ausmacht und prägt – während man selbst noch mittendrin streckt? Von der Linientreuen Großmutter in der DDR über die als Punkerin gegen das System rebellierende Mutter bis zum Leben im heutigen Berlin reisen wir durch die Geschichten einer Familie und springen von Ort zu Ort, von Erzählung zu Erzählung, von Bild zu Bild, wie beim Blättern durch ein altes Fotoalbum – nur das die Sprache der Bilder gänzlich anders gebraucht wird und den Bildern nie ganz vertraut wird. Oder wie John Berger im Roman zitiert wird: »Alle Fotografien sind eine Art Reisen und ein Ausdruck von Abwesenheit.« Die Regisseurin Anta Helena Recke, die zum ersten Mal nach ihrer Schwarzkopie der Inszenierung Mittelreich sowie der Inszenierung Die Kränkungen der Menschheit einen Roman für die Bühne adaptiert, macht mit ihren Arbeiten Erfahrungen sichtbar, die nicht allein durch Sprache erreichbar sind. Sie schafft Bilder, die davon erzählen, wie ein Leben ist, wenn man es nicht durch Lebensläufe oder amtliche Daten betrachtet, sondern sich auf den Austausch zwischen vertrauten Menschen, mit der eigenen Familie, sich selbst und seiner Geschichte bezieht.    Gefördert aus Mitteln des HauptstadtkulturfondsAufführungsrechte: S. Fischer Verlag. Frankfurt am Main  Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel  


Kategorie: Theater

Endlose Zeitschleifen, nicht enden wollende Busfahrten, Checkpoints und abgelegene Hotels, einsame WG-Zimmer, gelbgraue nahöstliche Ländlichkeit, zwielichtige Bars. In den kurzen Erzählungen der syrischen Journalistin und Autorin Rasha Abbas flackern Bilder von Orten ihrer alten und neuen Heimat auf. Es geht um die Unabgeschlossenheit von Krisenerfahrungen, um ein andauerndes Unbehagen und die trügerische Normalität eines Lebens im Krieg – aber auch um Traumlandschaften, Phantastereien, um alte und neue Erinnerungen. Das Ensemble und Regisseur Sebastian Nübling entwickeln mit Künstler*innen aus den Bereichen Medienkunst, Architektur und Elektronischer Musik eine ganz eigene »Zusammenfassung von allem, was war«. Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können. DENSELBEN TRAUM AN UNTERSCHIEDLICHEN ORTEN TRÄUMEN: Essay von Kenda Hmeidan Aufführungsrechte: mikrotext Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Abends, eine junge Frau allein in ihrer Wohnung. Freundinnen kontaktieren sie per Skype und per Chat, Kurznachrichten treffen ein, die Mutter ruft an. Einige Stockwerke tiefer im Keller: ein gefesselter und geknebelter Mann…Sibylle Berg hat eine Textfläche für die Choreographin Tabea Martin, den Regisseur Sebastian Nübling und vier Schauspielerinnen des Maxim Gorki Theaters geschrieben. Von den Medien und der Werbeindustrie produzierte Frauenbilder, der Imperativ eines erfolgreichen Lebensentwurfs und eigene Ängste und Sehnsüchte schlagen sich in den Leben der jungen Frauen nieder: nächtliche Prügeltouren durch die Stadt, Körperkult und Fitnesswahn, Shoppingexzesse zwischen den BWL-Vorlesungen und der Vertrieb von selbstsynthetisierten Drogen über das Internet. Daneben stehen Fragen danach, wie die Frauen leben wollen und wo sie die Ursachen für ihre Orientierungslosigkeit suchen. Die wütende, beißend-komische Bestandsaufnahme einer jungen Frau, die sich selbst und andere Frauen in ihren Reaktionen auf die Welt befragt.Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen ist ein Gorki-Klassiker, der nichts an Relevanz verloren hat. Und weil das so ist, gibt es ein Remake mit vier neuen Schaupielerinnen aus dem festen Gorki-Ensemble: Maryam Abu Khaled, Yanina Céron, Aysima Ergün, Hanh Mai Thi Tran. Es sagt mir nichts, das so genannte Draußen wurde von der Fachzeitschrift »Theater Heute« zum deutschsprachigen Stück des Jahres 2014 gewählt. Das Remake wurde auf Grundlage der Inszenierung Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen mit der Original-Besetzung Nora Abdel-Maksoud, Suna Gürler, Rahel Jankowski und Cynthias Micas aus der Spielzeit 2013/14 erarbeitet. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag.


Kategorie: Theater

In keinem Monat der neueren, türkischen Geschichte wurde mehr demonstriert als im Mai 1968. Bis heute klingen die Forderungen nach einer radikalen Umwandlung der bestehenden Verhältnisse utopisch nach. Von den Hoffnungen jener Zeit aber auch von staatlicher Gewalt als Antwort auf eine neue, emanzipierte Generation wird an diesem Abend eindrucksvoll berichtet. Im Gedenken zum 50. Jahrestag der Hinrichtung der Revolutionäre Deniz Gezmiş, Hüseyin İnan und Yusuf Aslan werden ihre Forderungen nach Solidarität und Demokratie für die, oft zu Pessimismus einladende, Gegenwart aktualisiert. Der Dokumentarfilm DELİKANLIM – İYİ BAK YILDIZLARA entstand anlässlich des 40. Jahrestages unter der Regie von Nihat Özcan und beschäftigt sich mit den prägenden Ereignissen der türkischen 68er-Bewegung. Das neue Buch DAĞCILAR von Can Dündar basiert auf den Erinnerungen von Atilla Keskin, einer führenden Figur der 68er-Bewegung in der Türkei und der türkischen Volksbefreiungsarmee, der revolutionären Organisation der damaligen Zeit. DAĞCILAR ist nicht nur das Narrativ eines Revolutionärs, der sein Leben für seine Ideale geopfert hat, sondern auch der Generation, die für ihren Glauben den Tod riskierte. Türkiye’nin yakın tarihinde 1968 yılının Mayıs ayı dönemin mevcut koşullarına isyanın doruk noktasına ulaştığı aydır. O dönemin radikal dönüşüm talepleri bugüne bir ütopi olarak yansımaktadır. Türkiye’deki ‘68 kuşağının umutları ne yazık ki devlet şiddetiyle bastırıldı. Bu etkinkikle, hareketin öncülerinden Deniz Gezmiş, Hüseyin İnan ve Yusuf Aslan’ın idamlarının 50. yıl dönümünde, karamsarlığa adeta davet çıkaran şimdiki zamanda, dayanışma ve demokrasi taleplerini yenilemek istiyoruz. Can Dündar tarafından hazırlanan DELİKANLIM – İYİ BAK YILDIZLARA adlı belgeselin yönetmenliğini Nihat Özcan yaptı, Nâzım Hikmet’in şiirini Tuncel Kurtiz seslendirdi. Can Dündar’ın yeni kitabı DAĞCILAR, 1968 hareketinin ve dönemin devrimci örgütü Türkiye Halk Kurtuluş Ordusu’nun önde gelen isimlerinden Atilla Keskin’in anılarından oluşuyor. DAĞCILAR, sadece idealleri uğruna hayatını gözden çıkaran bir devrimcinin değil, inançları için ölümü göze alan kuşağın anlatısı.


Kategorie: Konzert

Schwarzer Block von Kevin Rittberger ist ein Stück über Antifaschismus als Sisyphos-Projekt, über 100 Jahre Geschichte linker Militanz als Versuch, den Naziterror zu verhindern, über den Widerspruch von Emanzipation und Gruppe. Als Protagonist*in für Theater scheint der Schwarze Block nicht besonders geeignet: Er ist ein Warnsystem auf prekärem Posten und will nicht erkannt sondern gehört werden, er gibt keine Interviews und der angeregte Dialog ist nicht in erster Linie seine Kommunikationsform. Doch weil der Block kein Block ist, sondern eine sich selbst befragende Formierung von Widerstand, drängt er hier auf eine Bühne, eine Bewegung im Raum, die Konflikte aufbrechen lässt.  Kevin Rittberger hat anderthalb Jahre lang die Geschichte des antifaschistischen Kampfes in Deutschland recherchiert, Archive gesichtet, Interviews geführt, Aktivist*innen getroffen und sich durch Neonazi-»Literatur« gequält. Aus dem Material ist ein mehrstimmiges dramatisches Gedicht entstanden, in dem die Geister der antifaschistischen Geschichte ihre Enterhaken in die Gegenwart werfen und andersrum. Mit 14 Schauspieler*innen sucht Sebastian Nübling nach dem »Wir« auf Abstand im Container und auf der Großen Bühne des Gorki. Gemeinsam stellen sie sich der Herausforderung, politische Aktion in den abstrakten Theaterraum zu übertragen. Binauraler Ton: Für ein optimales Tonerlebnis empfehlen wir die Verwendung von Kopfhörern.  Verzeichnis der toten Antifaschist*innen     Zum weiteren Stream-Programm  {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/o2gmaQMk4OM.jpg?itok=Q28xBnGl","video_url":"https://youtu.be/o2gmaQMk4OM","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]}   {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/rp_aL83XLa8.jpg?itok=wmdxAKAa","video_url":"https://youtu.be/rp_aL83XLa8","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]} Fotos Bühne: Ute Langkafel, Lutz Knospe


Kategorie:

Ein Musiker feiert nach einem »Cancelculture«-Skandal sein Comeback und will seine Geliebte vor einem gierigen Produzenten retten. Eine vielversprechende Newcomerin startet ihre verdiente Solokarriere und klagt ihren Ex-Partner an, sie manipuliert und ausgenutzt zu haben. Eine unbestechliche Redakteurin setzt sich mit ihrer feministischen Zeitung selbstlos für die Rechte Unterdrückter ein. Und eine junge Journalistin bringt furchtlos die Wahrheit ans Licht und die Bösen hinter Gitter.  Es scheint alles ganz eindeutig: Sie sind die Guten, die den ihnen zustehenden Erfolg entweder bereits ausleben, oder nach erfahrenem Unrecht dabei sind, die Täter*innen zu stellen und sich aus der Opferrolle nach oben (zurück) zu kämpfen. Aber kann es wirklich so einfach sein? Schließlich erscheint noch ein PR-Experte, der das Narrativ einer Person von der verfolgten Unschuld inszenieren und verkaufen soll... Wer hat in dieser Geschichte also wen benutzt, ging es wirklich um Liebe und die Suche nach der Wahrheit oder immer nur um Ruhm und Macht? Was war emanzipatorische Aneignung, was ausbeuterische Enteignung, und wo genau verläuft die Grenze? Wer profitiert von welchem Narrativ am meisten - und wessen Erzählung setzt sich letzten Endes durch?  Regisseurin Yael Ronen, Komponist Shlomi Shaban und das Ensemble untersuchen mit Slippery Slope lustvoll den Wunsch nach einfachen Wahrheiten und das Manipulationspotential einer guten Erzählstrategie - eine bitterböse musikalische Revue über Kunst und Macht in einer postfaktischen Gesellschaft. Trailer anschauen In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können. Eingeladen zum 59. Theatertreffen 2022 Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Es gibt wohl kaum einen Theatertext, über den so viel geschrieben und gerätselt wurde wie Hamlet. In der Tragödie vom Prinzen, der sein Auslandssemester nur kurz wegen der Beerdigung seines Vaters unterbrechen will, aber in einen Strudel aus Gewalt, Korruption und Täuschung gerät und zum Mörder wird, geht es um Religion, Tod, Philosophie, Schuld, kurz um »Sein oder Nichtsein«. Eine Nummer zu groß fürs kleine Gorki also? Christian Weise zeigt die Containervariante von Hamlet als ein Stück über das schief vereinigte Deutschland, die komödiantische Hinterseite eines übergewaltigen Stoffs, der am Ende vielleicht doch nur die Geschichte zweier ungleicher Familien ist, die zusammen leben, aber nicht zusammenkommen können. Trailer anschauen Premiere: 1. Februar 2020 Foto: Esra Rotthoff 


Kategorie: Theater

Ein Musiker feiert nach einem »Cancelculture«-Skandal sein Comeback und will seine Geliebte vor einem gierigen Produzenten retten. Eine vielversprechende Newcomerin startet ihre verdiente Solokarriere und klagt ihren Ex-Partner an, sie manipuliert und ausgenutzt zu haben. Eine unbestechliche Redakteurin setzt sich mit ihrer feministischen Zeitung selbstlos für die Rechte Unterdrückter ein. Und eine junge Journalistin bringt furchtlos die Wahrheit ans Licht und die Bösen hinter Gitter.  Es scheint alles ganz eindeutig: Sie sind die Guten, die den ihnen zustehenden Erfolg entweder bereits ausleben, oder nach erfahrenem Unrecht dabei sind, die Täter*innen zu stellen und sich aus der Opferrolle nach oben (zurück) zu kämpfen. Aber kann es wirklich so einfach sein? Schließlich erscheint noch ein PR-Experte, der das Narrativ einer Person von der verfolgten Unschuld inszenieren und verkaufen soll... Wer hat in dieser Geschichte also wen benutzt, ging es wirklich um Liebe und die Suche nach der Wahrheit oder immer nur um Ruhm und Macht? Was war emanzipatorische Aneignung, was ausbeuterische Enteignung, und wo genau verläuft die Grenze? Wer profitiert von welchem Narrativ am meisten - und wessen Erzählung setzt sich letzten Endes durch?  Regisseurin Yael Ronen, Komponist Shlomi Shaban und das Ensemble untersuchen mit Slippery Slope lustvoll den Wunsch nach einfachen Wahrheiten und das Manipulationspotential einer guten Erzählstrategie - eine bitterböse musikalische Revue über Kunst und Macht in einer postfaktischen Gesellschaft. Trailer anschauen In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können. Eingeladen zum 59. Theatertreffen 2022 Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Es gibt wohl kaum einen Theatertext, über den so viel geschrieben und gerätselt wurde wie Hamlet. In der Tragödie vom Prinzen, der sein Auslandssemester nur kurz wegen der Beerdigung seines Vaters unterbrechen will, aber in einen Strudel aus Gewalt, Korruption und Täuschung gerät und zum Mörder wird, geht es um Religion, Tod, Philosophie, Schuld, kurz um »Sein oder Nichtsein«. Eine Nummer zu groß fürs kleine Gorki also? Christian Weise zeigt die Containervariante von Hamlet als ein Stück über das schief vereinigte Deutschland, die komödiantische Hinterseite eines übergewaltigen Stoffs, der am Ende vielleicht doch nur die Geschichte zweier ungleicher Familien ist, die zusammen leben, aber nicht zusammenkommen können. Trailer anschauen Premiere: 1. Februar 2020 Foto: Esra Rotthoff 


Kategorie: Theater

Ein Industriegebiet. Die Luft ist hier dicker als anderswo. Eine junge Frau kehrt zurück in ihren Geburtsort. Die Freunde der Kindheit heiraten. Sie begibt sich auf die Spuren ihrer Herkunft, erinnert sich an den Vater, der Tag für Tag im Betrieb in der Nachbarschaft schuftete, an die Wortlosigkeit und Enge, an die Mutter, die von ihrer Kindheit und Jugend in der Türkei erzählte, ihr stilles Gehen irgendwann, an die Schule als ausschließende Institution. »Für mich gab es damals nur zwei Möglichkeiten: sich entweder sehr leise oder sehr laut auszulöschen. Dass es eine dritte Möglichkeit geben könnte, war mir nicht in den Sinn gekommen.«Deniz Ohde erzählt in ihrem preisgekrönten Debüt von einem Aufwachsen in Ungleichheit und der Allgegenwärtigkeit von Klassismus und Rassismus. Nurkan Erpulat inszeniert den Text als melancholische Coming of age Geschichte, als einen Aufbruch aus den Verhältnissen.   Trailer anschauen Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag Berlin Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

»Wenn Menschen, die sich über lange Zeit verbunden fühlten, plötzlich in ganz verschiedenen Sprachen sprechen, naht das Jüngste Gericht. Oder sie sind einfach nur alle bekloppt.« Das Ende einer Ära – die Queen dankt ab. Sie ruft ihre drei Kinder zur Erbteilung, die sie an öffentliche Liebesbekundungen knüpft. Als Lieblingskind Cordelia ihr die hohle Unterwerfungsgeste verwehrt, verstößt Lear sie und wird selbst zur Ausgestoßenen. Die Selbstzerstörung einer stabil geglaubten Ordnung ist absolut. So weit, so bekannt und so unheimlich gegenwärtig, die alte Geschichte. Regisseur Christian Weise entfacht mit seinem Ensemble ein abgründiges, poetisches und spöttisches Spiel vom Ende. »Ich wechsle gern die Kollektive«: Corinna Harfouch im Interview »Zeitenwechsel«: Christian Weise im Interview Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Endlose Zeitschleifen, nicht enden wollende Busfahrten, Checkpoints und abgelegene Hotels, einsame WG-Zimmer, gelbgraue nahöstliche Ländlichkeit, zwielichtige Bars. In den kurzen Erzählungen der syrischen Journalistin und Autorin Rasha Abbas flackern Bilder von Orten ihrer alten und neuen Heimat auf. Es geht um die Unabgeschlossenheit von Krisenerfahrungen, um ein andauerndes Unbehagen und die trügerische Normalität eines Lebens im Krieg – aber auch um Traumlandschaften, Phantastereien, um alte und neue Erinnerungen. Das Ensemble und Regisseur Sebastian Nübling entwickeln mit Künstler*innen aus den Bereichen Medienkunst, Architektur und Elektronischer Musik eine ganz eigene »Zusammenfassung von allem, was war«. Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können. DENSELBEN TRAUM AN UNTERSCHIEDLICHEN ORTEN TRÄUMEN: Essay von Kenda Hmeidan Aufführungsrechte: mikrotext Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Für sein neues Projekt versetzt Oliver Frljić das ganze Gorki in den Ausnahmezustand. Das Haus – als Körper, als Stadt – durch das sich die Zuschauer*innen in einem Parcours ihren Weg bahnen. Ausgangs- und Bezugspunkt ist ein Gedanke Walter Benjamins: »Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der ›Ausnahmezustand‹, in dem wir leben, die Regel ist. Wir müssen zu einem Begriff von Geschichte kommen, der dem entspricht.« Und so steht am Anfang des Parcours der Ausnahmezustand, der uns auf eine Reise schickt. Immer wieder wird die Frage nach Fiktion und Realität, nach Normalität und Ausnahme gestellt. Sechs Szenen formen sich zu einem kaleidoskopartigen Gesamtbild. Wer repräsentiert eigentlich wen? Wer spricht für wen und worüber und ist dazu von wem legitimiert? Foto: Esra Rotthoff Bühnenfotos: Ute Langkafel MAIFOTO 


Kategorie:

»Ich gewöhne mein Auge ans Blut«, schreibt Georg Büchner, als er an Dantons Tod arbeitet. Die Französische Revolution in der Phase der Schreckensherrschaft. Der Wohlfahrtsausschuss lässt alle Gegner der Revolution hinrichten. Danton möchte das Morden beenden, Robespierre die Ziele der Revolution weiter mit der Blutherrschaft der Guillotine durchsetzen. Beide haben sie Blut an ihren Händen. Danton wird als Verlierer des Streits geopfert. Am Ende der Schreckensherrschaft werden 40000 Menschen getötet worden sein – auch Robespierre. Und Iphigenie? Sie soll erstes Opfer des Trojanischen Kriegs werden. Denn der aus männlicher Eitelkeit begonnene Kriegszug kann gar nicht richtig losgehen, ehe Agamemnon nicht seine Tochter geopfert hat. Oliver Frljić vereint die zwei Stoffe und fragt: Was sind wir bereit zu opfern und wofür? Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Theater

Was bringt einen Teenager dazu, alleine eine gefahrenvolle Reise in ein unbekanntes Land anzutreten? Welche Situation führt Eltern dazu, ihr Kind in ein anderes, fernes Land zu schicken, um es in Sicherheit zu bringen? Und was sagt dies über die Welt, die Gesellschaft, in der wir leben, dass Millionen von Minderjährigen ihr Leben riskieren, auf der Suche nach einer Zukunft? Fünfzig Prozent der Geflüchteten in Europa sind Minderjährige und viele davon sind unbegleitet. Kinder und Jugendliche kommen nach Europa, um ihr Überleben zu sichern und sind konfrontiert mit einem System, das sie nur zeitweise schützt. Laut Asylgesetz dürfen unbegleitete minderjährige Geflüchtete nicht abgeschoben werden. Mit anderen Worten: sie sind sicher bis zum achtzehnten Lebenjahr. Aber welche Zukunft haben junge Menschen, wenn sie sich davor fürchten müssen, erwachsen zu werden? Futureland ist ein Science-Fiction-Dokumentartheaterstück mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die alleine aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Guinea, Bangladesch nach Deutschland gekommen sind. Sie haben die Welt zu Fuß, mit dem Boot oder versteckt in einem Lastwagen durchquert und leben jetzt in Berlin, umgeben von Sozialarbeiter*innen, Jugendamt, Vormündern und anderen jungen Menschen verschiedener Kulturen. Es sind Teenager, die in einer neuen Welt gelandet sind, deren Regeln sie nicht kennen. Sie haben eine Schonfrist: sie können hierbleiben, aber sie wissen nicht, wie lange. Sie müssen ständig beweisen, dass sie Asyl verdienen, eine Chance in der Schule oder einen Platz in einem Freundeskreis. Sie befinden sich zwischen den Kulturen, zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Und, sie haben schon mehr erlebt, als viele von uns in ihrem ganzen Leben.  Mit Mamadou Allou Diallo, Ahmad Azrati, Fabiya Bhuiyan, Mohamed Haj Younis, Bashar Kanan, Sagal Odowa, May Saada, Sarah Safi Uraufführung: 18. Oktober 2019 Trailer ansehen  Eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale und gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung von XENION -  Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.    Foto: Esra Rotthoff Bühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Henrik Ibsens Drama Nora oder ein Puppenheim, geschrieben 1879, erzählt die Geschichte einer Frau, die den Mut hat ihre Ängste zu konfrontieren. Sie befreit sich aus einem Miteinander, in dem sie gezwungen ist, die glitzernde Fassade einer unselbstständigen Puppe zu behaupten und tritt hinaus in eine unsichere Zukunft.Regisseurin Leonie Böhm arbeitet mit Hilfe der Neuaktivierung klassischer Texte an einem radikal offenen Miteinander – mutig, gegenwärtig und verletzlich. In ihrem Gorki-Debüt wagt sie mit Julia Riedler und Svenja Liesau den Ausbruch aus dem Puppenhaus, zerstückelt lustvoll Ibsens Emanzipationsklassiker und tritt auf unsicheren Boden. Mut und Angst sind zwei Seiten derselben Medaille. Teaser ansehen  Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Lutz Knospe


Kategorie: Theater

Was bringt einen Teenager dazu, alleine eine gefahrenvolle Reise in ein unbekanntes Land anzutreten? Welche Situation führt Eltern dazu, ihr Kind in ein anderes, fernes Land zu schicken, um es in Sicherheit zu bringen? Und was sagt dies über die Welt, die Gesellschaft, in der wir leben, dass Millionen von Minderjährigen ihr Leben riskieren, auf der Suche nach einer Zukunft? Fünfzig Prozent der Geflüchteten in Europa sind Minderjährige und viele davon sind unbegleitet. Kinder und Jugendliche kommen nach Europa, um ihr Überleben zu sichern und sind konfrontiert mit einem System, das sie nur zeitweise schützt. Laut Asylgesetz dürfen unbegleitete minderjährige Geflüchtete nicht abgeschoben werden. Mit anderen Worten: sie sind sicher bis zum achtzehnten Lebenjahr. Aber welche Zukunft haben junge Menschen, wenn sie sich davor fürchten müssen, erwachsen zu werden? Futureland ist ein Science-Fiction-Dokumentartheaterstück mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die alleine aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Guinea, Bangladesch nach Deutschland gekommen sind. Sie haben die Welt zu Fuß, mit dem Boot oder versteckt in einem Lastwagen durchquert und leben jetzt in Berlin, umgeben von Sozialarbeiter*innen, Jugendamt, Vormündern und anderen jungen Menschen verschiedener Kulturen. Es sind Teenager, die in einer neuen Welt gelandet sind, deren Regeln sie nicht kennen. Sie haben eine Schonfrist: sie können hierbleiben, aber sie wissen nicht, wie lange. Sie müssen ständig beweisen, dass sie Asyl verdienen, eine Chance in der Schule oder einen Platz in einem Freundeskreis. Sie befinden sich zwischen den Kulturen, zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Und, sie haben schon mehr erlebt, als viele von uns in ihrem ganzen Leben.  Mit Mamadou Allou Diallo, Ahmad Azrati, Fabiya Bhuiyan, Mohamed Haj Younis, Bashar Kanan, Sagal Odowa, May Saada, Sarah Safi Uraufführung: 18. Oktober 2019 Trailer ansehen  Eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale und gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung von XENION -  Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.    Foto: Esra Rotthoff Bühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

SEXUALITÄTEN, DER GESPENSTERCHOREs ist hohe Zeit, dass die Sexuellen ihre Anschauungsweisen ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Schauermärchen vom Gespenst der Sexualität ein Manifest des Körpers, des Raumes selbst entgegenstellen. Ein Chor von Gespenstern eröffnet diesen Theaterfilm mit ihrem Anliegen, Körper und Geist untrennbar miteinander verstrickt zu denken, sexuelles Begehren nicht zu verstecken und offensiv die gewohnten, tradierten, toxischen Denk- und Fühl-Pfade zu destabilisieren: die Zukunft zu queeren. Damit laden diese Untoten eine lebendige Person in ihre Utopie eines Darkrooms ein, der allen Geschlechteridentitäten offensteht, in dem Wahrheiten nur ertastet werden können – in den aber immer wieder die Realität reinschimmert: Wonne und Lust werden übergriffig von Licht durchbrochen und die Idee eines sanften Ganzen mit nachklingenden Erinnerungen und dräuenden Vorahnungen zerstört.Wie die eingeladene Person überhaupt an den Eingang zur queeren Zukunft gelangt ist und welchen Weg sie davor zurückgelegt hatte, erfährt das Publikum in einer sehr persönlichen, doku-fiktionalen Rückblende. YONYZitate sind schlimmer als Sperma. Ecken und Kanten bejahend, umkreist Jchj V. Dussel in der Textgrundlage die Gegenwart in einem Labyrinth aus Vergangenheit und Zukunft und setzt die entscheidenden Klammern in safe(r) spaces.Paul Spittler ist freier Regisseur und setzt mit diesem Projekt die Zusammenarbeit mit Raphaël Amahl Khouri fort, die bereits mit der Uraufführung von She He Me am Kosmos Theater in Wien ein glitzerndes Ausrufezeichen in die Theaterlandschaft setzte. Khouri ist (Dokumentar-) Theaterautor und steuert zu DARK ROOM revisited einen Text bei, den er in einem Cameo-Auftritt auch selbst performt. Texte für DARK ROOM sind 2018/19 als Werkauftrag für das Schauspiel Hannover auf einer Stückidee des Regisseurs Ran Chai Bar-zvi entstanden. Für DARK ROOM revisited sind Überarbeitungen vorgenommen worden und vier neue Szenentexte entstanden. Interviewmaterial ist größtenteils entfernt worden.  Die Proben fanden in den Ufer Studios und die Filmaufnahmen im SchwuZ, Berlin sowie im Stadtraum statt. Besonderer Dank an Tom’s Hotel, Mae Charoen Thai Imbiss und Christopher-Fares Köhler. Trigger Warning: Nacktheit, Sexualität, sprachliche Ausdrücke sexualisierter Gewalt Künstler*innengespräche:18/Juni: mit Jchj V. Dussel, Paul Spittler, Banafshe Hourmazdi, moderiert von Yunus ErsoyZum Gespräch 19/Juni: mit Yunus Ersoy und den Künstler*innen Mazen Aljubbeh, Knut Berger, Julius Feldmeier, Elena Schmidt zur #ActOut-KampagneZum Gespräch Erweitertes Produktionsteam:Clara Puhlmann (1st AD), Filip Piotr Rutkowski (Regieassistenz), Ida Feldmann (Dramaturgieassistenz), Una Jankov (Assistenz Setdesign & Kostüm), Tim Boller (Lichtmitarbeit), Valentin Milan Grbić (Rekorder Studios, Tonaufnahme Studio) Ilja Köster (IKSAMPLE Studio, Tonmischung Postproduktion), Melanie Schwarzlose (Requisite), Etienne Arnaud (Technische Koordination), Marta Witak (Produktionsmitarbeit), Raman Kahlaf (Arabische Übersetzung), Cornelia Enger (Deutsche Übersetzung), PANTHEA (Untertitelung). Das Festival PUGS IN LOVE – Queer Week 2021 wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kooperationspartner*innen sind in diesjähriger Edition: »Missy Magazine«, »Glitter – die Gala der Literaturzeitschriften«, SIEGESSÄULE, SchwuZ und Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e.V.. Illustration: © PATU


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Adem steht auf einem Treppenabsatz.Rechts wohnt die israelische Akademikerin Moria, seine Nachbarin und Freundin zugleich. Sie sind eines dieser Paare, das wie geplant in drei Tagen in eine gemeinsame Wohnung ziehen, Kinder kriegen und eine Familie gründen wird, oder aber sich jede Sekunde trennen könnte.Links wartet seine Mutter Meryem auf ihn. Ihr Sohn, der sie liebt und verachtet, ihre Rente und das zahllos angesammelte Geschirr im Keller, das sie jetzt mitnehmen will, sind ihre letzten Verbindungen nach Deutschland. Sie besucht ihn ein letztes Mal, um endlich wiedergutzumachen, dass sie ihn als Kind in der Türkei »geparkt« hat.Adem wüsste gerne, wo er klingeln soll. Bei einer Vergangenheit, die er am liebsten auslöschen will, oder bei einer Zukunft, die ihm panische Angst macht. Hakan Savaş Mican erzählt in Berlin Kleistpark den Versuch einer Liebe frei von familiären Wunden und die Suche einer unentschlossenen Generation nach Vertrauen. Hund: SmartieTiertrainer*in: Simone Brunner (Filmtierschule Harsch)  Verwendete Werke von Hakan Savaş Mican: – Filme: Fremd. Yaban. (2006.- Meryem: Sema Poyraz, Adem: İsmail Şahin), Zeit der Haselnüsse (2014), On My Way Home (2014)– Videoinstallationen: Esma trinkt keinen Tee mehr (2015), Souvenirs (2017)  Film-Aufnahmen: Kamera: Mikko Gaestel, Sebastian Lempe.- O-Ton: Caroline M. Loguerico.- Dialogschnitt: Till L. AldingerIn einer Film-Szene ist das Kunstwerk Thermo (2021) von Tatsuru Arai zu sehen. Besonderer Dank an Gülsen Mican, Reut, Jesse Jonas Kracht, Ulrike Beerbaum, Wolfgang M. Schmitt, Krassimir Kroumov, CLB Berlin. Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

Jeder Mensch lebt in einem Realitätstunnel, einer subjektiven Wirklichkeit. Zu entkommen ist diesem nicht, es lässt sich höchstens der Grat seiner Verzerrung möglichst geringhalten. Das satirische Konzept »Operation Mindfuck«, 1968 von Kerry Thornley und Robert Anton Wilson entwickelt, zielt durch grundlegende Verunsicherung der Gesellschaft darauf ab, die Menschen dem eigenen Realitätstunnel bewusst werden zu lassen. Dafür sollen sie mit Paranoia infiziert, ihr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gebrochen werden. Inmitten der Hochkonjunktur von Verschwörungstheorien und dem Wunsch nach einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte scheint die Zeit reif für eine erneute Beschäftigung mit »Operation Mindfuck«. Yael Ronen und Dimitrij Schaad widmen sich dem Konzept in einem wilden Ritt durch verschiedene Tunnelrealitäten, Verschwörungstheorien und unglaubliche historische Begebenheiten – based on a true story, but not really. Ein richtiger Mindfuck eben. Aufführungsrechte: Yael Ronen & Dimitrij Schaad Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Theater

Ein Musiker feiert nach einem »Cancelculture«-Skandal sein Comeback und will seine Geliebte vor einem gierigen Produzenten retten. Eine vielversprechende Newcomerin startet ihre verdiente Solokarriere und klagt ihren Ex-Partner an, sie manipuliert und ausgenutzt zu haben. Eine unbestechliche Redakteurin setzt sich mit ihrer feministischen Zeitung selbstlos für die Rechte Unterdrückter ein. Und eine junge Journalistin bringt furchtlos die Wahrheit ans Licht und die Bösen hinter Gitter.  Es scheint alles ganz eindeutig: Sie sind die Guten, die den ihnen zustehenden Erfolg entweder bereits ausleben, oder nach erfahrenem Unrecht dabei sind, die Täter*innen zu stellen und sich aus der Opferrolle nach oben (zurück) zu kämpfen. Aber kann es wirklich so einfach sein? Schließlich erscheint noch ein PR-Experte, der das Narrativ einer Person von der verfolgten Unschuld inszenieren und verkaufen soll... Wer hat in dieser Geschichte also wen benutzt, ging es wirklich um Liebe und die Suche nach der Wahrheit oder immer nur um Ruhm und Macht? Was war emanzipatorische Aneignung, was ausbeuterische Enteignung, und wo genau verläuft die Grenze? Wer profitiert von welchem Narrativ am meisten - und wessen Erzählung setzt sich letzten Endes durch?  Regisseurin Yael Ronen, Komponist Shlomi Shaban und das Ensemble untersuchen mit Slippery Slope lustvoll den Wunsch nach einfachen Wahrheiten und das Manipulationspotential einer guten Erzählstrategie - eine bitterböse musikalische Revue über Kunst und Macht in einer postfaktischen Gesellschaft. Trailer anschauen In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können. Eingeladen zum 59. Theatertreffen 2022 Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

»Ich gewöhne mein Auge ans Blut«, schreibt Georg Büchner, als er an Dantons Tod arbeitet. Die Französische Revolution in der Phase der Schreckensherrschaft. Der Wohlfahrtsausschuss lässt alle Gegner der Revolution hinrichten. Danton möchte das Morden beenden, Robespierre die Ziele der Revolution weiter mit der Blutherrschaft der Guillotine durchsetzen. Beide haben sie Blut an ihren Händen. Danton wird als Verlierer des Streits geopfert. Am Ende der Schreckensherrschaft werden 40000 Menschen getötet worden sein – auch Robespierre. Und Iphigenie? Sie soll erstes Opfer des Trojanischen Kriegs werden. Denn der aus männlicher Eitelkeit begonnene Kriegszug kann gar nicht richtig losgehen, ehe Agamemnon nicht seine Tochter geopfert hat. Oliver Frljić vereint die zwei Stoffe und fragt: Was sind wir bereit zu opfern und wofür? Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Theater

In einer Co-Performance beleben Delaine Le Bas und Hugo S. Santos die Ausstellung mit einer eklektischen Performance, die das Publikum zur »Beware vor Linguistic Engineering« aufruft. Auszüge aus Medienberichten mischen sich mit laufenden Gedanken zur aktuellen politischen Situation und werden mit einer eindringlichen Klanglandschaft von Justin Langlands verwoben, während die Performer*innen selbst sich unermüdlich der Machtlosigkeit durch die Neuschöpfung von Kunst und Geist widersetzen. 


Kategorie: Performance

»In dieser Stunde war vielleicht das Glück selbst auf der Suche nach seinen Glücklichen, die Glücklichen aber ruhten sich von den alltäglichen sozialen Sorgen aus, ohne sich ihrer Verwandtschaft mit dem Glück zu entsinnen.« (Tschewengur) Eine neue Welt bringt eine neue Sprache hervor. Andrej Platonow war lebenslang auf der Suche nach dem anderen Klang. Den Rhythmus für diese Expedition gab ihm die Eisenbahn vor: 1899 als Arbeiterkind im südrussischen Woronesh geboren, musste er früh als Hilfsarbeiter im Lokomotivenwerk arbeiten. Die Revolution 1921 ließ ihn Ingenieur werden, einen Träumer der Maschinen und ihrer Möglichkeiten, der an der Revolutionsfront kämpfte und in den Steppenlandschaften des Bürgerkriegs dem Hunger, der Utopie, der Gewalt begegnete.In dem Roman Tschewengur – Die Wanderung mit offenem Herzen, seinem Hauptwerk, fließen diese Elemente zusammen zu einem Sprachkunstwerk. Seine Perspektive ist die der Elendsten, der Hunger und Dürre preisgegebenen Bauern, der Landlosen und besitzlos Umherstreifenden, jener Menschen also ohne Sprache, Schrift und Geschichte. In ihre an der Schwelle zum Tod gebaute Welt bricht die Maschinisierung und Neuorganisation von unten durch die Revolution. Sie sollen »Subjekte« werden und eine neue Welt erschaffen, statt die alte zu erdulden. Von der jungen Partei entsandt machen sich zwei extrem unterschiedliche Antihelden auf, in den Weiten der Steppenlandschaft den Kommunismus zu suchen. Sie begegnen einer mythischen Welt aus skurrilen Gestalten, einer Welt, in der die Menschen Teil des Gefüges der Dinge sind und nicht länger Herrscher, in der die Syntax des Zusammenlebens neu gebaut wird. In dem Örtchen Tschewengur, das sie schließlich erreichen, scheint erreicht, wovon alle träumen: das Ende aller Widersprüche.  100 Jahre später wirkt die zu Zementplatten geronnene Utopie der sozialistischen Landschaften selbst wie eine bezwungene Natur, eine urbane Steppe, verlassen und überbaut. Eine Landschaft aus Beton und Vergessen, Brachenkraut und Künstlichkeit. In den Resten sozialistischer Urbanität siedelt die Gruppe Studio Platonow ihren ungewöhnlichen Tschewengur-Film an.  Weiterführende Materialien: GLOSSAR ZU TSCHEWENGUR Eine Produktion des Maxim Gorki TheatersAufführungsrechte henschel Schauspiel, Übersetzungsrechte Suhrkamp Verlag Foto: Esra Rotthoff Filmstills: Chris Kondek


Kategorie: Anderes

Jeder Mensch lebt in einem Realitätstunnel, einer subjektiven Wirklichkeit. Zu entkommen ist diesem nicht, es lässt sich höchstens der Grat seiner Verzerrung möglichst geringhalten. Das satirische Konzept »Operation Mindfuck«, 1968 von Kerry Thornley und Robert Anton Wilson entwickelt, zielt durch grundlegende Verunsicherung der Gesellschaft darauf ab, die Menschen dem eigenen Realitätstunnel bewusst werden zu lassen. Dafür sollen sie mit Paranoia infiziert, ihr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gebrochen werden. Inmitten der Hochkonjunktur von Verschwörungstheorien und dem Wunsch nach einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte scheint die Zeit reif für eine erneute Beschäftigung mit »Operation Mindfuck«. Yael Ronen und Dimitrij Schaad widmen sich dem Konzept in einem wilden Ritt durch verschiedene Tunnelrealitäten, Verschwörungstheorien und unglaubliche historische Begebenheiten – based on a true story, but not really. Ein richtiger Mindfuck eben. Aufführungsrechte: Yael Ronen & Dimitrij Schaad Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Theater

Wer regiert uns? Wie weit gehen die Einflussnahmen privater Wirtschaftsunternehmen auf politische und rechtliche Entscheidungsprozesse? Folgt man den Analysen des Aktivisten und Autors Thilo Bode, sollte man auf die Selbstregulierung freier Märkte, die Politik oder den Menschen als vernunftbegabtes Wesen nicht hoffen. Was tun? Eine immersive Performance setzt sich mit Bodes Befunden auseinander und fragt darüber hinaus, was es bedeuten könnte, Mensch zu sein, wenn wir soziale, politische, ökologische Illusionen und Selbstbetrügereien vergessen und einer Welt begegnen, wie sie sein könnte und vielleicht sein wird. Gefördert durch die Schöpflin Stiftung


Kategorie: Theater

Tanzen Sie in der Serie After Eight Club in der Ausstellung selbst zu den Klängen von Delaine Le Bas, die ihre Musikfreunde aus Großbritannien einlädt, um mit genreübergreifender Musik Delaine´s Playlist der internationalen Subkultur zu erkunden. 


Kategorie: Konzert

In der Serie Sunday Afternoon Tea lädt Delaine Le Bas Künstler*innen, Kurator*Innen und Forscher*innen ein, um im Garten des Gorki Tee zu trinken und sich über die Wirkungsmacht von Kunst und Sprache auszutauschen. 


Kategorie: Dialog & Lesung

Jeder Mensch lebt in einem Realitätstunnel, einer subjektiven Wirklichkeit. Zu entkommen ist diesem nicht, es lässt sich höchstens der Grat seiner Verzerrung möglichst geringhalten. Das satirische Konzept »Operation Mindfuck«, 1968 von Kerry Thornley und Robert Anton Wilson entwickelt, zielt durch grundlegende Verunsicherung der Gesellschaft darauf ab, die Menschen dem eigenen Realitätstunnel bewusst werden zu lassen. Dafür sollen sie mit Paranoia infiziert, ihr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gebrochen werden. Inmitten der Hochkonjunktur von Verschwörungstheorien und dem Wunsch nach einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte scheint die Zeit reif für eine erneute Beschäftigung mit »Operation Mindfuck«. Yael Ronen und Dimitrij Schaad widmen sich dem Konzept in einem wilden Ritt durch verschiedene Tunnelrealitäten, Verschwörungstheorien und unglaubliche historische Begebenheiten – based on a true story, but not really. Ein richtiger Mindfuck eben. Aufführungsrechte: Yael Ronen & Dimitrij Schaad Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Theater

Der Äthiopische Menschenrechtsrat (Ethiopian Human Rights Council, EHRCO) bekommt den Menschenrechtspreis 2022 der deutschen Sektion von Amnesty International. Die Auszeichnung wird für den selbstlosen und mit persönlichen Gefahren verbundenen Einsatz für die Menschenrechte in Äthiopien verliehen.


Kategorie:

In der Serie Sunday Afternoon Tea lädt Delaine Le Bas Künstler*innen, Kurator*Innen und Forscher*innen ein, um im Garten des Gorki Tee zu trinken und sich über die Wirkungsmacht von Kunst und Sprache auszutauschen. 


Kategorie: Dialog & Lesung

»In dieser Stunde war vielleicht das Glück selbst auf der Suche nach seinen Glücklichen, die Glücklichen aber ruhten sich von den alltäglichen sozialen Sorgen aus, ohne sich ihrer Verwandtschaft mit dem Glück zu entsinnen.« (Tschewengur) Eine neue Welt bringt eine neue Sprache hervor. Andrej Platonow war lebenslang auf der Suche nach dem anderen Klang. Den Rhythmus für diese Expedition gab ihm die Eisenbahn vor: 1899 als Arbeiterkind im südrussischen Woronesh geboren, musste er früh als Hilfsarbeiter im Lokomotivenwerk arbeiten. Die Revolution 1921 ließ ihn Ingenieur werden, einen Träumer der Maschinen und ihrer Möglichkeiten, der an der Revolutionsfront kämpfte und in den Steppenlandschaften des Bürgerkriegs dem Hunger, der Utopie, der Gewalt begegnete.In dem Roman Tschewengur – Die Wanderung mit offenem Herzen, seinem Hauptwerk, fließen diese Elemente zusammen zu einem Sprachkunstwerk. Seine Perspektive ist die der Elendsten, der Hunger und Dürre preisgegebenen Bauern, der Landlosen und besitzlos Umherstreifenden, jener Menschen also ohne Sprache, Schrift und Geschichte. In ihre an der Schwelle zum Tod gebaute Welt bricht die Maschinisierung und Neuorganisation von unten durch die Revolution. Sie sollen »Subjekte« werden und eine neue Welt erschaffen, statt die alte zu erdulden. Von der jungen Partei entsandt machen sich zwei extrem unterschiedliche Antihelden auf, in den Weiten der Steppenlandschaft den Kommunismus zu suchen. Sie begegnen einer mythischen Welt aus skurrilen Gestalten, einer Welt, in der die Menschen Teil des Gefüges der Dinge sind und nicht länger Herrscher, in der die Syntax des Zusammenlebens neu gebaut wird. In dem Örtchen Tschewengur, das sie schließlich erreichen, scheint erreicht, wovon alle träumen: das Ende aller Widersprüche.  100 Jahre später wirkt die zu Zementplatten geronnene Utopie der sozialistischen Landschaften selbst wie eine bezwungene Natur, eine urbane Steppe, verlassen und überbaut. Eine Landschaft aus Beton und Vergessen, Brachenkraut und Künstlichkeit. In den Resten sozialistischer Urbanität siedelt die Gruppe Studio Platonow ihren ungewöhnlichen Tschewengur-Film an.  Weiterführende Materialien: GLOSSAR ZU TSCHEWENGUR Eine Produktion des Maxim Gorki TheatersAufführungsrechte henschel Schauspiel, Übersetzungsrechte Suhrkamp Verlag Foto: Esra Rotthoff Filmstills: Chris Kondek


Kategorie: Anderes

»Ich habe eine Wut auf die Welt oder das System oder mich, weil ich alles verraten habe, woran ich nicht geglaubt habe, oder haben wir wirklich einmal daran geglaubt, die Welt zu retten? Die lagen doch nur dekorativ herum, die Bücher, die feministischen, marxistischen, queeren, die lagen herum, mit ihren Überschriften, über die wir nicht hinausgekommen sind, während wir lieber Serien geschaut haben. « Eine Sprecher*in – »Ich bin in dem Alter, in dem sich Ärzte gegen meine Beatmung entscheiden, wenn auf der Nachbarliege ein aufstrebender Port-folio-Manager liegt.« – zieht schonungslos Bilanz ihres Lebens und dem einer ganzen Generation im Neoliberalismus.»Ich hatte erwartet, dass mir in Erwartung des Todes das Unterbewusste faszinierende Bilder meines gelungenen Lebens zeigt. Und dass ich sie nur verdrängt hätte, die einzigartigen Momente voller Erfüllung, Liebe und Exotik. Aber was sich da einstellt, kann nur als unterdurchschnittlich be-zeichnet werden. Immobilien und Kühlschränke, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.«Sibylle Berg, die optimistische Pessimistin, wie sie sich selbst bezeichnet, zeigt abermals ihre Brillanz. Ihr gelingt ein aufrüttelndes, wütendes und starkes Stück voller Sprachintelligenz, Haltung und Humor.»Hat uns – bitte schön – irgendjemand auf diese Kränkung vorbereitet? Dass wir plötzlich unwichtig werden? Unsichtbar, auch wenn wir uns an die Regeln halten? Die es für Frauen gibt.« Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden, wieder in der Regie von Sebastian Nübling, ist der vierte und letzte Teil der Saga, die Sibylle Berg für uns geschrieben hat. Die Reise der vielstimmigen jungen Sprecher*in, die sie fulminant mit Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen begann und die sie auf der Suche nach dem Glück in einer unglücklichen Welt mit Und dann kam Mirna und Nach uns das All – Das innere Team kennt keine Pause begleitete, beendet sie scheinbar elegisch, mit einer polyphonen Sprecher*in, die auf das Leben zurückblickt. CUT. ACTION. Nominiert für »Stücke 2021« der 46. Mülheimer TheatertageAusgezeichnet als »Stück des Jahres« der Kritiker*innenumfrage 2020/21 von Theater Heute Uraufführung: 24/Oktober 2020  Im Stream anschauen  Abendzettel UND SICHER IST MIT MIR DIE WELT VERSCHWUNDEN   {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/F2_p0jxcdjA.jpg?itok=4cuUKvfS","video_url":"https://youtu.be/F2_p0jxcdjA","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]} Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

»Ich habe eine Wut auf die Welt oder das System oder mich, weil ich alles verraten habe, woran ich nicht geglaubt habe, oder haben wir wirklich einmal daran geglaubt, die Welt zu retten? Die lagen doch nur dekorativ herum, die Bücher, die feministischen, marxistischen, queeren, die lagen herum, mit ihren Überschriften, über die wir nicht hinausgekommen sind, während wir lieber Serien geschaut haben. « Eine Sprecher*in – »Ich bin in dem Alter, in dem sich Ärzte gegen meine Beatmung entscheiden, wenn auf der Nachbarliege ein aufstrebender Port-folio-Manager liegt.« – zieht schonungslos Bilanz ihres Lebens und dem einer ganzen Generation im Neoliberalismus.»Ich hatte erwartet, dass mir in Erwartung des Todes das Unterbewusste faszinierende Bilder meines gelungenen Lebens zeigt. Und dass ich sie nur verdrängt hätte, die einzigartigen Momente voller Erfüllung, Liebe und Exotik. Aber was sich da einstellt, kann nur als unterdurchschnittlich be-zeichnet werden. Immobilien und Kühlschränke, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.«Sibylle Berg, die optimistische Pessimistin, wie sie sich selbst bezeichnet, zeigt abermals ihre Brillanz. Ihr gelingt ein aufrüttelndes, wütendes und starkes Stück voller Sprachintelligenz, Haltung und Humor.»Hat uns – bitte schön – irgendjemand auf diese Kränkung vorbereitet? Dass wir plötzlich unwichtig werden? Unsichtbar, auch wenn wir uns an die Regeln halten? Die es für Frauen gibt.« Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden, wieder in der Regie von Sebastian Nübling, ist der vierte und letzte Teil der Saga, die Sibylle Berg für uns geschrieben hat. Die Reise der vielstimmigen jungen Sprecher*in, die sie fulminant mit Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen begann und die sie auf der Suche nach dem Glück in einer unglücklichen Welt mit Und dann kam Mirna und Nach uns das All – Das innere Team kennt keine Pause begleitete, beendet sie scheinbar elegisch, mit einer polyphonen Sprecher*in, die auf das Leben zurückblickt. CUT. ACTION. Nominiert für »Stücke 2021« der 46. Mülheimer TheatertageAusgezeichnet als »Stück des Jahres« der Kritiker*innenumfrage 2020/21 von Theater Heute Uraufführung: 24/Oktober 2020  Im Stream anschauen  Abendzettel UND SICHER IST MIT MIR DIE WELT VERSCHWUNDEN   {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/F2_p0jxcdjA.jpg?itok=4cuUKvfS","video_url":"https://youtu.be/F2_p0jxcdjA","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]} Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

»Ich habe eine Wut auf die Welt oder das System oder mich, weil ich alles verraten habe, woran ich nicht geglaubt habe, oder haben wir wirklich einmal daran geglaubt, die Welt zu retten? Die lagen doch nur dekorativ herum, die Bücher, die feministischen, marxistischen, queeren, die lagen herum, mit ihren Überschriften, über die wir nicht hinausgekommen sind, während wir lieber Serien geschaut haben. « Eine Sprecher*in – »Ich bin in dem Alter, in dem sich Ärzte gegen meine Beatmung entscheiden, wenn auf der Nachbarliege ein aufstrebender Port-folio-Manager liegt.« – zieht schonungslos Bilanz ihres Lebens und dem einer ganzen Generation im Neoliberalismus.»Ich hatte erwartet, dass mir in Erwartung des Todes das Unterbewusste faszinierende Bilder meines gelungenen Lebens zeigt. Und dass ich sie nur verdrängt hätte, die einzigartigen Momente voller Erfüllung, Liebe und Exotik. Aber was sich da einstellt, kann nur als unterdurchschnittlich be-zeichnet werden. Immobilien und Kühlschränke, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.«Sibylle Berg, die optimistische Pessimistin, wie sie sich selbst bezeichnet, zeigt abermals ihre Brillanz. Ihr gelingt ein aufrüttelndes, wütendes und starkes Stück voller Sprachintelligenz, Haltung und Humor.»Hat uns – bitte schön – irgendjemand auf diese Kränkung vorbereitet? Dass wir plötzlich unwichtig werden? Unsichtbar, auch wenn wir uns an die Regeln halten? Die es für Frauen gibt.« Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden, wieder in der Regie von Sebastian Nübling, ist der vierte und letzte Teil der Saga, die Sibylle Berg für uns geschrieben hat. Die Reise der vielstimmigen jungen Sprecher*in, die sie fulminant mit Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen begann und die sie auf der Suche nach dem Glück in einer unglücklichen Welt mit Und dann kam Mirna und Nach uns das All – Das innere Team kennt keine Pause begleitete, beendet sie scheinbar elegisch, mit einer polyphonen Sprecher*in, die auf das Leben zurückblickt. CUT. ACTION. Nominiert für »Stücke 2021« der 46. Mülheimer TheatertageAusgezeichnet als »Stück des Jahres« der Kritiker*innenumfrage 2020/21 von Theater Heute Uraufführung: 24/Oktober 2020  Im Stream anschauen  Abendzettel UND SICHER IST MIT MIR DIE WELT VERSCHWUNDEN   {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/F2_p0jxcdjA.jpg?itok=4cuUKvfS","video_url":"https://youtu.be/F2_p0jxcdjA","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]} Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater

»Ich habe eine Wut auf die Welt oder das System oder mich, weil ich alles verraten habe, woran ich nicht geglaubt habe, oder haben wir wirklich einmal daran geglaubt, die Welt zu retten? Die lagen doch nur dekorativ herum, die Bücher, die feministischen, marxistischen, queeren, die lagen herum, mit ihren Überschriften, über die wir nicht hinausgekommen sind, während wir lieber Serien geschaut haben. « Eine Sprecher*in – »Ich bin in dem Alter, in dem sich Ärzte gegen meine Beatmung entscheiden, wenn auf der Nachbarliege ein aufstrebender Port-folio-Manager liegt.« – zieht schonungslos Bilanz ihres Lebens und dem einer ganzen Generation im Neoliberalismus.»Ich hatte erwartet, dass mir in Erwartung des Todes das Unterbewusste faszinierende Bilder meines gelungenen Lebens zeigt. Und dass ich sie nur verdrängt hätte, die einzigartigen Momente voller Erfüllung, Liebe und Exotik. Aber was sich da einstellt, kann nur als unterdurchschnittlich be-zeichnet werden. Immobilien und Kühlschränke, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.«Sibylle Berg, die optimistische Pessimistin, wie sie sich selbst bezeichnet, zeigt abermals ihre Brillanz. Ihr gelingt ein aufrüttelndes, wütendes und starkes Stück voller Sprachintelligenz, Haltung und Humor.»Hat uns – bitte schön – irgendjemand auf diese Kränkung vorbereitet? Dass wir plötzlich unwichtig werden? Unsichtbar, auch wenn wir uns an die Regeln halten? Die es für Frauen gibt.« Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden, wieder in der Regie von Sebastian Nübling, ist der vierte und letzte Teil der Saga, die Sibylle Berg für uns geschrieben hat. Die Reise der vielstimmigen jungen Sprecher*in, die sie fulminant mit Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen begann und die sie auf der Suche nach dem Glück in einer unglücklichen Welt mit Und dann kam Mirna und Nach uns das All – Das innere Team kennt keine Pause begleitete, beendet sie scheinbar elegisch, mit einer polyphonen Sprecher*in, die auf das Leben zurückblickt. CUT. ACTION. Nominiert für »Stücke 2021« der 46. Mülheimer TheatertageAusgezeichnet als »Stück des Jahres« der Kritiker*innenumfrage 2020/21 von Theater Heute Uraufführung: 24/Oktober 2020  Im Stream anschauen  Abendzettel UND SICHER IST MIT MIR DIE WELT VERSCHWUNDEN   {"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/F2_p0jxcdjA.jpg?itok=4cuUKvfS","video_url":"https://youtu.be/F2_p0jxcdjA","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":0},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv)."]} Foto: Esra RotthoffBühnenfotos: Ute Langkafel


Kategorie: Theater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.04.22
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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