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Spielplan für Mai 2019

K: Ich weiß nicht, er ist jetzt schon 97 Jahre alt und spielt immer noch. Den Tolstoi hatte er schon mit 43 gespielt. Und jetzt spielt er ihn wieder. Den jungen Tolstoi! Also er hat sich den Bart abrasiert dafür. Er hatte so einen grauen Tolstoi-Bart, und den hat er sich gestern abrasieren lassen. Er sah dem alten Tolstoi ähnlicher als der sich selbst. Jetzt ist er ein alter, glattrasierter 43-Jahre-Tolstoi. Also es wäre besser gewesen, man würde nicht zu viel davon sehen und er hätte den Bart dran gelassen. Aber solch einen Bart hat natürlich auch kein 43jähriger Tolstoi. Und den spielt er jetzt nun mal. Es ist schon verrückt, das Theater. Und andererseits fällt einem auf, dass die jungen Leute da draußen so auf alt und müde geschminkt sind, mit grauen Haaren und schwarzen Augenrändern. Sie sitzen da, auf der Wiese, und man kann ja auch nicht genug von ihnen sehen, aber dann fallen einem ihre grauen Haare auf, und die müden Ringe um die Augen. Als wären die großen Werke an den Teenagern hängengeblieben. Ja, die jungen Leute! All die jungen Leute, die total alt aussehen, und die alten versuchen immer jung zu bleiben… Irgendwas ist dran an dem „jung und alt“. Sag ich jetzt mal so. Es gibt die Jungen, es gibt die Mittelalten und die Älteren. Natürlich, es gibt noch mehr. Aber jung und alt, sag ich mal so, das ist ein Thema. Ich hatte ja immer einen Blick für die jungen Leute, ein Gefühl dafür. Man müsste sie aufbauen. Ja, klingt schlimm, ich weiß. Oder man müsste sie verderben, wie die Philosophie es mal gemacht hat. Man müsste sich an die Jugend richten. Aber bei all dem Schönen hier und Einheitlichen laufen da zu wenig Jugendliche rum. Oder junge Erwachsene. Im Sommer sind sie am See und das ist toll. Dann ist da Musik und die kiffen und tanzen und sehen übrigens auch toll aus. Und dabei schieben sie den grauen Vorhang ihrer Haare zur Seite und denken: Was hab ich zu sagen? Was will ich sagen, wo steh ich jetzt gerade? In der Welt. Und nicht im Theater. Ja, das weiß ich jetzt nicht so genau. Wo sind wir, fragen die Jungen. Wo sind wir, fragen die Alten… Da ist so ein Türchen im Nirgendwo. Es ist eine Pforte. Und sie führt in das Innere von Tolstoi, oder in das Innere des Kastens, in dem der Vorhang normalerweise verweilt. Nur, hier hat er beschlossen, ein Tänzchen aufzuführn. Hier gibt es anscheinend eine Pforte und eine Tür, und dahinter kann man weiter dem Vorhang zusehen. Wie einem Anfang und einem Ende gleichzeitig. Was machen die Menschen da? Nein, seht nicht auf sie. Seht auf den Vorhang! Ihr habt immer falsch hingesehen, auf die komischen Figuren da unten. Seht doch mal auf den Stoff! Und wie der sich bewegt. Man hat sich mit einem Stoff beschäftigt, Bühnenbildnerinnen zum Beispiel, und dann passiert sowas, wie das hier. Seht euch nicht die Engel an, die zu Beginn von Goethes Faust herumstehen und deklamieren, dass die Sonne tönt nach alter Weise, dass Paradieseshelle wechselt mit tiefer schauervoller Nacht, sondern seht weiter auf die Flügel dieses Vorhangs, auf diesen Vorhang, dem anscheinend Flügel gewachsen sind.


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Die Ausnahmechoreographin Florentina Holzinger nimmt sich in ihrer neuen Performance A Divine Comedy nicht weniger vor als das weltbekannte und gleichnamige Werk des italienischen Dichters Dante Alighieri in die Gegenwart zu katapultieren. Für ihre ganz eigene Version der Geschichte verbindet Holzinger die ursprünglichen drei Teile, Hölle, Fegefeuer und Paradies, um Himmel und Hölle ins Hier und Jetzt, vor allem aber in Bewegung zu versetzen. Die in unserer Kultur tief verankerte Unterscheidung hebt sie auf und bringt eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, tänzerischer und musikalischer Disziplinen zusammen, um mit ihnen die menschliche Dimension von Leben und Tod zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, bereist sie die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien. In ihrer spektakulären Performance scheut Holzinger nicht, den Tod selbst zu sezieren: Sie entwirft ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, mit der Frage, wie darstellbar wird, was nicht vorstellbar ist. Der Körper der Performer:innen wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen. Dabei wird die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose. Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. HINWEIS Wir empfehlen für den Besuch der Vorstellung ein Mindestalter von 18 Jahren. Wir weisen außerdem darauf hin, dass in dieser Vorstellung Stroboskopeffekte genutzt werden.


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Die Ausnahmechoreographin Florentina Holzinger nimmt sich in ihrer neuen Performance A Divine Comedy nicht weniger vor als das weltbekannte und gleichnamige Werk des italienischen Dichters Dante Alighieri in die Gegenwart zu katapultieren. Für ihre ganz eigene Version der Geschichte verbindet Holzinger die ursprünglichen drei Teile, Hölle, Fegefeuer und Paradies, um Himmel und Hölle ins Hier und Jetzt, vor allem aber in Bewegung zu versetzen. Die in unserer Kultur tief verankerte Unterscheidung hebt sie auf und bringt eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, tänzerischer und musikalischer Disziplinen zusammen, um mit ihnen die menschliche Dimension von Leben und Tod zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, bereist sie die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien. In ihrer spektakulären Performance scheut Holzinger nicht, den Tod selbst zu sezieren: Sie entwirft ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, mit der Frage, wie darstellbar wird, was nicht vorstellbar ist. Der Körper der Performer:innen wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen. Dabei wird die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose. Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. HINWEIS Wir empfehlen für den Besuch der Vorstellung ein Mindestalter von 18 Jahren. Wir weisen außerdem darauf hin, dass in dieser Vorstellung Stroboskopeffekte genutzt werden.


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Die Ausnahmechoreographin Florentina Holzinger nimmt sich in ihrer neuen Performance A Divine Comedy nicht weniger vor als das weltbekannte und gleichnamige Werk des italienischen Dichters Dante Alighieri in die Gegenwart zu katapultieren. Für ihre ganz eigene Version der Geschichte verbindet Holzinger die ursprünglichen drei Teile, Hölle, Fegefeuer und Paradies, um Himmel und Hölle ins Hier und Jetzt, vor allem aber in Bewegung zu versetzen. Die in unserer Kultur tief verankerte Unterscheidung hebt sie auf und bringt eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, tänzerischer und musikalischer Disziplinen zusammen, um mit ihnen die menschliche Dimension von Leben und Tod zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, bereist sie die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien. In ihrer spektakulären Performance scheut Holzinger nicht, den Tod selbst zu sezieren: Sie entwirft ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, mit der Frage, wie darstellbar wird, was nicht vorstellbar ist. Der Körper der Performer:innen wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen. Dabei wird die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose. Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. HINWEIS Wir empfehlen für den Besuch der Vorstellung ein Mindestalter von 18 Jahren. Wir weisen außerdem darauf hin, dass in dieser Vorstellung Stroboskopeffekte genutzt werden.


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K: Ich weiß nicht, er ist jetzt schon 97 Jahre alt und spielt immer noch. Den Tolstoi hatte er schon mit 43 gespielt. Und jetzt spielt er ihn wieder. Den jungen Tolstoi! Also er hat sich den Bart abrasiert dafür. Er hatte so einen grauen Tolstoi-Bart, und den hat er sich gestern abrasieren lassen. Er sah dem alten Tolstoi ähnlicher als der sich selbst. Jetzt ist er ein alter, glattrasierter 43-Jahre-Tolstoi. Also es wäre besser gewesen, man würde nicht zu viel davon sehen und er hätte den Bart dran gelassen. Aber solch einen Bart hat natürlich auch kein 43jähriger Tolstoi. Und den spielt er jetzt nun mal. Es ist schon verrückt, das Theater. Und andererseits fällt einem auf, dass die jungen Leute da draußen so auf alt und müde geschminkt sind, mit grauen Haaren und schwarzen Augenrändern. Sie sitzen da, auf der Wiese, und man kann ja auch nicht genug von ihnen sehen, aber dann fallen einem ihre grauen Haare auf, und die müden Ringe um die Augen. Als wären die großen Werke an den Teenagern hängengeblieben. Ja, die jungen Leute! All die jungen Leute, die total alt aussehen, und die alten versuchen immer jung zu bleiben… Irgendwas ist dran an dem „jung und alt“. Sag ich jetzt mal so. Es gibt die Jungen, es gibt die Mittelalten und die Älteren. Natürlich, es gibt noch mehr. Aber jung und alt, sag ich mal so, das ist ein Thema. Ich hatte ja immer einen Blick für die jungen Leute, ein Gefühl dafür. Man müsste sie aufbauen. Ja, klingt schlimm, ich weiß. Oder man müsste sie verderben, wie die Philosophie es mal gemacht hat. Man müsste sich an die Jugend richten. Aber bei all dem Schönen hier und Einheitlichen laufen da zu wenig Jugendliche rum. Oder junge Erwachsene. Im Sommer sind sie am See und das ist toll. Dann ist da Musik und die kiffen und tanzen und sehen übrigens auch toll aus. Und dabei schieben sie den grauen Vorhang ihrer Haare zur Seite und denken: Was hab ich zu sagen? Was will ich sagen, wo steh ich jetzt gerade? In der Welt. Und nicht im Theater. Ja, das weiß ich jetzt nicht so genau. Wo sind wir, fragen die Jungen. Wo sind wir, fragen die Alten… Da ist so ein Türchen im Nirgendwo. Es ist eine Pforte. Und sie führt in das Innere von Tolstoi, oder in das Innere des Kastens, in dem der Vorhang normalerweise verweilt. Nur, hier hat er beschlossen, ein Tänzchen aufzuführn. Hier gibt es anscheinend eine Pforte und eine Tür, und dahinter kann man weiter dem Vorhang zusehen. Wie einem Anfang und einem Ende gleichzeitig. Was machen die Menschen da? Nein, seht nicht auf sie. Seht auf den Vorhang! Ihr habt immer falsch hingesehen, auf die komischen Figuren da unten. Seht doch mal auf den Stoff! Und wie der sich bewegt. Man hat sich mit einem Stoff beschäftigt, Bühnenbildnerinnen zum Beispiel, und dann passiert sowas, wie das hier. Seht euch nicht die Engel an, die zu Beginn von Goethes Faust herumstehen und deklamieren, dass die Sonne tönt nach alter Weise, dass Paradieseshelle wechselt mit tiefer schauervoller Nacht, sondern seht weiter auf die Flügel dieses Vorhangs, auf diesen Vorhang, dem anscheinend Flügel gewachsen sind.


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Die Ausnahmechoreographin Florentina Holzinger nimmt sich in ihrer neuen Performance A Divine Comedy nicht weniger vor als das weltbekannte und gleichnamige Werk des italienischen Dichters Dante Alighieri in die Gegenwart zu katapultieren. Für ihre ganz eigene Version der Geschichte verbindet Holzinger die ursprünglichen drei Teile, Hölle, Fegefeuer und Paradies, um Himmel und Hölle ins Hier und Jetzt, vor allem aber in Bewegung zu versetzen. Die in unserer Kultur tief verankerte Unterscheidung hebt sie auf und bringt eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, tänzerischer und musikalischer Disziplinen zusammen, um mit ihnen die menschliche Dimension von Leben und Tod zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, bereist sie die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien. In ihrer spektakulären Performance scheut Holzinger nicht, den Tod selbst zu sezieren: Sie entwirft ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, mit der Frage, wie darstellbar wird, was nicht vorstellbar ist. Der Körper der Performer:innen wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen. Dabei wird die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose. Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. HINWEIS Wir empfehlen für den Besuch der Vorstellung ein Mindestalter von 18 Jahren. Wir weisen außerdem darauf hin, dass in dieser Vorstellung Stroboskopeffekte genutzt werden.


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Die Ausnahmechoreographin Florentina Holzinger nimmt sich in ihrer neuen Performance A Divine Comedy nicht weniger vor als das weltbekannte und gleichnamige Werk des italienischen Dichters Dante Alighieri in die Gegenwart zu katapultieren. Für ihre ganz eigene Version der Geschichte verbindet Holzinger die ursprünglichen drei Teile, Hölle, Fegefeuer und Paradies, um Himmel und Hölle ins Hier und Jetzt, vor allem aber in Bewegung zu versetzen. Die in unserer Kultur tief verankerte Unterscheidung hebt sie auf und bringt eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, tänzerischer und musikalischer Disziplinen zusammen, um mit ihnen die menschliche Dimension von Leben und Tod zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, bereist sie die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien. In ihrer spektakulären Performance scheut Holzinger nicht, den Tod selbst zu sezieren: Sie entwirft ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, mit der Frage, wie darstellbar wird, was nicht vorstellbar ist. Der Körper der Performer:innen wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen. Dabei wird die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose. Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. HINWEIS Wir empfehlen für den Besuch der Vorstellung ein Mindestalter von 18 Jahren. Wir weisen außerdem darauf hin, dass in dieser Vorstellung Stroboskopeffekte genutzt werden.


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K: Ich weiß nicht, er ist jetzt schon 97 Jahre alt und spielt immer noch. Den Tolstoi hatte er schon mit 43 gespielt. Und jetzt spielt er ihn wieder. Den jungen Tolstoi! Also er hat sich den Bart abrasiert dafür. Er hatte so einen grauen Tolstoi-Bart, und den hat er sich gestern abrasieren lassen. Er sah dem alten Tolstoi ähnlicher als der sich selbst. Jetzt ist er ein alter, glattrasierter 43-Jahre-Tolstoi. Also es wäre besser gewesen, man würde nicht zu viel davon sehen und er hätte den Bart dran gelassen. Aber solch einen Bart hat natürlich auch kein 43jähriger Tolstoi. Und den spielt er jetzt nun mal. Es ist schon verrückt, das Theater. Und andererseits fällt einem auf, dass die jungen Leute da draußen so auf alt und müde geschminkt sind, mit grauen Haaren und schwarzen Augenrändern. Sie sitzen da, auf der Wiese, und man kann ja auch nicht genug von ihnen sehen, aber dann fallen einem ihre grauen Haare auf, und die müden Ringe um die Augen. Als wären die großen Werke an den Teenagern hängengeblieben. Ja, die jungen Leute! All die jungen Leute, die total alt aussehen, und die alten versuchen immer jung zu bleiben… Irgendwas ist dran an dem „jung und alt“. Sag ich jetzt mal so. Es gibt die Jungen, es gibt die Mittelalten und die Älteren. Natürlich, es gibt noch mehr. Aber jung und alt, sag ich mal so, das ist ein Thema. Ich hatte ja immer einen Blick für die jungen Leute, ein Gefühl dafür. Man müsste sie aufbauen. Ja, klingt schlimm, ich weiß. Oder man müsste sie verderben, wie die Philosophie es mal gemacht hat. Man müsste sich an die Jugend richten. Aber bei all dem Schönen hier und Einheitlichen laufen da zu wenig Jugendliche rum. Oder junge Erwachsene. Im Sommer sind sie am See und das ist toll. Dann ist da Musik und die kiffen und tanzen und sehen übrigens auch toll aus. Und dabei schieben sie den grauen Vorhang ihrer Haare zur Seite und denken: Was hab ich zu sagen? Was will ich sagen, wo steh ich jetzt gerade? In der Welt. Und nicht im Theater. Ja, das weiß ich jetzt nicht so genau. Wo sind wir, fragen die Jungen. Wo sind wir, fragen die Alten… Da ist so ein Türchen im Nirgendwo. Es ist eine Pforte. Und sie führt in das Innere von Tolstoi, oder in das Innere des Kastens, in dem der Vorhang normalerweise verweilt. Nur, hier hat er beschlossen, ein Tänzchen aufzuführn. Hier gibt es anscheinend eine Pforte und eine Tür, und dahinter kann man weiter dem Vorhang zusehen. Wie einem Anfang und einem Ende gleichzeitig. Was machen die Menschen da? Nein, seht nicht auf sie. Seht auf den Vorhang! Ihr habt immer falsch hingesehen, auf die komischen Figuren da unten. Seht doch mal auf den Stoff! Und wie der sich bewegt. Man hat sich mit einem Stoff beschäftigt, Bühnenbildnerinnen zum Beispiel, und dann passiert sowas, wie das hier. Seht euch nicht die Engel an, die zu Beginn von Goethes Faust herumstehen und deklamieren, dass die Sonne tönt nach alter Weise, dass Paradieseshelle wechselt mit tiefer schauervoller Nacht, sondern seht weiter auf die Flügel dieses Vorhangs, auf diesen Vorhang, dem anscheinend Flügel gewachsen sind.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


Kategorie:

1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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„Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten“ sind Erzählungen von Muammar al-Gaddafi, des libyschen Staatschefs. Der Herausgeber und Übersetzer Gernot Rotter (1941-2010) war einer der besten deutschen Kenner der arabischen Gegenwart. Die Texte stammen aus einer Sammlung, die schon 1993 in Libyen erschien, entstanden also lange vor der realpolitischen Wende Muammar al-Gaddafis .Es sind zwölf Texte, und fast jeder davon ist eine Offenbarung.Es sind Erzählungen auch in dem Sinne, dass Gaddafi seine Geschichten, seine Überlegungen nicht aufgeschrieben, sondern gesprochen hat. Wer die Geschichten liest, sieht dem Erzähler zu, wie er unter seinen Hörern sitzt und ihnen erzählt, was er so denkt und wie er sich hineinsteigert in das, was ihm gerade eingefallen ist und wie es ihm Spaß macht, noch eins drauf zu setzen. Das sind nicht die Heiligen Texte eines Diktators, das sind die ironischen, Volten schlagenden, extemporierten Vergnügungen eines Spaßmachers.  Es gibt bei uns nicht ein einziges solches Buch. „Der Selbstmord des Astronauten“ zum Beispiel ist eine Geschichte mit einer einfachen Moral: der Astronaut wird verhungern, weil er nicht weiß, wie der Boden zu bearbeiten ist. Die Gesellschaft braucht also mehr Bauern als Astronauten. So liest sich die Geschichte, wenn man sie auf ihre Moral reduziert. Eine Fabel wie aus der chinesischen Kulturrevolution. Liest man dagegen auch die Geschichte selbst, dann bemerkt man die Ober- und die Untertöne. Man spürt den Spott für die großartigen astronomischen Kenntnisse des Astronauten, aber man bemerkt auch, mit welcher Verve der Erzähler diese Kenntnisse ausbreitet. Wenn Ironie heißt, aus Liebe verspotten, dann liebt Gaddafi den Astronauten Die letzten Erzählungen richten sich alle gegen islamischen Fundamentalismus. Es sind keine Traktate, sondern  scheinbar beiläufige Überlegungen. Der Autor fährt keine großen Geschütze auf. Seine zentrale Waffe ist Spott. Man muss das Buch lesen, wenn man eine Ahnung bekommen möchte, wie Gaddafi denkt. Man liest es gerne, weil es Spaß macht zu sehen, wie er denkt, und weil ihm diese Art zu denken sichtlich Vergnügen bereitet. Man muss das Buch auch lesen, um ein altes Vorurteil zu revidieren: Ironie ist nicht die Waffe der Unterlegenen. Ironie ist eine Haltung, die wenig damit zu tun hat, welche Rolle man im Leben spielt. Gaddafi ist das überzeugende Beispiel eines ironischen Diktators, eines Mannes also, der fähig ist, sich und sein Leben zu durchschauen und doch daran festhält, weil er weiß, dass er kein anderes hat. Arno Widmann Muammar al-Gaddafi: „Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde und der Selbstmord des Astronauten“ [https://www.perlentaucher.de/buch/muammar-al-gaddafi/das-dorf-das-dorf-die-erde-die-erde-und-der-selbstmord-des-astronauten.html]. Herausgegeben, kommentiert und übersetzt von Gernot Rotter. Belleville, München 2004 Muammar al-Gaddafi, 1942 in Sirte (Tripolitanien) geboren, erhielt eine Offiziersausbildung in Großbritannien. 1969 putschte er gegen König Idris und übernahm als Führer einer Militärjunta die Macht.  Gaddafi propagierte innenpolitisch das System der Volkskongresse als direkte Demokratie ohne Parlamentarismus. 1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf die Regierung zu verlieren.Gaddafi führte Libyen in weitgehende Isolation gegenüber dem Westen, besonders den USA, die 1986 Tripolis und Banghazi bombardierten, da Libyen Terroranschläge gegen US-Bürger unterstützte. 2011 kam es in Libyen zu landesweiten Aufständen, die von Luftangriffen der Vereinigten Staaten, Kanada und mehrere westeuropäische Staaten unterstützt wurden, die eine Flugverbotszone durchsetzen wollten. Ab dem 27. Juni 2011 wurde Gaddafi als mutmaßlicher Kriegsverbrecher und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit per Haftbefehl weltweit gesucht. Am 20. Oktober 2011 wurde er von libyschen Rebellen getötet.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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„Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten“ sind Erzählungen von Muammar al-Gaddafi, des libyschen Staatschefs. Der Herausgeber und Übersetzer Gernot Rotter (1941-2010) war einer der besten deutschen Kenner der arabischen Gegenwart. Die Texte stammen aus einer Sammlung, die schon 1993 in Libyen erschien, entstanden also lange vor der realpolitischen Wende Muammar al-Gaddafis .Es sind zwölf Texte, und fast jeder davon ist eine Offenbarung.Es sind Erzählungen auch in dem Sinne, dass Gaddafi seine Geschichten, seine Überlegungen nicht aufgeschrieben, sondern gesprochen hat. Wer die Geschichten liest, sieht dem Erzähler zu, wie er unter seinen Hörern sitzt und ihnen erzählt, was er so denkt und wie er sich hineinsteigert in das, was ihm gerade eingefallen ist und wie es ihm Spaß macht, noch eins drauf zu setzen. Das sind nicht die Heiligen Texte eines Diktators, das sind die ironischen, Volten schlagenden, extemporierten Vergnügungen eines Spaßmachers.  Es gibt bei uns nicht ein einziges solches Buch. „Der Selbstmord des Astronauten“ zum Beispiel ist eine Geschichte mit einer einfachen Moral: der Astronaut wird verhungern, weil er nicht weiß, wie der Boden zu bearbeiten ist. Die Gesellschaft braucht also mehr Bauern als Astronauten. So liest sich die Geschichte, wenn man sie auf ihre Moral reduziert. Eine Fabel wie aus der chinesischen Kulturrevolution. Liest man dagegen auch die Geschichte selbst, dann bemerkt man die Ober- und die Untertöne. Man spürt den Spott für die großartigen astronomischen Kenntnisse des Astronauten, aber man bemerkt auch, mit welcher Verve der Erzähler diese Kenntnisse ausbreitet. Wenn Ironie heißt, aus Liebe verspotten, dann liebt Gaddafi den Astronauten Die letzten Erzählungen richten sich alle gegen islamischen Fundamentalismus. Es sind keine Traktate, sondern  scheinbar beiläufige Überlegungen. Der Autor fährt keine großen Geschütze auf. Seine zentrale Waffe ist Spott. Man muss das Buch lesen, wenn man eine Ahnung bekommen möchte, wie Gaddafi denkt. Man liest es gerne, weil es Spaß macht zu sehen, wie er denkt, und weil ihm diese Art zu denken sichtlich Vergnügen bereitet. Man muss das Buch auch lesen, um ein altes Vorurteil zu revidieren: Ironie ist nicht die Waffe der Unterlegenen. Ironie ist eine Haltung, die wenig damit zu tun hat, welche Rolle man im Leben spielt. Gaddafi ist das überzeugende Beispiel eines ironischen Diktators, eines Mannes also, der fähig ist, sich und sein Leben zu durchschauen und doch daran festhält, weil er weiß, dass er kein anderes hat. Arno Widmann Muammar al-Gaddafi: „Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde und der Selbstmord des Astronauten“ [https://www.perlentaucher.de/buch/muammar-al-gaddafi/das-dorf-das-dorf-die-erde-die-erde-und-der-selbstmord-des-astronauten.html]. Herausgegeben, kommentiert und übersetzt von Gernot Rotter. Belleville, München 2004 Muammar al-Gaddafi, 1942 in Sirte (Tripolitanien) geboren, erhielt eine Offiziersausbildung in Großbritannien. 1969 putschte er gegen König Idris und übernahm als Führer einer Militärjunta die Macht.  Gaddafi propagierte innenpolitisch das System der Volkskongresse als direkte Demokratie ohne Parlamentarismus. 1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf die Regierung zu verlieren.Gaddafi führte Libyen in weitgehende Isolation gegenüber dem Westen, besonders den USA, die 1986 Tripolis und Banghazi bombardierten, da Libyen Terroranschläge gegen US-Bürger unterstützte. 2011 kam es in Libyen zu landesweiten Aufständen, die von Luftangriffen der Vereinigten Staaten, Kanada und mehrere westeuropäische Staaten unterstützt wurden, die eine Flugverbotszone durchsetzen wollten. Ab dem 27. Juni 2011 wurde Gaddafi als mutmaßlicher Kriegsverbrecher und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit per Haftbefehl weltweit gesucht. Am 20. Oktober 2011 wurde er von libyschen Rebellen getötet.


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Es war eine Postkarte mit billigem 3D-Effekt, die meine Schwester mir schickte.Wir hatten sechs Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.Das Motiv, das sie für dieses erste Lebenszeichen wählte, war seltsam.Eine bewegte Version von Michelangelos Erschaffung Adams.Die ausgestreckte Hand des Menschen, die niemals die von Gott berühren darf, weil sie ihr nicht gleichen, sondern nur ähneln soll, ergriff durch die Bewegung der Karte doch die seines Herrschers.Seine Finger widersetzten sich der Bestimmung zu gehorchen, so wie meine, als sie suchend über den Absender der Nachricht tasteten. Barranconi, Mother Child Resort, Sardinia. Ein Ort, an dem ich bald schon neben noch fremden Körpern lag, deren Füße zu warme Decken von sich strampelten. In einem Zimmer, das als Toberaum vorgesehen war, aber von einem der Kinder versehentlich als TOTOBEBE RAUM ausgeschildert wurde.Was war das bloß für eine Einrichtigung? Mit: Selma Schulte-Frohlinde, Ann Göbel, Joseph Löcker, Inga Busch, Max Grosse, Yasmin El Yassini, Leonie Jenning, Nastasya Tikhnovetskaya, Alexandra Gottschlich, Sibylle Paetow-Spinosa, Laura Carmen Storz, Jan Koslowski, Luis August Krawen, Martin Lindner, Casper Kubeng, Maila Stahl, Pál Tóth, Margarita Broich, Marco Fontana, Sebastiano Nicolai, Erik Ciocoiu, Matteo Ciocoiu, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Helleni Gabriel Dloomy, Jonah Raphael Dloomy, Rosa Kremser, Milo Kremser, Nuka Mušikić, Coco Emilia Freund, Rosa Lemberg, Lorenzo Barbetta, Moreno Barbetta, Silvia Vercelloni, Agnese Vacca, Lorenzo Falcru, Riccardo Lanzone, Leon Klausing, Fabio Romagna, Edoardo Marchetti, Martin Lindner Text und Regie: Martha MechowProduktion: Hans BroichMontage: Felix LeitnerDramaturgie: Charlotte BrandhorstKamera:  Nils Jakob Timm, Luis August KrawenOriginal-Ton: Dorian Sorg, Martin LindnerTongestaltung: Sebastian DieterleMischung: Sebastian DieterleMusik: Fee Aviv Marschall, Toni Mosebach,Kostüme: Nina Mechow, Yasmin El YassiniAusstattung: Nina MechowSet Design Sardinien: Kastania WaldmüllerSet Design Berlin: Sanna LeoneZeichnungen: Selma Juana Schulte-FrohlindeAnimation: Luis August KrawenProduktionsassistenz: Franz Broich, Helena MechowÜbersetzung und Kinderbetreuung: Paolina WandruszkaVerpflegung: Jan Koslowski, Margarita Broich, Dirk Schmalenbach Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HfbK, dem e.V für Kunst und Familie Waldsiversdorf, der Starfish GmbH, Cash for Culture und der Filmakademie Wien.


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Was ist Faschismus? Eine Bewegung? Ein gleichgeschaltetes Herrschaftssystem? Oder ein Gedankengebäude? Wie bricht man die Welle des globalen Faschismus? Paul Mason bringt seine große Begabung zum Einsatz: historische Neugier und das Talent, Theorien griffig zusammen zu fassen. Die Hoffnung, man müsse nur die Unwahrheiten der Autoritären aufdecken, ist naiv. Stattdessen müssen Linke und Liberale eine positive Gegenvision entwickeln und mit ökonomischen Reformen das Leben aller verbessern. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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1,5 Meter 1,5 Grad 1,5 Atomkoffer 2 x 1,5 Atomkoffer   Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.Da würde ich heulen, sofort.Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin! Ich seh die zukünftigen Generationen nicht, ich seh die Gesichter nicht, die ja sofort ein Gesprächsangebot wären. Aber es könnte sein, dass mich das Ganze an etwas erinnert: Ich seh dich ja auch nicht. Eine Rakete, ein Krieg, der mir sagt, ich kann nicht mehr nur über uns beide reden. Aber ist in deinem Gesicht nicht, und in dem Gesprächsangebot das es mir sofort macht, SOFORT, die Gerechtigkeit, Mitleid, Liebe auch für abstrakt bleibende künftige Generationen aller Wesen auf diesem Planeten zu finden? Vor einem Kind sitzend, erwägt man vielleicht wenigstens eine oder zwei zukünftige Generationen, warum nicht eine dritte und vierte, die diese Augen nicht mehr sehen wird? Und eine fünfte, die nie von uns gehört hat? Ist es unvorstellbar? Oder aus welcher Enge unserer Selbstsucht müssten wir da heraus, um das zu verstehn? Hat von denen, die noch nicht geboren sind, überhaupt jemand noch Lust, sein Gesicht, seinen Körper so sehr in diese Welt zu setzen, so sehr, dass man nicht an ihm vorbeikommt? Wird sich von den Ungeborenen noch jemand aufmachen wollen, um hier zu stören? Wird irgendeine DNA noch die unvorstellbar unendlichen Kopiervorgänge auf sich nehmen wollen, um sich aus dem Fenster zu lehnen? Man muss die Zukünftigen die Welt mitgestalten lassen. Sie werden sicher nicht das sein, was wir erwartet haben, und deshalb sollten wir auch nicht das sein, was sie grobfahrlässig dann erwartete. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft vorhersehbar. Man müsste sie wieder unvorhersehbar machen. Wir sollten wieder das werden: die zukünftige Generationen höflich Fragenden. So wie es jetzt ist, ist die Zukunft ein ausgetretener Pfad. Meine Therapeutin hat ja auch gesagt: Du kommst nicht wieder. Und sie kennt ja alle Geschichten mit dir. Und ich soll mich statt um dich, jetzt lieber um mich selber kümmern. Aber ich denke mal, das lässt sich genauso gut umbiegen auf zukünftige Generationen. Ich weiß ja, wie es ist, in Gesichter nicht reinschießen zu können, sondern eigentlich sofort und automatisch jedes Gesicht als ein Gesprächsangebot zu sehen. Nur eben jetzt auch Gesichter, die noch nicht geboren worden sind. In die schießt ja jeder von uns rein gerade. Wie an einem Strand ein Gesicht aus Sand formen zu wollen, der mit Mikroplastik verseucht ist, das ist ja wie in jedes Gesicht reinzuschießen, das noch nicht geboren ist. Du hast das Gesicht fertig an einem Strand und dann siehst du wie zerschossen das ist, noch bevor es die nächste Welle wegspült. Das Gesicht im Sand wird nicht vergehen. Die Maske sagt ja dem, der sie trägt, der Planet hier hat keine Atmosphäre. Und die hat er ja wirklich nicht. Wir sind damit wie Fremde auf einem anderen Planeten. Und die Maske sagt ja denen, die sie sehen, zwei Fremde können mit ihr nicht jene Vorleistung des Vertrauens erbringen, die im demonstrativen Verzicht auf Tarnung und Bewaffnung besteht. In Kyiv ja auch nicht. Jetzt sitzen die mit Masken da und *schnipps*, sitzen die vielleicht gleich mit Gasmasken da. In keinem Krieg sind so viele so einsam gestorben.   AN DIE NACHGEBORENEN (UND DIE VERANTWORTUNG NEU KALIBRIEREN) Wirklich. Ich wünschte, ich würde in gegenwärtigeren Zeiten leben. Der eigentliche Hochseilakt ist ja,sich nichts schönzuredenNicht nur die Botoxstirn ist unempfindlichDie Stirn, als sie sich noch in Falten legte, und so sehr sie es tatWar auch unempfindlich Was sind das für Zeiten,In denen die Feiern des Lebens im Hier und JetztUns nicht gegenwärtig genug erscheinen?Weil sie die Sorge für die zukünftigen Gesichter ausschließen,Die wir noch nicht kennen! Das, was zwischen uns beiden konkret gelingt,Ist wohl nicht tauglichfür eine Sorge für die, die uns abstrakt bleiben:die Nachgeborenen Man denkt an ein Gesicht und man will ja auch, dass das Gesicht an einen denkt.Es gibt ja den Wunsch, dass der andere an einen denkt.Und es müsste ja den Wunsch geben, kein abstraktes Verhältnis zu Gesichtern zu haben, die es noch nicht gibt.An die nicht zu denken ist und die an einen noch nicht denken. Es ist wahr: Ich hatte einen Schlüssel zum HausFür das Miteinandersein war der Schlüssel die GegenwärtigkeitUnd wäre die nicht auch ein Schlüssel für den Umgang mit der Welt?Für den Umgang mit dem festen Boden unter den Füßen Die Liebe, der Sinn für Gerechtigkeit, der in uns schlummert,kann abgerufen werden im konkreten MiteinanderWarum ruft nichts von dem Vieleneine Sorge für die abstrakten künftigen Wesen hervor,Die wir noch nicht kennen Die Idee der Verantwortung war uns bekannt, wenn wir zusammen auf dem Sofa saßenLichtjahre voneinander entfernt,aber bekannt war sie uns wenigerfür diesen Planeten Aber immerhin die Idee der Verantwortung war uns bekanntEs begegnete uns im Verhältnis zu einem Kind eine Sorge,Die scheinbar über alle Unmittelbarkeit hinausIn eine gar nicht mehr eigene Zukunft reicht.Das gar nicht mehr Eigene, in das etwas von uns reicht oder alles Die Gegenwärtigkeit muss bis in eine nicht mehr eigene Zukunft reichen,Sonst ist sie keine Feier des Lebens. Natürlich geht es um eine Sorge für die Gesichter,In die wir noch nicht sehen können,die uns aber – wie jedes Gesicht – ein Gesprächsangebot machen.So wenig er auch auf der Hand liegt dieser Satz an die Nachgeborenen:Das Hier und Jetzt ist der Schlüssel für den Umgang mit der Welt Warum sich nicht unmittelbar an die abstrakten zukünftigen Menschen wenden? D a s ist doch Gegenwärtigkeit. Das Interesse am Hier und Jetzt ist ja gutDas verwöhnte Jetztinteresse muss sich nur ein wenig umorientierenDenn es werden auch zukünftige MenschenIm Hier und Jetzt lebenMan sagt ja: Lebe im Hier und Jetzt!Aber ich schätze, die sind ohne Gegenwärtigkeit, die fragen:Warum soll denn das Spätere überhaupt sein? Ich sehe doch, alles was zwischen uns ist, geht über in eine kosmische DimensionIch sehe es an den Millionen Lichtjahren zwischen uns auf dem Sofa Und sind da oben im Kosmos auf engstem Raumnicht auch zwei Russen und ein AmerikanerUnd wem gehört da oben denn die oder das MIR? Macht ist nur schlecht, wenn sie erkennbar das Ganze gefährdet.Wir müssen denen in die Augen sehen, die noch nicht da sind. Gegenwärtige Zeiten feiern das Leben, indem sie es achtenzugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sindMan feiert doch das Leben, indem man es achtet. Ja, für eine Gegenwärtigkeit sorgen zugunsten der Gesichter, die noch nicht geboren sind. Gedenkt uns, denn es war besser, von der schlechtesten Prognose auszugehen,um überhaupt Verantwortung zu übernehmen.Was den kompletten Planeten betrifft, waren wireine Gefahr für jeden anderenund jeder andere für uns. Dabei wissen wir:Es kann nicht mehr um Nächstenliebe gehen.Wir brauchen eine Sorge für den Nächsten,die bis in die ferne Zukunft reicht. Ich will Verantwortung übernehmen für ein Gesichtin der Zukunft,in die das eigene Leben nicht mehr hineinreicht.Es geht um die Sorge für ein Gesicht, in das wir noch nicht sehen können. Was geht den Nachgeborenen gerade durch den Kopf?Was für eine Chance gibt es für jemanden wie mich, als die: auf der Welt zu sein.Ich könnte irgendwo sein, und verloren, ja, aber ich will auf die Welt. Ja, wie man den Menschen gegenübertritt, aber auch der Welt. Wie man der Welt gegenübertritt. Also ich würde sagen, zum Verfassungsschutz der Grundrechte des Einzelnen ein Verfassungsschutz der Grundpflichten des Ganzen gegenüber der Zukunft.


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„Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten“ sind Erzählungen von Muammar al-Gaddafi, des libyschen Staatschefs. Der Herausgeber und Übersetzer Gernot Rotter (1941-2010) war einer der besten deutschen Kenner der arabischen Gegenwart. Die Texte stammen aus einer Sammlung, die schon 1993 in Libyen erschien, entstanden also lange vor der realpolitischen Wende Muammar al-Gaddafis .Es sind zwölf Texte, und fast jeder davon ist eine Offenbarung.Es sind Erzählungen auch in dem Sinne, dass Gaddafi seine Geschichten, seine Überlegungen nicht aufgeschrieben, sondern gesprochen hat. Wer die Geschichten liest, sieht dem Erzähler zu, wie er unter seinen Hörern sitzt und ihnen erzählt, was er so denkt und wie er sich hineinsteigert in das, was ihm gerade eingefallen ist und wie es ihm Spaß macht, noch eins drauf zu setzen. Das sind nicht die Heiligen Texte eines Diktators, das sind die ironischen, Volten schlagenden, extemporierten Vergnügungen eines Spaßmachers.  Es gibt bei uns nicht ein einziges solches Buch. „Der Selbstmord des Astronauten“ zum Beispiel ist eine Geschichte mit einer einfachen Moral: der Astronaut wird verhungern, weil er nicht weiß, wie der Boden zu bearbeiten ist. Die Gesellschaft braucht also mehr Bauern als Astronauten. So liest sich die Geschichte, wenn man sie auf ihre Moral reduziert. Eine Fabel wie aus der chinesischen Kulturrevolution. Liest man dagegen auch die Geschichte selbst, dann bemerkt man die Ober- und die Untertöne. Man spürt den Spott für die großartigen astronomischen Kenntnisse des Astronauten, aber man bemerkt auch, mit welcher Verve der Erzähler diese Kenntnisse ausbreitet. Wenn Ironie heißt, aus Liebe verspotten, dann liebt Gaddafi den Astronauten Die letzten Erzählungen richten sich alle gegen islamischen Fundamentalismus. Es sind keine Traktate, sondern  scheinbar beiläufige Überlegungen. Der Autor fährt keine großen Geschütze auf. Seine zentrale Waffe ist Spott. Man muss das Buch lesen, wenn man eine Ahnung bekommen möchte, wie Gaddafi denkt. Man liest es gerne, weil es Spaß macht zu sehen, wie er denkt, und weil ihm diese Art zu denken sichtlich Vergnügen bereitet. Man muss das Buch auch lesen, um ein altes Vorurteil zu revidieren: Ironie ist nicht die Waffe der Unterlegenen. Ironie ist eine Haltung, die wenig damit zu tun hat, welche Rolle man im Leben spielt. Gaddafi ist das überzeugende Beispiel eines ironischen Diktators, eines Mannes also, der fähig ist, sich und sein Leben zu durchschauen und doch daran festhält, weil er weiß, dass er kein anderes hat. Arno Widmann Muammar al-Gaddafi: „Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde und der Selbstmord des Astronauten“ [https://www.perlentaucher.de/buch/muammar-al-gaddafi/das-dorf-das-dorf-die-erde-die-erde-und-der-selbstmord-des-astronauten.html]. Herausgegeben, kommentiert und übersetzt von Gernot Rotter. Belleville, München 2004 Muammar al-Gaddafi, 1942 in Sirte (Tripolitanien) geboren, erhielt eine Offiziersausbildung in Großbritannien. 1969 putschte er gegen König Idris und übernahm als Führer einer Militärjunta die Macht.  Gaddafi propagierte innenpolitisch das System der Volkskongresse als direkte Demokratie ohne Parlamentarismus. 1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf die Regierung zu verlieren.Gaddafi führte Libyen in weitgehende Isolation gegenüber dem Westen, besonders den USA, die 1986 Tripolis und Banghazi bombardierten, da Libyen Terroranschläge gegen US-Bürger unterstützte. 2011 kam es in Libyen zu landesweiten Aufständen, die von Luftangriffen der Vereinigten Staaten, Kanada und mehrere westeuropäische Staaten unterstützt wurden, die eine Flugverbotszone durchsetzen wollten. Ab dem 27. Juni 2011 wurde Gaddafi als mutmaßlicher Kriegsverbrecher und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit per Haftbefehl weltweit gesucht. Am 20. Oktober 2011 wurde er von libyschen Rebellen getötet.


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F: Ja vielleicht trink ich auch mal was. Brenn mir ’n Schnaps und trink dann auch vorsichtig davon. Oder ich rauch nicht mehr, hab aber noch Unmengen von Dope zu Hause, und wenn ich mich dann frage, was mach ich jetzt damit, hab ich mir auch schon mal ne Dope-Butter gemacht, und mich an Tagen, wo ich wusste, dass ich nichts machen muss, in son Café gesetzt und einfach nur geguckt. Und dann bin ich zum Beispiel nach Hause gegangen – und das war das Krasseste – zu meinem vierjährigen Sohn, und ich hab zum ersten Mal wieder gesehen, dass der klein ist. Weil man behandelt den schon anders, also der muss pünktlich sein, die ganze Zeit ist der voll gestresst und genervt, und zum ersten Mal hab ich dann unter Dope wieder gesehn, dass der ganz klein ist, und was ich mit dem hier die ganze Zeit mache. Das ist ja der Horror. Also ich bin dann auch nochmal ein anderer Horror als so der normale Horror. Und ich weiß jetzt nicht, wie es reichen Leuten geht. Auf so einer Yacht oder so gibt es vielleicht ein Leben, aber das, woher ich komme, da gibt‘s dann immer nur den Befehl, dass ich jetzt irgendwas toll finden soll und ich schaff das auch manchmal, aber eigentlich… Wenn ich nüchtern bin und nachdenke, krieg ich mit, dass ich umgeben bin von etwas, was ich mir nicht ausgesucht habe. Und worauf ich eigentlich, wenn ich die Wahl habe, keine Lust hätte. Ist ja toll hier, oder auch zuhause, aber das ist ja nichts, was ich mir ausgesucht habe. Ich glaub, es gibt ein paar Leute, die können sich ein bisschen mehr wirklich aussuchen. Wo steckt man drin? Wo kommt man her? Und das is n Klassenproblem. Jedenfalls für jemanden wie mich.


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F: Ja vielleicht trink ich auch mal was. Brenn mir ’n Schnaps und trink dann auch vorsichtig davon. Oder ich rauch nicht mehr, hab aber noch Unmengen von Dope zu Hause, und wenn ich mich dann frage, was mach ich jetzt damit, hab ich mir auch schon mal ne Dope-Butter gemacht, und mich an Tagen, wo ich wusste, dass ich nichts machen muss, in son Café gesetzt und einfach nur geguckt. Und dann bin ich zum Beispiel nach Hause gegangen – und das war das Krasseste – zu meinem vierjährigen Sohn, und ich hab zum ersten Mal wieder gesehen, dass der klein ist. Weil man behandelt den schon anders, also der muss pünktlich sein, die ganze Zeit ist der voll gestresst und genervt, und zum ersten Mal hab ich dann unter Dope wieder gesehn, dass der ganz klein ist, und was ich mit dem hier die ganze Zeit mache. Das ist ja der Horror. Also ich bin dann auch nochmal ein anderer Horror als so der normale Horror. Und ich weiß jetzt nicht, wie es reichen Leuten geht. Auf so einer Yacht oder so gibt es vielleicht ein Leben, aber das, woher ich komme, da gibt‘s dann immer nur den Befehl, dass ich jetzt irgendwas toll finden soll und ich schaff das auch manchmal, aber eigentlich… Wenn ich nüchtern bin und nachdenke, krieg ich mit, dass ich umgeben bin von etwas, was ich mir nicht ausgesucht habe. Und worauf ich eigentlich, wenn ich die Wahl habe, keine Lust hätte. Ist ja toll hier, oder auch zuhause, aber das ist ja nichts, was ich mir ausgesucht habe. Ich glaub, es gibt ein paar Leute, die können sich ein bisschen mehr wirklich aussuchen. Wo steckt man drin? Wo kommt man her? Und das is n Klassenproblem. Jedenfalls für jemanden wie mich.


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Liebe und Ökonomie. Was machen Sozio- und Algo-Rhythmen mit unseren Körpern?Mit unserem Begehren, unserer Liebe, unserer Politik? www.poemberlin.de [http://www.poemberlin.de]


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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„Der Aufstand der Fischer richtet sich gegen den ausbeuterischen Reeder Bredel und gegen die Mächte, die ihm zur Verfügung stehen: Militär und Kirche. Der Film erzählt die Geschichte von der Notwendigkeit dieses Aufstands.“ (Dietrich Kuhlbrodt) Der Seemann Hull kommt in den Hafen St. Barbara und beginnt, die Fischer der umliegenden Dörfer für den Streik gegen die Arbeitsverhältnisse bei der Reederei zu organisieren. Als sich die Bevölkerung geschlossen am Grab eines erschossenen Streikführers versammelt, wird das Militär eingesetzt, um die Interessen des Kapitalisten durchzusetzen. Dynamische Montage, impressionistische Kamera, exzentrisches Schauspiel: der einzige Film des Theaterregisseurs und Intendanten der Volksbühne Erwin Piscator war lange Zeit verschollen. 1932 /1933 an den Küsten Odessas und Leningrads gedreht, fertiggestellt 1934 in der Sowjetunion – zu spät, um Piscators eingreifendem Anspruch zu genügen, mit einem Volksfront-Film gegen den Nationalsozialismus zu agitieren. Wir zeigen die selten zu sehende, aus Fragmenten rekonstruierte Tonfilm-Fassung, mit Live-Übersetzung und Kommentar von Margarita Breitkreiz.


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Liebe und Ökonomie. Was machen Sozio- und Algo-Rhythmen mit unseren Körpern?Mit unserem Begehren, unserer Liebe, unserer Politik? www.poemberlin.de [http://www.poemberlin.de]


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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„Der Aufstand der Fischer richtet sich gegen den ausbeuterischen Reeder Bredel und gegen die Mächte, die ihm zur Verfügung stehen: Militär und Kirche. Der Film erzählt die Geschichte von der Notwendigkeit dieses Aufstands.“ (Dietrich Kuhlbrodt) Der Seemann Hull kommt in den Hafen St. Barbara und beginnt, die Fischer der umliegenden Dörfer für den Streik gegen die Arbeitsverhältnisse bei der Reederei zu organisieren. Als sich die Bevölkerung geschlossen am Grab eines erschossenen Streikführers versammelt, wird das Militär eingesetzt, um die Interessen des Kapitalisten durchzusetzen. Dynamische Montage, impressionistische Kamera, exzentrisches Schauspiel: der einzige Film des Theaterregisseurs und Intendanten der Volksbühne Erwin Piscator war lange Zeit verschollen. 1932 /1933 an den Küsten Odessas und Leningrads gedreht, fertiggestellt 1934 in der Sowjetunion – zu spät, um Piscators eingreifendem Anspruch zu genügen, mit einem Volksfront-Film gegen den Nationalsozialismus zu agitieren. Wir zeigen die selten zu sehende, aus Fragmenten rekonstruierte Tonfilm-Fassung, mit Live-Übersetzung und Kommentar von Margarita Breitkreiz.


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Liebe und Ökonomie. Was machen Sozio- und Algo-Rhythmen mit unseren Körpern?Mit unserem Begehren, unserer Liebe, unserer Politik? www.poemberlin.de [http://www.poemberlin.de]


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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„Der Aufstand der Fischer richtet sich gegen den ausbeuterischen Reeder Bredel und gegen die Mächte, die ihm zur Verfügung stehen: Militär und Kirche. Der Film erzählt die Geschichte von der Notwendigkeit dieses Aufstands.“ (Dietrich Kuhlbrodt) Der Seemann Hull kommt in den Hafen St. Barbara und beginnt, die Fischer der umliegenden Dörfer für den Streik gegen die Arbeitsverhältnisse bei der Reederei zu organisieren. Als sich die Bevölkerung geschlossen am Grab eines erschossenen Streikführers versammelt, wird das Militär eingesetzt, um die Interessen des Kapitalisten durchzusetzen. Dynamische Montage, impressionistische Kamera, exzentrisches Schauspiel: der einzige Film des Theaterregisseurs und Intendanten der Volksbühne Erwin Piscator war lange Zeit verschollen. 1932 /1933 an den Küsten Odessas und Leningrads gedreht, fertiggestellt 1934 in der Sowjetunion – zu spät, um Piscators eingreifendem Anspruch zu genügen, mit einem Volksfront-Film gegen den Nationalsozialismus zu agitieren. Wir zeigen die selten zu sehende, aus Fragmenten rekonstruierte Tonfilm-Fassung, mit Live-Übersetzung und Kommentar von Margarita Breitkreiz.


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Den Literaturpreis der A und A Kulturstiftung 2022 erhält die Schriftstellerin und Übersetzerin Birgit Kreipe für ihr lyrisches Werk. Birgit Kreipe studierte Psychologie und Germanistik in Marburg, Wien und Göttingen. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Gedichte wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften (z.B. Poet, Ostragehege, Randnummer, Lichtungen, außer.dem, Akzente, Park), in der FAZ sowie in Anthologien publiziert, zuletzt im Jahrbuch der Lyrik (2020). Als Einzeltitel wurden veröffentlicht: wenn ich wind sage, seid ihr weg (Verlag im Proberaum 3, Klingenberg 2010)schönheitsfarm (J. Frank, Berlin 2012)SOMA. Gedichte (kookbooks, Berlin 2016)aire. Gedichte (kookbooks, Berlin 2021) Die Laudatio hält der Schriftsteller Nico Bleutge. Gedichte der Preisträgerin liest die Schauspielerin Claudia Michelsen. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Rosa Hagendorf (Violine) und Anselm Siebelitz (Cello). Der Eintritt ist frei.


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Liebe und Ökonomie. Was machen Sozio- und Algo-Rhythmen mit unseren Körpern?Mit unserem Begehren, unserer Liebe, unserer Politik? www.poemberlin.de [http://www.poemberlin.de]


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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DIE B&B-BALLADE Kamilo Beach – Liebe auf den allerersten BlickEr: ein Soldat und Sie: sucht auf dem Mars das Glück.Zwanzig Minuten braucht ein Wort von ihm zu ihrZwanzig Minuten sein Abschied: Die Bombe ist gleich hierSie weint nicht lang, sie tötet sich, Funken sprüht der Vulkandenn seine Entwarnung – kam zu spät bei ihr an. Sie träumten von der neuen Welt, und sahn sie beide niesein Herz verbrannt, er selbst ertränkt, an ihrer Statt wir stehn: die letzte Kolonie   Hawaii, 2018. Eine nordkoreanische Bombe rast auf das Archipel zu – oder auch nicht. Solange die Sirenen kreischen, macht das keinen Unterschied. Auf allen Displays dieselbe Nachricht: SEEK IMMEDIATE SHELTER. Am Kamilo Beach treibt die Strömung seit jeher an, was da ist. Der älteste Schrottplatz der Welt. Auch an diesem 13. Januar schwelen dort Lagerfeuer, verschmelzen Plastik und Kiesel zu neuem Gestein. Die Golfer Honolulus laden ihre Abschiedsworte hoch. Kinder krabbeln in die Kanalisation. Hunderttausende sind überzeugt, dass sie wenige Minuten später tot sein werden. Hunderttausende glauben an den Ernstfall, und proben ihn doch nur. Denn als die Sonne im Pazifik versinkt, gibt es nur zwei Opfer: BRANDON und BETTINA. Wer waren die zwei? Warum mussten sie sterben? Und was leckt da bloß im leeren Zentrum? EXERCISE. THIS IS NOT A DRILL.


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„Der Aufstand der Fischer richtet sich gegen den ausbeuterischen Reeder Bredel und gegen die Mächte, die ihm zur Verfügung stehen: Militär und Kirche. Der Film erzählt die Geschichte von der Notwendigkeit dieses Aufstands.“ (Dietrich Kuhlbrodt) Der Seemann Hull kommt in den Hafen St. Barbara und beginnt, die Fischer der umliegenden Dörfer für den Streik gegen die Arbeitsverhältnisse bei der Reederei zu organisieren. Als sich die Bevölkerung geschlossen am Grab eines erschossenen Streikführers versammelt, wird das Militär eingesetzt, um die Interessen des Kapitalisten durchzusetzen. Dynamische Montage, impressionistische Kamera, exzentrisches Schauspiel: der einzige Film des Theaterregisseurs und Intendanten der Volksbühne Erwin Piscator war lange Zeit verschollen. 1932 /1933 an den Küsten Odessas und Leningrads gedreht, fertiggestellt 1934 in der Sowjetunion – zu spät, um Piscators eingreifendem Anspruch zu genügen, mit einem Volksfront-Film gegen den Nationalsozialismus zu agitieren. Wir zeigen die selten zu sehende, aus Fragmenten rekonstruierte Tonfilm-Fassung, mit Live-Übersetzung und Kommentar von Margarita Breitkreiz.


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Den Literaturpreis der A und A Kulturstiftung 2022 erhält die Schriftstellerin und Übersetzerin Birgit Kreipe für ihr lyrisches Werk. Birgit Kreipe studierte Psychologie und Germanistik in Marburg, Wien und Göttingen. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Gedichte wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften (z.B. Poet, Ostragehege, Randnummer, Lichtungen, außer.dem, Akzente, Park), in der FAZ sowie in Anthologien publiziert, zuletzt im Jahrbuch der Lyrik (2020). Als Einzeltitel wurden veröffentlicht: wenn ich wind sage, seid ihr weg (Verlag im Proberaum 3, Klingenberg 2010)schönheitsfarm (J. Frank, Berlin 2012)SOMA. Gedichte (kookbooks, Berlin 2016)aire. Gedichte (kookbooks, Berlin 2021) Die Laudatio hält der Schriftsteller Nico Bleutge. Gedichte der Preisträgerin liest die Schauspielerin Claudia Michelsen. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Rosa Hagendorf (Violine) und Anselm Siebelitz (Cello). Der Eintritt ist frei.


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Liebe und Ökonomie. Was machen Sozio- und Algo-Rhythmen mit unseren Körpern?Mit unserem Begehren, unserer Liebe, unserer Politik? www.poemberlin.de [http://www.poemberlin.de]


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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„She calls because she is suffering from the internal chaos in which we live. She calls, so that we open our eyes. She is asking us why we are here, what we want. She wants us to question everything. “ Mit dem Künstler und Bühnenbildner Markus Selg hat Susanne Kennedy ihr neues Stück konzipiert, das die Geschichte einer Prophetin entwirft. Ihr Text folgt einer Hyperlink-Dramaturgie, sie kompiliert Materialien aus Foren und Blogs im Internet, Interviews und religiösen Texten. JESSICA könnte die Wiedergängerin einer Jesusfigur sein, gestorben, wieder lebendig geworden – auferstanden. Diese Art Nahtoderfahrung macht sie zur Begründerin der Firma ANAMNESIS, die es dank neuer Technologie erlaubt, auf das eigene Leben wie auf einen Film zurückzublicken: so, wie Nahtoderlebnisse von einigen im Nachhinein beschrieben werden. Um JESSICA herum versammelt sich eine Gemeinschaft an Jünger:innen, die ihr und dieser Technologie, auf der Suche nach Erlösung, Glauben schenken wollen. Innerhalb dieser Gruppe gibt sich eine Vielzahl an Stimmen und Haltungen zu erkennen, die eine Figur wie JESSICA auch in unserer Gesellschaft hervorrufen könnte. JESSICA – an Incarnation ergründet die uralte Frage, was unsere Existenz, unser Bewusstsein ausmacht, wie auch die Wahrnehmung dessen, was wir für Wirklichkeit halten und was wir ausschließen. Zwischen Ritual und Theater, zwischen Vergangenheit und Zukunft, erforscht Susanne Kennedy mit JESSICA eine prophetische Figur und ihre Wirkung. Das Theater wird zum Ort einer ontologischen, transzendentalen Erkundung nach dem Wesen des Menschen: ‚JESSICA – an Incarnation contains both accounts of experience and analyses of their possible meaning, but the line between the two is so thin as to be nearly nonexistent.‘


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