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Spielplan für November 2019

Was heißt es, die Welt anders wahrzunehmen, als es die Umwelt tut? Wie prägen frühe Erfahrungen ein Leben? Woran erinnert man sich, woran nicht? Wie determiniert ist das eigene Handeln, welche Freiheitsgrade zeichnen es aus? Und wie viele Facetten hat ein Ich? Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität und unmittelbarer Todesnähe. Für Regisseur Sebastian Hartmann auch eine zärtliche Reise hinein in den Kopf Dostojewskijs, hin zu seinen Obsessionen, Begierden und Ängsten. Besonderes:Im dritten Teil der Inszenierung gibt es laute Schussgeräusche.Kostenloser Hörschutz ist am Einlass und an den Garderoben erhältlich.


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Während einiger verregneter Sommertage im Jahr 1816, eingeschlossen in einem Haus am Genfer See, schreibt die 19-jährige Mary Shelley aus Zeitvertreib die Geschichte des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein und seines von ihm erschaffenen namenlosen Monsters. Der Schöpfer und sein Geschöpf in der Krise – das ist der Herzschlag dieses weltberühmt gewordenen Romans. In dem Moment, in dem Frankenstein die Belebung des Monsters gelingt und sie sich in die Augen sehen, schlägt die Euphorie um in blankes Entsetzen, kippt die Utopie ins Grauen. Der "Vater" verstößt sein "Kind", lässt es allein zurück in einer Welt, die es nicht kennt: ohne Sprache, ohne Ort, ohne Erinnerung. Die Entwicklungsschritte des Monsters, die Versuche von Annäherung an die Menschen und der Ausschluss aus dem Sozialraum zeigen eindrücklich: "Monstrosität", so Annina Klappert, "besteht nicht nur im Ausstellen eines Anderen, das nicht sein soll, sondern auch dessen, was sein könnte". In ihrem Schaffen reflektiert Mary Shelley nicht nur ihre Position als schreibende Frau, sondern führt die schillernde, grenzüberschreitende, kulturelle Imagination, die das Monströse seit jeher darstellt, auf eine neue Stufe – ihr aus Leichenteilen zusammengeflicktes Patchwork-Monster ist in seiner Hybridität das Monster per se und die Fragen, die seine Erschaffung aufwirft, werden in jeder Zeit Resonanz finden: Darf die Menschheit alles, was sie kann? Woher kommt das Böse? Wie werden wir die, die wir sind? Und: Wer sind die Monster unserer Zeit?


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Anlässlich des internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2021 findet im Anschluss an die Vorstellung am 24. November 2021 ein Nachgespräch statt. Gäste sind Marlene Pardeller (freie Filmschaffende und Teil der Initiative #keinemehr) und Sylvia Haller (Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser). Moderation: Maura Meyer. Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners Woyzeck sind kurz vor der Premiere unterbrochen, die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin ebenfalls, genauso wie ihre Schwangerschaft und die Zukunftsphantasie eines gemeinsamen Kinds. Sogar ihre Trennung kommt durch einen Lockdown zum Stillstand. Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht auch nie war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text. Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Georg Büchners Woyzeck . Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird in Deutschland alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femizide in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen. Woyzeck Interrupted kam während der coronabedingten Schließzeit als Stream-Version am 19. Dezember 2020 online zur Uraufführung und lief erfolgreich in mehreren digitalen Vorstellungen. Jetzt kann die Produktion endlich vor Live-Publikum gezeigt werden. Zum digitalen Bonusmaterial Für Schulklassen: Woyzeck Interrupted bieten wir als Stream für das digitale Klassenzimmer an, den Sie für Ihre gesamte Schulklasse an Ihrem Wunschtermin nutzen können. Streams für das digitale Klassenzimmer


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Was heißt es, die Welt anders wahrzunehmen, als es die Umwelt tut? Wie prägen frühe Erfahrungen ein Leben? Woran erinnert man sich, woran nicht? Wie determiniert ist das eigene Handeln, welche Freiheitsgrade zeichnen es aus? Und wie viele Facetten hat ein Ich? Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität und unmittelbarer Todesnähe. Für Regisseur Sebastian Hartmann auch eine zärtliche Reise hinein in den Kopf Dostojewskijs, hin zu seinen Obsessionen, Begierden und Ängsten. Besonderes:Im dritten Teil der Inszenierung gibt es laute Schussgeräusche.Kostenloser Hörschutz ist am Einlass und an den Garderoben erhältlich.


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In einer Fassung von András Dömötör und Enikő Deés "Rieux wusste, dass der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, und dass vielleicht der Tag kommen würde, an dem die Pest ihre Ratten wecken und zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken würde." In der algerischen Küstenstadt Oran bricht eine seltsame Seuche aus. Doktor Bernard Rieux ahnt, was alle anderen für unmöglich halten: Es ist die Pest. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, die Stadt hermetisch abgeriegelt, alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Bald fordert die Krankheit mehr und mehr Opfer, gigantische Krankenstationen entstehen, später Massengräber. Der Arzt weiß, dass sein Kampf gegen die Seuche aussichtslos ist. Der Bazillus bleibt unbesiegbar, auch wenn die Pest Oran nach neun Monaten so unvermittelt wieder verlässt, wie sie gekommen ist. Albert Camus’ weltberühmter Roman fragt nach der Möglichkeit menschlichen Handelns im Angesicht der Katastrophe. Während des Zweiten Weltkriegs geschrieben, gilt er als Bild für den Kampf der Résistance gegen die Besetzung Frankreichs ebenso wie als zeitlose Auseinandersetzung mit dem metaphysischen Problem des Bösen.


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Für Schulklassen: Maria Stuart bieten wir als Stream für das digitale Klassenzimmer an, den Sie für Ihre gesamte Schulklasse an Ihrem Wunschtermin nutzen können. STREAM FÜR DAS DIGITALE KLASSENZIMMER Maria Stuart, katholische Königin von Schottland, ist vor ihrem Volk geflohen, das ihr Auftragsmord an ihrem Gatten vorwirft. In England erhofft sie von ihrer Cousine, der protestantischen Königin Elisabeth, politisches Asyl, erhebt gleichzeitig aber Anspruch auf ihre Krone, als deren rechtmäßige Erbin sie sich sieht. Sie wird gefangen genommen und interniert, Befreiungsversuche von jungen Rettern schlagen fehl. Doch Marias Glanz strahlt auch aus dem Kerker heraus: Sie kann auf eine treue Anhängerschaft zählen und weiß Frankreich an ihrer Seite. Nach mehreren vereitelten Mordanschlägen auf Königin Elisabeth, die Maria angelastet werden, soll sie hingerichtet werden. In Elisabeths Beraterstab gehen die Meinungen auseinander, ein Versöhnungsversuch in Form eines Aufeinandertreffens der beiden Königinnen scheitert grandios. Dennoch zögert Elisabeth das Todesurteil zu vollstrecken. Sie fürchtet die Entscheidung in einem Duell, das keine Siegerin kennen wird. Friedrich Schillers Maria Stuart ist ein Ränkespiel im Geflecht von Politik, Religion, Liebe und Macht, dem alle Figuren unentrinnbar unterworfen sind. Schiller zeichnet ein Tableau von Mächtigen, die Verantwortung scheuen und an ihren Positionen ersticken. Und er zeigt sie als zutiefst menschliche Charaktere, die in ihrem Tun oder Nicht-Tun einsam, isoliert und unfrei immer wieder bei sich selbst landen. Sartre: "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt. Denn wenn er erst einmal in die Welt geworfen ist, dann ist er für alles verantwortlich, was er tut." Eingeladen zum Theatertreffen 2021 Eingeladen zum Prager Theaterfestival Deutscher Sprache 2020 Auszeichnung mit dem Tschechischen Theaterkritikerpreis 2021 Zum digitalen Bonusmaterial


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"An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit." So beginnt Heinrich von Kleists Geschichte des Überzeugungstäters Kohlhaas, dem an einer Grenzstation zwei Pferde als Pfand abgenommen werden. Als er zurückkehrt, findet er die stolzen Rösser halb verhungert und durch Feldarbeit ruiniert. Weil ihm der Schadensersatz verwehrt wird, beginnt er einen Rachefeldzug, der als Widerstand eines Wehrlosen beginnt und schließlich in einem Blutbad endet. So wird Kohlhaas vom "Muster eines guten Staatsbürgers" auf geradem Wege "zum Räuber und Mörder". Heinrich von Kleists Novelle stellt bis heute zeitlose Fragen nach Schuld, Recht, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählt von den Mechanismen des Terrors und von der Sogwirkung eskalierender Gewalt. Michael Kohlhaas wird von Andreas Kriegenburg inszeniert – einer der stilprägenden und bildstärksten Regisseure seiner Generation. Er arbeitet seit etlichen Jahren an allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum, sowohl im Schauspiel als auch in der Oper. Er wurde häufig zum Berliner Theatertreffen eingeladen, seine Inszenierungen bei Festivals im In- und Ausland gezeigt und mit dem Nestroy-, dem Faust- und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.


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"Wo gehen eure Kinder nachts hin? Glaubt ihr, sie bleiben in ihren Betten? Alle Kids im Viertel sagen ‚Gute Nacht‘ aber in Wirklichkeit rennen sie. Durch das hohe Gras. Rennen durch das Feld. An den verborgenen Ort. Wo das Feuer brennt." Draußen vor der Stadt steht ein riesiges Gewächshaus. Leer und verfallen. Hier treffen sie sich. Fernab von den Blicken und Regeln der Eltern, lässt sich hier das wahre Leben ausprobieren. Bierflaschen, Joints, Kondome und Geheimnisse liegen überall im Gewächshaus herum. Hier ist egal, wer du bist, es geht nur darum, was du dich traust. Doch als zwei Mädchen eine Leiche entdecken, beginnt sich die Dunkelheit des Gewächshauses über die gesamte Stadt auszubreiten. Und die Jugendlichen wissen, dass ihnen nur eine Möglichkeit bleibt: Sie müssen das Geheimnis aufdecken und sich der Vergangenheit stellen. Deutsch von Frank Weigand. Empfohlen ab der 9. Klasse. ZUM DIGITALEN BONUSMATERIAL


Kategorie: Kinder & Jugendliche

"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


Kategorie:

nach der Übertragung von Friedrich Hölderlin eingerichtet von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens In Theben wütet die Pest und hat die Stadt in eine große Krise gestürzt. Alle Hoffnung liegt auf Machthaber Oedipus, der sich Jahre zuvor schon einmal als Retter in der Not bewiesen hat, woraufhin er zum König ernannt und mit Jokaste, der Witwe des vorherigen Herrschers Lajos, vermählt wurde. Nun ersehnt sich die Bevölkerung von ihm einen Weg heraus aus Übel und Ausnahmezustand. Oedipus schickt seinen Schwager Kreon zum Orakel von Delphi, um Rat zu holen, wie Krankheit und Sterben ein Ende zu machen sei. Den Orakelspruch deutet er im Gespräch mit Kreon als einen Hinweis auf den ungesühnten Mord am vormaligen König Lajos. Öffentlich schwört Oedipus den Fall aufzuklären und belegt den unbekannten Täter mit einem Fluch. Es beginnt die Suche nach einem Sündenbock für die Seuche, welche Oedipus auf die Spuren seiner Identität bringt und ihn letztlich nur auf sich selbst und den eigenen blinden Fleck zurückwirft.In der nervösen und angsterfüllten Atmosphäre der Pestepidemie, untersucht Sophokles‘ Drama das Menschsein zwischen Herkunft und Zukunft, Schicksal und Selbstbestimmung, Schuld und Wut. Regisseur Ulrich Rasche wirft dabei einen besonderen Blick auf das Macht- und Herrschaftsverständnis, den Spalt zwischen Regierenden und Volk sowie die grundlegenden Fragen an die Demokratie. Zum digitalen Bonusmaterial


Kategorie:

Ein blühender Garten, Zeichen des bürgerlichen Reichtums, ein Ort für ausschweifende Partys und zugleich eine hermetisch umzäunte Festung, die keine Fremden und keine Armut hereinlassen soll. Auch der Tod war nicht zum Gartenfest geladen. Gekommen ist er trotzdem. "Ists wirklich schon so spät?". Der vielfach preisgekrönte österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über- und neugeschrieben. Sein Jedermann ist kein "prächtiger Schwelger" mehr, wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal nennt. Er ist ein knallharter Geschäftsmann neoliberalen Zuschnitts. Dass außerhalb seines Gartenzauns das Chaos tobt und das Kriegsrecht ausgerufen ist, schert ihn wenig. Zumindest im Moment. Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: "erlöst oder nicht ist wirklich unerheblich". Data Tavadze, Leiter des Royal District Theaters in Tiflis und einer der herausragenden jungen Regisseure Georgiens, wird das Spiel rund um Geld, Macht und Tod in Szene setzen. Er arbeitet zum ersten Mal am Deutschen Theater.


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nach der Übertragung von Friedrich Hölderlin eingerichtet von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens In Theben wütet die Pest und hat die Stadt in eine große Krise gestürzt. Alle Hoffnung liegt auf Machthaber Oedipus, der sich Jahre zuvor schon einmal als Retter in der Not bewiesen hat, woraufhin er zum König ernannt und mit Jokaste, der Witwe des vorherigen Herrschers Lajos, vermählt wurde. Nun ersehnt sich die Bevölkerung von ihm einen Weg heraus aus Übel und Ausnahmezustand. Oedipus schickt seinen Schwager Kreon zum Orakel von Delphi, um Rat zu holen, wie Krankheit und Sterben ein Ende zu machen sei. Den Orakelspruch deutet er im Gespräch mit Kreon als einen Hinweis auf den ungesühnten Mord am vormaligen König Lajos. Öffentlich schwört Oedipus den Fall aufzuklären und belegt den unbekannten Täter mit einem Fluch. Es beginnt die Suche nach einem Sündenbock für die Seuche, welche Oedipus auf die Spuren seiner Identität bringt und ihn letztlich nur auf sich selbst und den eigenen blinden Fleck zurückwirft.In der nervösen und angsterfüllten Atmosphäre der Pestepidemie, untersucht Sophokles‘ Drama das Menschsein zwischen Herkunft und Zukunft, Schicksal und Selbstbestimmung, Schuld und Wut. Regisseur Ulrich Rasche wirft dabei einen besonderen Blick auf das Macht- und Herrschaftsverständnis, den Spalt zwischen Regierenden und Volk sowie die grundlegenden Fragen an die Demokratie. Zum digitalen Bonusmaterial


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In einer Fassung von András Dömötör und Enikő Deés "Rieux wusste, dass der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, und dass vielleicht der Tag kommen würde, an dem die Pest ihre Ratten wecken und zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken würde." In der algerischen Küstenstadt Oran bricht eine seltsame Seuche aus. Doktor Bernard Rieux ahnt, was alle anderen für unmöglich halten: Es ist die Pest. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, die Stadt hermetisch abgeriegelt, alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Bald fordert die Krankheit mehr und mehr Opfer, gigantische Krankenstationen entstehen, später Massengräber. Der Arzt weiß, dass sein Kampf gegen die Seuche aussichtslos ist. Der Bazillus bleibt unbesiegbar, auch wenn die Pest Oran nach neun Monaten so unvermittelt wieder verlässt, wie sie gekommen ist. Albert Camus’ weltberühmter Roman fragt nach der Möglichkeit menschlichen Handelns im Angesicht der Katastrophe. Während des Zweiten Weltkriegs geschrieben, gilt er als Bild für den Kampf der Résistance gegen die Besetzung Frankreichs ebenso wie als zeitlose Auseinandersetzung mit dem metaphysischen Problem des Bösen.


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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"Ich träumte nie von soviel Glück, als ich noch das hässliche kleine Entlein war." In den Märchen von Hans Christian Andersen stößt man immer wieder auf Transformationen: Die kleine Meerjungfrau verwandelt sich in einen Menschen, das hässliche Entlein in einen stolzen Schwan. Dass es sich bei diesen Verwandlungen auch um ein maskiertes Spiel mit Geschlechtlichkeit und Sexualität handelt, ist Ausgangspunkt für ein Projekt, das Andersens Märchen den Biografien von Berliner Dragqueens gegenüberstellt. Diese Protagonist_innen des urbanen Nachtlebens machen das Spiel mit Geschlechterrollen zum befreienden Spektakel. Dabei bewegen sie sich an der schillernden Grenze zwischen schamloser Selbstdarstellung und subkulturellem Sendungsbewusstsein. Die Transformation mittels Schminke und Perücken nämlich produziert nicht nur ein neues Ich, sondern damit auch ein neues Selbstbewusstsein. Die so erschaffene Kunstfigur ist der stolze Schwan, in dessen Gestalt sich das hässliche Entlein der Welt stellen kann. Für seine Inszenierung  "ugly duckling"  wurde Bastian Kraft 2019 von Travestie für Deutschland mit dem Ehrenstöckel ausgezeichnet.  Alle Vorstellungen werden mit englischen Übertiteln gezeigt.


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In einer Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel Es ist die Rückkehr des norwegischen Dramatikers und Ibsen-Preisträgers Jon Fosse aufs Theater. Mit seinen minimalistischen, beschwörenden, um das Unsagbare kreisenden Texten prägte er bis in die 10er Jahre dieses Jahrtausends eine ganze Stilrichtung. Dann wandte er sich der Prosa zu. Kein Drama mehr, nirgends. Mit seinem neuesten Text Starker Wind begibt sich Fosse nun nach langem Theaterschweigen wieder auf eine Spurensuche nach seinen Wurzeln, doch keineswegs auf altbekannte Fährten. Seinen Text bezeichnet er als "Szenisches Gedicht". Die Stimmen, die er in den Raum stellt, verhandeln – fast zwangsläufig, aber auch tragikomisch – die Geschichte einer Rückkehr, der alle Gewissheiten und Koordinaten entgleiten. Ein Mann, der lange Zeit auf Reisen war, sieht aus dem Fenster der Wohnung, in dem er mit seiner Frau lebt. Aber ist es noch dasselbe Fenster, noch dieselbe Wohnung und dieselbe Welt? Wie lange war er weg? Und hat nicht längst ein anderer, ein jüngerer Mann seinen Platz eingenommen. Ist das Leben, in das er zurückzukehren meint, noch sein Leben. Hat er darin noch einen Ort, eine Zeit, eine Gegenwart? Oder ist er Vergangenheit und nur noch der Zuschauer seines eigenen Verschwindens... In Starker Wind erzählt Fosse nicht nur von dem Versuch einer Rückkehr ins Leben, sondern auch in eine Theaterwelt, deren Parameter sich verschoben haben und der die einstigen Sicherheiten abhanden gekommen sind. Zum digitalen Bonusmaterial


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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Was heißt es, die Welt anders wahrzunehmen, als es die Umwelt tut? Wie prägen frühe Erfahrungen ein Leben? Woran erinnert man sich, woran nicht? Wie determiniert ist das eigene Handeln, welche Freiheitsgrade zeichnen es aus? Und wie viele Facetten hat ein Ich? Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität und unmittelbarer Todesnähe. Für Regisseur Sebastian Hartmann auch eine zärtliche Reise hinein in den Kopf Dostojewskijs, hin zu seinen Obsessionen, Begierden und Ängsten. Besonderes:Im dritten Teil der Inszenierung gibt es laute Schussgeräusche.Kostenloser Hörschutz ist am Einlass und an den Garderoben erhältlich.


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Fassung: Daniela Löffner Familie Vockerat lebt in einem Haus direkt am Müggelsee und eigentlich ist alles perfekt. Das Paar Johannes und Käthe hat gerade ein Kind bekommen. Johannesʼ Mutter Eva ist angereist, um ihre Schwiegertochter durchs Wochenbett zu begleiten. Doch das Glück will sich nicht richtig einstellen. Käthe versinkt im postnatalen Tief, Johannes fühlt sich verpflichtet, es allen recht zu machen und zugleich seine eigenen beruflichen Ziele zu verwirklichen. Eva beobachtet sorgenvoll, wie das Paar auseinanderdriftet. Als Johannesʼ Jugendfreundin Braun wie gewohnt zu Besuch kommt, bringt sie unerwartet einen weiteren Gast mit: Arno, der willkommene Abwechslung verspricht und alle in seinen Bann zieht. Schnell entsteht eine innige Freundschaft zwischen Johannes und Arno. Bei dem jungen Vater wird eine Sehnsucht wach, die seinen Lebensentwurf ins Wanken bringt. Basierend auf Gerhart Hauptmanns Drama widmet sich Daniela Löffner dem fragilen Schwebezustand, der entsteht, wenn vermeintliche Gewissheiten sich auflösen und Entscheidungen noch ausstehen. Mit wem möchte ich leben und wie? Wieviel Verbindlichkeit braucht es, um nicht einsam zu sein? Hinweis: In der Inszenierung gibt es explizit sexuelle Szenen.


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"An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit." So beginnt Heinrich von Kleists Geschichte des Überzeugungstäters Kohlhaas, dem an einer Grenzstation zwei Pferde als Pfand abgenommen werden. Als er zurückkehrt, findet er die stolzen Rösser halb verhungert und durch Feldarbeit ruiniert. Weil ihm der Schadensersatz verwehrt wird, beginnt er einen Rachefeldzug, der als Widerstand eines Wehrlosen beginnt und schließlich in einem Blutbad endet. So wird Kohlhaas vom "Muster eines guten Staatsbürgers" auf geradem Wege "zum Räuber und Mörder". Heinrich von Kleists Novelle stellt bis heute zeitlose Fragen nach Schuld, Recht, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählt von den Mechanismen des Terrors und von der Sogwirkung eskalierender Gewalt. Michael Kohlhaas wird von Andreas Kriegenburg inszeniert – einer der stilprägenden und bildstärksten Regisseure seiner Generation. Er arbeitet seit etlichen Jahren an allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum, sowohl im Schauspiel als auch in der Oper. Er wurde häufig zum Berliner Theatertreffen eingeladen, seine Inszenierungen bei Festivals im In- und Ausland gezeigt und mit dem Nestroy-, dem Faust- und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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Treffen sich zwei Schauspieler – und nehmen die aktuelle politische Großwetterlage zum Anlass für einen wilden und sehr musikalischen Ritt durch die deutsche Geschichte. Wo sich Hitler und Friedrich der Große begegnen kommen die allerintimsten Fragen auf den Tisch: Fragen nach der Verdauung genauso wie Fragen nach Deutschlands Zukunft. Die politische Farce des Autors und Filmemachers Rosa von Praunheim ist eins der drei Gewinnerstücke der Autoren(theater)tage 2020. Gemeinsam mit zwei spiel- und singwütigen Darstellern bringt der Autor das Stück in Eigenregie zur Uraufführung. Scharfzüngig und böse, grell und komisch. Deutsches Theater.


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Das Monströse ist Normalität geworden und die Normalität monströs, so die bittere Erkenntnis, als Gerdis Werle nach Jahren der Isolation und Abgeschiedenheit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Nicht, dass sie als Buchhalterin eines Außenpostens der väterlichen Firma hoch oben in den nordischen Wäldern die Unabhängigkeit und Klarheit gefunden hätte, nach der sie gesucht hatte. Die Gespenster der Vergangenheit trägt sie noch immer in sich. Doch was ist das gegen die Verbiegungen und Deformationen, die sie vorfindet? Ihr Vater, mächtiger und krisenfester Unternehmer, liebäugelt mit einer späten zweiten Ehe und dem Ruhestand. Doch Ruhe will Gerdis nicht geben, zu groß ist aus ihrer Sicht seine Schuld am Tod der Mutter und am Bankrott seines Geschäftspartners Ekdal, der für ihn ins Gefängnis musste. Um diese Schuld zu vertuschen, hat ihr Vater, wie sich zeigt, keine Kosten gescheut und viele Schulden beglichen. Er hat Ekdals Sohn Hjalmar ein Fotoatelier finanziert, die Hochzeit mit seiner Ex-Geliebten Gina bezahlt und ein Netz von Abhängigkeiten gespannt, in dem sich Gerdis‘ Jugendfreund Hjalmar samt Frau und seiner Tochter Hedvig nur allzu bequem eingerichtet hat. Inbegriff ihrer geretteten und zugleich beschädigten Existenz ist eine zahme Wildente, ein von Werle auf der Jagd angeschossenes, flügellahmes Tier, das von Hedvig gehegt und gepflegt wird. Doch welchen Weg aus der Beschädigung kann es geben, der nicht auf totale Zerstörung hinausläuft? ZUM DIGITALEN BONUSMATERIAL


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Don Quijote ist im November unser Stream des Monats! Der Stream läuft am 12. November um 20 Uhr, im Anschluss findet ein Nachgespräch statt. >>> Tickets & Stream mit Nachgespräch am 12.11. Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte In der Übersetzung von Susanne Lange Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen und ein neues Goldenes Zeitalter aufleben zu lassen. Er findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und begibt sich mit ihm auf die Reise, um ein einfaches Bauernmädchen alias Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Ihre Heldentaten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote alsbald den Beinamen Der Ritter von der traurigen Gestalt erhält. Und auch mit Sancho Panzas Traum, der sich als zukünftiger Herrscher eines Eilands sieht, will es nicht so recht was werden. Doch ihre Vorstellungskraft bleibt unbesiegt: Sie scheitern, stehen wieder auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen. Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza überhaupt Identität erlangt. Sie erschaffen sich mittels ihrer Gedanken eine eigene Wirklichkeit, sind sich selbst die Welt und können nicht mit-, aber auch nicht ohneeinander. In kürzester Zeit werden die beiden berühmt, was sie im zehn Jahre später erschienenen zweiten Teil gleich selbst thematisieren. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonenstatus und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte seine (imaginierten) Abenteuer ganz allein.


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


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Ein blühender Garten, Zeichen des bürgerlichen Reichtums, ein Ort für ausschweifende Partys und zugleich eine hermetisch umzäunte Festung, die keine Fremden und keine Armut hereinlassen soll. Auch der Tod war nicht zum Gartenfest geladen. Gekommen ist er trotzdem. "Ists wirklich schon so spät?". Der vielfach preisgekrönte österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über- und neugeschrieben. Sein Jedermann ist kein "prächtiger Schwelger" mehr, wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal nennt. Er ist ein knallharter Geschäftsmann neoliberalen Zuschnitts. Dass außerhalb seines Gartenzauns das Chaos tobt und das Kriegsrecht ausgerufen ist, schert ihn wenig. Zumindest im Moment. Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: "erlöst oder nicht ist wirklich unerheblich". Data Tavadze, Leiter des Royal District Theaters in Tiflis und einer der herausragenden jungen Regisseure Georgiens, wird das Spiel rund um Geld, Macht und Tod in Szene setzen. Er arbeitet zum ersten Mal am Deutschen Theater.


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


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Was heißt es, die Welt anders wahrzunehmen, als es die Umwelt tut? Wie prägen frühe Erfahrungen ein Leben? Woran erinnert man sich, woran nicht? Wie determiniert ist das eigene Handeln, welche Freiheitsgrade zeichnen es aus? Und wie viele Facetten hat ein Ich? Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität und unmittelbarer Todesnähe. Für Regisseur Sebastian Hartmann auch eine zärtliche Reise hinein in den Kopf Dostojewskijs, hin zu seinen Obsessionen, Begierden und Ängsten. Besonderes:Im dritten Teil der Inszenierung gibt es laute Schussgeräusche.Kostenloser Hörschutz ist am Einlass und an den Garderoben erhältlich.


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In einer Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel Es ist die Rückkehr des norwegischen Dramatikers und Ibsen-Preisträgers Jon Fosse aufs Theater. Mit seinen minimalistischen, beschwörenden, um das Unsagbare kreisenden Texten prägte er bis in die 10er Jahre dieses Jahrtausends eine ganze Stilrichtung. Dann wandte er sich der Prosa zu. Kein Drama mehr, nirgends. Mit seinem neuesten Text Starker Wind begibt sich Fosse nun nach langem Theaterschweigen wieder auf eine Spurensuche nach seinen Wurzeln, doch keineswegs auf altbekannte Fährten. Seinen Text bezeichnet er als "Szenisches Gedicht". Die Stimmen, die er in den Raum stellt, verhandeln – fast zwangsläufig, aber auch tragikomisch – die Geschichte einer Rückkehr, der alle Gewissheiten und Koordinaten entgleiten. Ein Mann, der lange Zeit auf Reisen war, sieht aus dem Fenster der Wohnung, in dem er mit seiner Frau lebt. Aber ist es noch dasselbe Fenster, noch dieselbe Wohnung und dieselbe Welt? Wie lange war er weg? Und hat nicht längst ein anderer, ein jüngerer Mann seinen Platz eingenommen. Ist das Leben, in das er zurückzukehren meint, noch sein Leben. Hat er darin noch einen Ort, eine Zeit, eine Gegenwart? Oder ist er Vergangenheit und nur noch der Zuschauer seines eigenen Verschwindens... In Starker Wind erzählt Fosse nicht nur von dem Versuch einer Rückkehr ins Leben, sondern auch in eine Theaterwelt, deren Parameter sich verschoben haben und der die einstigen Sicherheiten abhanden gekommen sind. Zum digitalen Bonusmaterial


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In einer Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel Es ist die Rückkehr des norwegischen Dramatikers und Ibsen-Preisträgers Jon Fosse aufs Theater. Mit seinen minimalistischen, beschwörenden, um das Unsagbare kreisenden Texten prägte er bis in die 10er Jahre dieses Jahrtausends eine ganze Stilrichtung. Dann wandte er sich der Prosa zu. Kein Drama mehr, nirgends. Mit seinem neuesten Text Starker Wind begibt sich Fosse nun nach langem Theaterschweigen wieder auf eine Spurensuche nach seinen Wurzeln, doch keineswegs auf altbekannte Fährten. Seinen Text bezeichnet er als "Szenisches Gedicht". Die Stimmen, die er in den Raum stellt, verhandeln – fast zwangsläufig, aber auch tragikomisch – die Geschichte einer Rückkehr, der alle Gewissheiten und Koordinaten entgleiten. Ein Mann, der lange Zeit auf Reisen war, sieht aus dem Fenster der Wohnung, in dem er mit seiner Frau lebt. Aber ist es noch dasselbe Fenster, noch dieselbe Wohnung und dieselbe Welt? Wie lange war er weg? Und hat nicht längst ein anderer, ein jüngerer Mann seinen Platz eingenommen. Ist das Leben, in das er zurückzukehren meint, noch sein Leben. Hat er darin noch einen Ort, eine Zeit, eine Gegenwart? Oder ist er Vergangenheit und nur noch der Zuschauer seines eigenen Verschwindens... In Starker Wind erzählt Fosse nicht nur von dem Versuch einer Rückkehr ins Leben, sondern auch in eine Theaterwelt, deren Parameter sich verschoben haben und der die einstigen Sicherheiten abhanden gekommen sind. Zum digitalen Bonusmaterial


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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Anlässlich des internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2021 findet im Anschluss an die Vorstellung am 24. November 2021 ein Nachgespräch statt. Gäste sind Marlene Pardeller (freie Filmschaffende und Teil der Initiative #keinemehr) und Sylvia Haller (Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser). Moderation: Maura Meyer. Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners Woyzeck sind kurz vor der Premiere unterbrochen, die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin ebenfalls, genauso wie ihre Schwangerschaft und die Zukunftsphantasie eines gemeinsamen Kinds. Sogar ihre Trennung kommt durch einen Lockdown zum Stillstand. Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht auch nie war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text. Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Georg Büchners Woyzeck . Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird in Deutschland alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femizide in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen. Woyzeck Interrupted kam während der coronabedingten Schließzeit als Stream-Version am 19. Dezember 2020 online zur Uraufführung und lief erfolgreich in mehreren digitalen Vorstellungen. Jetzt kann die Produktion endlich vor Live-Publikum gezeigt werden. Zum digitalen Bonusmaterial Für Schulklassen: Woyzeck Interrupted bieten wir als Stream für das digitale Klassenzimmer an, den Sie für Ihre gesamte Schulklasse an Ihrem Wunschtermin nutzen können. Streams für das digitale Klassenzimmer


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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Während einiger verregneter Sommertage im Jahr 1816, eingeschlossen in einem Haus am Genfer See, schreibt die 19-jährige Mary Shelley aus Zeitvertreib die Geschichte des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein und seines von ihm erschaffenen namenlosen Monsters. Der Schöpfer und sein Geschöpf in der Krise – das ist der Herzschlag dieses weltberühmt gewordenen Romans. In dem Moment, in dem Frankenstein die Belebung des Monsters gelingt und sie sich in die Augen sehen, schlägt die Euphorie um in blankes Entsetzen, kippt die Utopie ins Grauen. Der "Vater" verstößt sein "Kind", lässt es allein zurück in einer Welt, die es nicht kennt: ohne Sprache, ohne Ort, ohne Erinnerung. Die Entwicklungsschritte des Monsters, die Versuche von Annäherung an die Menschen und der Ausschluss aus dem Sozialraum zeigen eindrücklich: "Monstrosität", so Annina Klappert, "besteht nicht nur im Ausstellen eines Anderen, das nicht sein soll, sondern auch dessen, was sein könnte". In ihrem Schaffen reflektiert Mary Shelley nicht nur ihre Position als schreibende Frau, sondern führt die schillernde, grenzüberschreitende, kulturelle Imagination, die das Monströse seit jeher darstellt, auf eine neue Stufe – ihr aus Leichenteilen zusammengeflicktes Patchwork-Monster ist in seiner Hybridität das Monster per se und die Fragen, die seine Erschaffung aufwirft, werden in jeder Zeit Resonanz finden: Darf die Menschheit alles, was sie kann? Woher kommt das Böse? Wie werden wir die, die wir sind? Und: Wer sind die Monster unserer Zeit?


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Fassung von Timofej Kuljabin und Roman Dolzhanskij Liebe und Macht, Selbstbehauptung und Unterwerfung, sozialer Status, Rollenerwartungen und deren Überschreitung: Mit kühler Präzision sezierte August Strindberg in  Fräulein Julie  (1889) die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit der Geschlechterverhältnisse. Für ihre Überschreibung haben Timofej Kuljabin und Roman Dolzhanskij einen Ausgangspunkt gewählt, der sich von dem Strindbergs radikal unterscheidet. Indem sie mit Julies Verlobtem eine Figur auf die Bühne stellen, von der bei Strindberg nur gesprochen wird, erzählen Kuljabin und Dolzhanskij die Geschichte um Julie, ihren Angestellten Jean und dessen Freundin Christine als eine Geschichte über Einsamkeit, Egoismus, Gier und Verrat im Zeitalter der Überwachungstechnologie. Timofej Kuljabin ist künstlerischer Leiter am Theater Rote Fackel in Nowosibirsk und einer der derzeit aufregendsten Regisseure Russlands.


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"Der Garten ist die schillernde Auflockerung unserer Träume. Der Garten beschleunigt den individuellen Wohlstand. Der Garten ruft das Glück ins Leben und gibt der Seele zeitlose Gefühle. Der Garten wird uns vor weltlichen Unruhen schützen. Das menschliche Heil geht durch den Garten. Ohne den Garten sehe ich nicht, wie wir aus diesem langen, sehr langen Ende des Tunnels herauskommen werden." Fiston Mwanza Mujilas jüngstes Stück erzählt wuchernd, musikalisch und überbordend von der Vision eines Gartens, von einem Ort, an dem alles gut ist, an dem es das Böse nicht gibt. Eine neue Welt, die Glück verspricht, in der Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand regieren, die Heilung von der wirklichen Welt, der Melancholie, dem Irrsinn und Größenwahn bietet – die Vision eines Gartens, dem Wahnsinn entgegenzuwirken. Doch wenn es einen solchen Ort gäbe, wer fände dort Platz? Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung


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Was heißt es, die Welt anders wahrzunehmen, als es die Umwelt tut? Wie prägen frühe Erfahrungen ein Leben? Woran erinnert man sich, woran nicht? Wie determiniert ist das eigene Handeln, welche Freiheitsgrade zeichnen es aus? Und wie viele Facetten hat ein Ich? Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität und unmittelbarer Todesnähe. Für Regisseur Sebastian Hartmann auch eine zärtliche Reise hinein in den Kopf Dostojewskijs, hin zu seinen Obsessionen, Begierden und Ängsten. Besonderes:Im dritten Teil der Inszenierung gibt es laute Schussgeräusche.Kostenloser Hörschutz ist am Einlass und an den Garderoben erhältlich.


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Bühnenfassung von Clemens Maria Schönborn "Ich kann mir erlauben, die Wahrheit zu schreiben.- alle, denen zuliebe ich mein Leben lang gelogen habe, sind tot." Die Katastrophe kommt, weil wir sie träumen. Und wir träumen sie, weil wir sie fürchten und uns nach ihr sehnen. Wenn die Katastrophe eintritt, hören die peinigenden Phantasien auf. "Dass man weder empfinden noch denken darf, sondern handeln muss, ist die beste Therapie, wenn der Mensch an den Produkten des eigenen Vorstellungsvermögens irre wird." (Wolfgang Pohrt)


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


Kategorie:

Halt! Stopp! Nein! Jetzt reicht’s aber! Nix da! Geht’s noch!?! Für den jugendlichen Unwillen gegen ein „Weiter so“ gibt es viele Worte. Wenn der Leistungsdruck hinter einem her ist, mit seinem Höher! Schneller! Weiter! und die Erwartungen und der ganz normale Wahnsinn eskaliert, dann entsteht oft der Wunsch, mit kleinem Klick den Lauf der Dinge einfach anzuhalten, auf PAUSE zu drücken. Nachhilfe statt Sommerferien? PAUSE. Klima retten ohne Mithilfe der Boomer:innen, aber für sie aufs Feiern verzichten? PAUSE. Hausaufgaben mit allen Geschwistern machen?PAUSE. Der Wunsch nach einem Kurswechsel, einem Innehalten und der Möglichkeit, sich rauszuwinden aus der Überforderung des Jungseins mit Gehirnumbau, Notendruck und Versagensangst bricht sich Bahn im Verweigern. Aber danach, nach diesem Stopp, wird es spannend: Was passiert, wenn das System wieder hochgefahren wird, wir PLAY drücken und uns neu im Spiel erfinden? Sarah Fartuun Heinze und Hannes Kapsch erschaffen ein immersives Theater-Game, das die revolutionäre Kraft der Pause befragt. Es holt die Schulklasse aus der Pause rein in die supergroße Pause und erwürfelt das Schicksal dieser Doppelstunde nach neuen Regeln. Technische/räumliche Anforderungen: Wir spielen im Klassenraum oder in der Aula (je nach Hygieneanforderungen)Dauer: Eine Doppelstunde, inklusive Nachgespräch. Mit der Buchung erhalten Sie eine Materialmappe.Kosten: 5€ pro Schüler:in. Sollten Einzelne sich den Preis nicht leisten können, unterstützen die DT Freunde den Besuch. Empfohlen für die Klassenstufen 5 – 8 Zur Buchung und bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Maura Meyer unter klassenzimmer@deutschestheater.de oder 030.28441-312. Mit freundlicher Unterstützung der EnBW.Herzlichen Dank an die Schüler:innen der Heinz-Brandt-Schule, die uns bei der Entwicklung begleitet haben – ganz besonders an die Lernbüros der 8. Klasse mit ihrem Lehrer Herrn Grzesikowski.


Kategorie: Kinder & Jugendliche

"Zonen-Gaby im Glück" titelte die Titanic im November 1989. Das Foto einer lächelnden jungen Frau, in der Hand eine geschälte Gurke ("Meine erste Banane"), entstellte die Arroganz des westdeutschen Blicks auf den Osten zur Kenntlichkeit. Die eigentliche Pointe des Bildes aber kam erst später zum Tragen. Denn die dauergewellte Jeanshemdträgerin stammte weder aus Borna, Potsdam oder Görlitz, sondern aus dem rheinhessischen Worms. Noch nicht einmal für dessen Verachtung, so könnte man die Hellsichtigkeit des Titanic-Titelbilds beschreiben, wollte der Westen dem Osten zu nahe kommen. Mehr als 30 Jahre später stellen Tom Kühnel und Jürgen Kuttner die Geschichte der deutsch-deutschen Wiederbegegnung vom Kopf auf die Füße: offensiv, laut, komisch und ungerecht. Und mit viel Musik.


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Limited Edition Digital am Freitag, 19. November. Der Stream startet pünktlich um 20 Uhr und läuft in Echtzeit bis 20.45 Uhr. Im Anschluss steht der Stream 24 Stunden als Video on Demand zur Verfügung. Der Ticketpreis ist frei wählbar zwischen 1 und 100 Euro. Tickets & Stream am 19. November Ein Mensch. Ein Raum. Ein Experiment. Einmal so langsam wie möglich durchs eigene Wohnzimmer gehen. Einmal bis zur gegenüberliegenden Wand. Einmal ankommen. Einfach nur laufen. Einfach nur das. Einfach nichts anderes. Einen Schritt vor den anderen. Einen Gedanken nach dem anderen. Einen Moment zum anderen. Eine Telefonverbindung nach draußen. Eine Rückkopplung nach innen. Eine Fortbewegung im Stillstand. Einsiedlerisch. Einsam. Einzigartig. Ein Daniel. Eine Laura. Ein Wir? Eine Leidensgeschichte. Eine Liebesgeschichte. Eine Lebensgeschichte. Ein Warten. Ein Grübeln. Ein Hoffen. Eine Idee. Eine Kunstaktion. Eine Suche. Ein Ziel. Ein Gang. Ein Weg. Ein Entschleunigen. Ein Innehalten. Ein Verschwinden. Eine Bühne. Ein Schauspieler. Eine Kamera. Ein one-take. Kein Schnitt.


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J: Weißt du, zum Beispiel wenn ich rauche – ich weiß ja, dass das schädlich ist – das heißt nicht, dass ich mich umbringen will. Aber ich denke drüber nach. Ja. Und da sind wir auch schon beim Thema. Es wurde erzählt, dass die Rennfahrerinnengattinnen immer im Koffer ihre Witwenkleider mit sich trugen. S: Darf ich was sagen? Ich muss das ganz kurz richtig erzählen, weil die ist noch hübscher die Geschichte. Die Witwe sagte: und wann immer wir irgendwo ein schwarzes, ein schickes schwarzes Kleid gesehen haben, haben wir’s gekauft, denn wir wussten wir werden es brauchen. Und das hat sie so – was einem jetzt so auffällt – so schön kalt... also jetzt würde das nie wieder so gesagt werden.


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


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nach der Übertragung von Friedrich Hölderlin eingerichtet von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens In Theben wütet die Pest und hat die Stadt in eine große Krise gestürzt. Alle Hoffnung liegt auf Machthaber Oedipus, der sich Jahre zuvor schon einmal als Retter in der Not bewiesen hat, woraufhin er zum König ernannt und mit Jokaste, der Witwe des vorherigen Herrschers Lajos, vermählt wurde. Nun ersehnt sich die Bevölkerung von ihm einen Weg heraus aus Übel und Ausnahmezustand. Oedipus schickt seinen Schwager Kreon zum Orakel von Delphi, um Rat zu holen, wie Krankheit und Sterben ein Ende zu machen sei. Den Orakelspruch deutet er im Gespräch mit Kreon als einen Hinweis auf den ungesühnten Mord am vormaligen König Lajos. Öffentlich schwört Oedipus den Fall aufzuklären und belegt den unbekannten Täter mit einem Fluch. Es beginnt die Suche nach einem Sündenbock für die Seuche, welche Oedipus auf die Spuren seiner Identität bringt und ihn letztlich nur auf sich selbst und den eigenen blinden Fleck zurückwirft.In der nervösen und angsterfüllten Atmosphäre der Pestepidemie, untersucht Sophokles‘ Drama das Menschsein zwischen Herkunft und Zukunft, Schicksal und Selbstbestimmung, Schuld und Wut. Regisseur Ulrich Rasche wirft dabei einen besonderen Blick auf das Macht- und Herrschaftsverständnis, den Spalt zwischen Regierenden und Volk sowie die grundlegenden Fragen an die Demokratie. Zum digitalen Bonusmaterial


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"Eine weiträumige Szene, mit Öffnungen nach allen Seiten", ein unbestimmbarer Ort. Vielleicht die spanische Provinz Avila, vielleicht Humpolec in Böhmen. "Zeit: jetzt oder sonstwann". Passanten, einzeln und in Grüppchen, sich nach und nach zerstreuend. "Doch nein: einige von uns sind auf dem Plan geblieben, im Abstand zueinander, einzeln, ein jeder für sich". Es wird Abend, dann Nacht. Mit dieser Stimmungslandschaft beginnt Peter Handkes neues Stück. Im Zentrum des Gesprächs, das sich zwischen den Übriggebliebenen entspinnt, steht ein Drama, das bereits stattgefunden hat: Im März 2003 übergießt sich der 18-jährige Zdeněk Adamec auf dem Wenzelsplatz in Prag mit fünf Litern Benzin und entzündet dann ein Streichholz. Einige der Figuren haben recherchiert, kennen Gerüchte und Fakten aus dem Leben des jungen Selbstmörders. Andere schweifen ab. "Mit wahren Begebenheiten könnt ihr mich jagen", sagt einer. "Schaut, das Rot der Kirschen", eine andere. Leicht und schwebend erzählt Peter Handkes neues Stück von einem Titelhelden, der keiner ist: An einem Nicht-Ort, aus einer Nicht-Zeit heraus entsteht die Nicht-Geschichte eines Vergessenen. Was kann man wissen über einen Menschen? Was brennt sich ein und was bleibt ohne jede Spur? Handkes Figuren sind Menschen, die mit ihren Fragen, Behauptungen, Andeutungen oft spöttisch und ironisch um das Rätsel eines Menschen kreisen, das sie in Wirklichkeit beunruhigt und berührt. Interview mit Regisseur Jossi Wieler


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Der Kleist-Preis des Jahres 2020 geht an den 1982 in Graz geborenen Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz . Die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Daniela Strigl hat – als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson – gemäß der Tradition des Kleist-Preises Clemens J. Setz in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt, mit folgender Begründung: "Den Kleist-Preis erhält mit Clemens J. Setz ein literarischer Extremist im besten Sinne, ein Erzähler und Dramatiker, der seine Leser mit anarchischer Phantasie und maliziöser Fröhlichkeit stets aufs Neue verblüfft, sie an seinem verstörenden Kopf-Universum teilhaben lässt und dabei hinausreißt in den Schwindel der Freiheit. Sein neugieriger Blick auf die Welt verrückt die Maßstäbe der Normalität und verbindet wachste Zeitgenossenschaft mit den ganz alten Fragen, er gilt den Menschen wie den Maschinen und dem, was sie unterscheidet – im Urvertrauen auf die Macht des Bildes und im unausgesetzt ausgesetzten Grenzgang zwischen dem Visionären und dem Pathologischen." In Zusammenarbeit mit der Heinrich von Kleist-Gesellschaft Mit dem Preisträger Clemens J. Setz, der Laudatorin Daniela Strigl und dem Präsidenten der Heinrich von Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger Lesung : Birgit Unterweger, Jeremy Mockridge Musik : Carsten Brocker, Katelyn King, Špela Mastnak, Thomsen Merkel, Nico van Wersch Einrichtung : Bernd Isele


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In einer Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel Es ist die Rückkehr des norwegischen Dramatikers und Ibsen-Preisträgers Jon Fosse aufs Theater. Mit seinen minimalistischen, beschwörenden, um das Unsagbare kreisenden Texten prägte er bis in die 10er Jahre dieses Jahrtausends eine ganze Stilrichtung. Dann wandte er sich der Prosa zu. Kein Drama mehr, nirgends. Mit seinem neuesten Text Starker Wind begibt sich Fosse nun nach langem Theaterschweigen wieder auf eine Spurensuche nach seinen Wurzeln, doch keineswegs auf altbekannte Fährten. Seinen Text bezeichnet er als "Szenisches Gedicht". Die Stimmen, die er in den Raum stellt, verhandeln – fast zwangsläufig, aber auch tragikomisch – die Geschichte einer Rückkehr, der alle Gewissheiten und Koordinaten entgleiten. Ein Mann, der lange Zeit auf Reisen war, sieht aus dem Fenster der Wohnung, in dem er mit seiner Frau lebt. Aber ist es noch dasselbe Fenster, noch dieselbe Wohnung und dieselbe Welt? Wie lange war er weg? Und hat nicht längst ein anderer, ein jüngerer Mann seinen Platz eingenommen. Ist das Leben, in das er zurückzukehren meint, noch sein Leben. Hat er darin noch einen Ort, eine Zeit, eine Gegenwart? Oder ist er Vergangenheit und nur noch der Zuschauer seines eigenen Verschwindens... In Starker Wind erzählt Fosse nicht nur von dem Versuch einer Rückkehr ins Leben, sondern auch in eine Theaterwelt, deren Parameter sich verschoben haben und der die einstigen Sicherheiten abhanden gekommen sind. Zum digitalen Bonusmaterial


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nach der Übertragung von Friedrich Hölderlin eingerichtet von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens In Theben wütet die Pest und hat die Stadt in eine große Krise gestürzt. Alle Hoffnung liegt auf Machthaber Oedipus, der sich Jahre zuvor schon einmal als Retter in der Not bewiesen hat, woraufhin er zum König ernannt und mit Jokaste, der Witwe des vorherigen Herrschers Lajos, vermählt wurde. Nun ersehnt sich die Bevölkerung von ihm einen Weg heraus aus Übel und Ausnahmezustand. Oedipus schickt seinen Schwager Kreon zum Orakel von Delphi, um Rat zu holen, wie Krankheit und Sterben ein Ende zu machen sei. Den Orakelspruch deutet er im Gespräch mit Kreon als einen Hinweis auf den ungesühnten Mord am vormaligen König Lajos. Öffentlich schwört Oedipus den Fall aufzuklären und belegt den unbekannten Täter mit einem Fluch. Es beginnt die Suche nach einem Sündenbock für die Seuche, welche Oedipus auf die Spuren seiner Identität bringt und ihn letztlich nur auf sich selbst und den eigenen blinden Fleck zurückwirft.In der nervösen und angsterfüllten Atmosphäre der Pestepidemie, untersucht Sophokles‘ Drama das Menschsein zwischen Herkunft und Zukunft, Schicksal und Selbstbestimmung, Schuld und Wut. Regisseur Ulrich Rasche wirft dabei einen besonderen Blick auf das Macht- und Herrschaftsverständnis, den Spalt zwischen Regierenden und Volk sowie die grundlegenden Fragen an die Demokratie. Zum digitalen Bonusmaterial


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Halt! Stopp! Nein! Jetzt reicht’s aber! Nix da! Geht’s noch!?! Für den jugendlichen Unwillen gegen ein „Weiter so“ gibt es viele Worte. Wenn der Leistungsdruck hinter einem her ist, mit seinem Höher! Schneller! Weiter! und die Erwartungen und der ganz normale Wahnsinn eskaliert, dann entsteht oft der Wunsch, mit kleinem Klick den Lauf der Dinge einfach anzuhalten, auf PAUSE zu drücken. Nachhilfe statt Sommerferien? PAUSE. Klima retten ohne Mithilfe der Boomer:innen, aber für sie aufs Feiern verzichten? PAUSE. Hausaufgaben mit allen Geschwistern machen?PAUSE. Der Wunsch nach einem Kurswechsel, einem Innehalten und der Möglichkeit, sich rauszuwinden aus der Überforderung des Jungseins mit Gehirnumbau, Notendruck und Versagensangst bricht sich Bahn im Verweigern. Aber danach, nach diesem Stopp, wird es spannend: Was passiert, wenn das System wieder hochgefahren wird, wir PLAY drücken und uns neu im Spiel erfinden? Sarah Fartuun Heinze und Hannes Kapsch erschaffen ein immersives Theater-Game, das die revolutionäre Kraft der Pause befragt. Es holt die Schulklasse aus der Pause rein in die supergroße Pause und erwürfelt das Schicksal dieser Doppelstunde nach neuen Regeln. Technische/räumliche Anforderungen: Wir spielen im Klassenraum oder in der Aula (je nach Hygieneanforderungen)Dauer: Eine Doppelstunde, inklusive Nachgespräch. Mit der Buchung erhalten Sie eine Materialmappe.Kosten: 5€ pro Schüler:in. Sollten Einzelne sich den Preis nicht leisten können, unterstützen die DT Freunde den Besuch. Empfohlen für die Klassenstufen 5 – 8 Zur Buchung und bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Maura Meyer unter klassenzimmer@deutschestheater.de oder 030.28441-312. Mit freundlicher Unterstützung der EnBW.Herzlichen Dank an die Schüler:innen der Heinz-Brandt-Schule, die uns bei der Entwicklung begleitet haben – ganz besonders an die Lernbüros der 8. Klasse mit ihrem Lehrer Herrn Grzesikowski.


Kategorie: Kinder & Jugendliche

"Zonen-Gaby im Glück" titelte die Titanic im November 1989. Das Foto einer lächelnden jungen Frau, in der Hand eine geschälte Gurke ("Meine erste Banane"), entstellte die Arroganz des westdeutschen Blicks auf den Osten zur Kenntlichkeit. Die eigentliche Pointe des Bildes aber kam erst später zum Tragen. Denn die dauergewellte Jeanshemdträgerin stammte weder aus Borna, Potsdam oder Görlitz, sondern aus dem rheinhessischen Worms. Noch nicht einmal für dessen Verachtung, so könnte man die Hellsichtigkeit des Titanic-Titelbilds beschreiben, wollte der Westen dem Osten zu nahe kommen. Mehr als 30 Jahre später stellen Tom Kühnel und Jürgen Kuttner die Geschichte der deutsch-deutschen Wiederbegegnung vom Kopf auf die Füße: offensiv, laut, komisch und ungerecht. Und mit viel Musik.


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Berliner Verhältnisse Vier Tage nach dem Lokalderby zwischen dem 1.FC Union und Hertha BSC erkunden wir den Stand der Dinge im Berliner Bundesligafußball. Wo stehen der Big City Klub und die Eisernen nach langen Monaten der Pandemie sportlich, vor allem aber fußballkulturell? Darüber spricht Gastgeber Christoph Biermann (11FREUNDE) mit Sebastian Fiebrig vom Union-Blog und Podcast „Textilvergehen“ sowie dem Gründer von „Hertha Base“, Marc Schwitzky.


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August Strindbergs Totentanz , das ist gewissermaßen die Urszene aller Ehedramen. Für seine Bearbeitung wollte Friedrich Dürrenmatt, der Großmeister des bitter-ironischen Blicks auf die Welt, alle "Schicksalsdynamik und Bürgerdämonie" daraus verbannen. Also straffte und verdichtete er die Dialoge, gliederte den Text in die zwölf Runden eines Boxkampfs und transformierte die Tragödie des Originals ins Komödiantische. Alice und Edgar, kurz vor ihrer silbernen Hochzeit und in größter Einsamkeit lebend, liefern sich einen wahren Infight. Dann steht Kurt vor der Tür, Vetter von Alice: Welche Allianzen bilden sich? Wer zieht wen auf seine Seite? Ein Schauspiel, erbarmungslos und komisch.


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Anlässlich des internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2021 findet im Anschluss an die Vorstellung am 24. November 2021 ein Nachgespräch statt. Gäste sind Marlene Pardeller (freie Filmschaffende und Teil der Initiative #keinemehr) und Sylvia Haller (Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser). Moderation: Maura Meyer. Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners Woyzeck sind kurz vor der Premiere unterbrochen, die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin ebenfalls, genauso wie ihre Schwangerschaft und die Zukunftsphantasie eines gemeinsamen Kinds. Sogar ihre Trennung kommt durch einen Lockdown zum Stillstand. Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht auch nie war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text. Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Georg Büchners Woyzeck . Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird in Deutschland alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femizide in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen. Woyzeck Interrupted kam während der coronabedingten Schließzeit als Stream-Version am 19. Dezember 2020 online zur Uraufführung und lief erfolgreich in mehreren digitalen Vorstellungen. Jetzt kann die Produktion endlich vor Live-Publikum gezeigt werden. Zum digitalen Bonusmaterial Für Schulklassen: Woyzeck Interrupted bieten wir als Stream für das digitale Klassenzimmer an, den Sie für Ihre gesamte Schulklasse an Ihrem Wunschtermin nutzen können. Streams für das digitale Klassenzimmer


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Fassung: Daniela Löffner Familie Vockerat lebt in einem Haus direkt am Müggelsee und eigentlich ist alles perfekt. Das Paar Johannes und Käthe hat gerade ein Kind bekommen. Johannesʼ Mutter Eva ist angereist, um ihre Schwiegertochter durchs Wochenbett zu begleiten. Doch das Glück will sich nicht richtig einstellen. Käthe versinkt im postnatalen Tief, Johannes fühlt sich verpflichtet, es allen recht zu machen und zugleich seine eigenen beruflichen Ziele zu verwirklichen. Eva beobachtet sorgenvoll, wie das Paar auseinanderdriftet. Als Johannesʼ Jugendfreundin Braun wie gewohnt zu Besuch kommt, bringt sie unerwartet einen weiteren Gast mit: Arno, der willkommene Abwechslung verspricht und alle in seinen Bann zieht. Schnell entsteht eine innige Freundschaft zwischen Johannes und Arno. Bei dem jungen Vater wird eine Sehnsucht wach, die seinen Lebensentwurf ins Wanken bringt. Basierend auf Gerhart Hauptmanns Drama widmet sich Daniela Löffner dem fragilen Schwebezustand, der entsteht, wenn vermeintliche Gewissheiten sich auflösen und Entscheidungen noch ausstehen. Mit wem möchte ich leben und wie? Wieviel Verbindlichkeit braucht es, um nicht einsam zu sein? Hinweis: In der Inszenierung gibt es explizit sexuelle Szenen.


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Jeder Videoschnipselabend hat zwei Elemente. Denn er besteht A aus den Videos und B aus Kuttner, dem Mann also, der sie vorab fürs Publikum aussucht, zerschnipselt und schließlich auf der Bühne präsentiert. Jeder Videoschnipselabend ist anders. Denn jeder Abend hat ein eigenes Motto, eine eigene These. Dabei kann es einerseits um so Grundsätzliches gehen wie Liebe, Sex, Krieg, Kinder, Fußball, Autos, andererseits aber auch um so diffizile Probleme wie das Demokratisierungspotenzial des deutschen Schlagers, die Politiktauglichkeit mittelamerikanischer Rauschkakteen, die ästhetischen Irrungen Mick Jaggers, das Aggressionspotenzial des Handyklingelns des deutschen Außenministers oder die Frage, mit welchen Präsenten man KPDSU Generalsekretären eine Freude machen kann.  Mit: Jürgen Kuttner und André Meier Deutsches Theater


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Es ist Jahre her, Jahrzehnte, dass Fürst Nechljudow, damals ein junger Militär, dem noch jüngeren Hausmädchen Katja Maslowa begegnet ist. Er war jugendlich verzaubert gewesen, hatte sie verführt und dann vergessen, wie viele nach ihr. Nun wird er als Geschworener ins Gericht bestellt. Und erkennt in der des Mordes beschuldigten Prostituierten das Mädchen von einst. Das Urteil kann er nicht abwenden – und auch nicht die Erkenntnis, dass er allein Schuld ist an diesem missglückten Leben, das nun in sibirischer Verbannung weiter und vielleicht zu Ende gehen muss. Aber was folgt daraus? Lässt sich ein Schicksal wenden, ein eigenes, ein fremdes? Wie funktioniert Sühne, wie buchstabiert man Vergebung? Und was, wenn die Welt, die Nechljudow nun verändern will, gar nicht verändert werden möchte? Auferstehung ist Tolstois letzter Roman, gleichzeitig der, der am deutlichsten ins Heute weist. Er beginnt im Moskau des 19. Jahrhunderts und endet in der zeit- und ortlosen, grellen Weite des Nichts. Dort sind sie alle versammelt: die Unverstandenen, die Ausgespuckten, die Kämpferinnen und Kämpfer für Gerechtigkeit. Dort finden Revolution und Widerstand, Leidenschaft, Klugheit, Krankheit und Utopie zwischen bellenden Hunden ihr letztes Quartier.


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Es ist Jahre her, Jahrzehnte, dass Fürst Nechljudow, damals ein junger Militär, dem noch jüngeren Hausmädchen Katja Maslowa begegnet ist. Er war jugendlich verzaubert gewesen, hatte sie verführt und dann vergessen, wie viele nach ihr. Nun wird er als Geschworener ins Gericht bestellt. Und erkennt in der des Mordes beschuldigten Prostituierten das Mädchen von einst. Das Urteil kann er nicht abwenden – und auch nicht die Erkenntnis, dass er allein Schuld ist an diesem missglückten Leben, das nun in sibirischer Verbannung weiter und vielleicht zu Ende gehen muss. Aber was folgt daraus? Lässt sich ein Schicksal wenden, ein eigenes, ein fremdes? Wie funktioniert Sühne, wie buchstabiert man Vergebung? Und was, wenn die Welt, die Nechljudow nun verändern will, gar nicht verändert werden möchte? Auferstehung ist Tolstois letzter Roman, gleichzeitig der, der am deutlichsten ins Heute weist. Er beginnt im Moskau des 19. Jahrhunderts und endet in der zeit- und ortlosen, grellen Weite des Nichts. Dort sind sie alle versammelt: die Unverstandenen, die Ausgespuckten, die Kämpferinnen und Kämpfer für Gerechtigkeit. Dort finden Revolution und Widerstand, Leidenschaft, Klugheit, Krankheit und Utopie zwischen bellenden Hunden ihr letztes Quartier.


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"Liebesgeschichten, das ist nichts für Kinder", brüllt die alte Evelina. Es sind die letzten Stunden vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen Nord- und Südstaaten – und die Welt fünf junger Menschen steht vor dem Zusammenbruch. Es wird ausgiebig diskutiert. Über Sklaven, Religion, die Zukunft des Landes. Und dabei vorsätzlich verschwiegen, was eigentlich anstehen würde, nämlich endlich mit den eigenen Gefühlen und Ängsten ins Reine zu kommen. Stattdessen erfinden sie sich einen Gott, reiben sich Briefe über ihre Körper, sehnen sich nach Krieg und reiten wie besessen durch die Gegend, stets auf der Suche nach sich selbst. "Erstklassiges Schauspielertheater." D'Lëtzebuerger Land, Josée Hansen "Interessant zu sehen, wie eklatant unterschiedlich die Spielstile der Akteure sind, wie das zusammenpasst in diesem Schauspielertheater." Trierischer Volksfreund, Dirk Tenbrock


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Es ist Kafkas letzte Erzählung vor seinem Tod und eine bitter-skurrile Auseinandersetzung über die Wirkmächtigkeit und Ohnmacht der Kunst. Nicht nur, dass die im Mittelpunkt stehende Künstlerin und Titelfigur Josefine eine Sängerin von zweifelhafter Begabung ist und eher pfeift als singt. Sie ist eine Maus. Und das Volk der Mäuse zeigt sich wenig musikaffin und gesangsbegeistert. Es besucht Josefines Konzerte vor allem wegen des ruhigen, andächtigen Beisammenseins. Den Gesang schätzt es weniger als Kunstform, sondern vielmehr mehr als Anlass für eine kurze Unterbrechung des harten Alltags. Denn so ein Mäuseleben ist von Arbeit und ständiger Existenzangst geprägt, einer verschwindend kurzen Kindheit und einem mühseligen Erwachsenendasein.Mit ihrer pfeifenden Sängerin könnte das Mäusevolk auch bei schwindender Stimmkraft und zunehmender Erschöpfung leben. Auf die Kunst kommt es, wie gesagt, nicht so an. Doch im Gefühl ihres nahenden Endes fängt Josefine an, Forderungen zu stellen. Ihr Kampf um Anerkennung, dem sie mit Kürzungen ihrer Gesänge und Koloraturen Nachdruck verleihen will, führt sie auf einen gefährlichen Pfad. Denn die Opfer, die sie bringt, sind für sie selbst größer als für ihr Publikum …


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


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"An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit." So beginnt Heinrich von Kleists Geschichte des Überzeugungstäters Kohlhaas, dem an einer Grenzstation zwei Pferde als Pfand abgenommen werden. Als er zurückkehrt, findet er die stolzen Rösser halb verhungert und durch Feldarbeit ruiniert. Weil ihm der Schadensersatz verwehrt wird, beginnt er einen Rachefeldzug, der als Widerstand eines Wehrlosen beginnt und schließlich in einem Blutbad endet. So wird Kohlhaas vom "Muster eines guten Staatsbürgers" auf geradem Wege "zum Räuber und Mörder". Heinrich von Kleists Novelle stellt bis heute zeitlose Fragen nach Schuld, Recht, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählt von den Mechanismen des Terrors und von der Sogwirkung eskalierender Gewalt. Michael Kohlhaas wird von Andreas Kriegenburg inszeniert – einer der stilprägenden und bildstärksten Regisseure seiner Generation. Er arbeitet seit etlichen Jahren an allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum, sowohl im Schauspiel als auch in der Oper. Er wurde häufig zum Berliner Theatertreffen eingeladen, seine Inszenierungen bei Festivals im In- und Ausland gezeigt und mit dem Nestroy-, dem Faust- und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.


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"Liebesgeschichten, das ist nichts für Kinder", brüllt die alte Evelina. Es sind die letzten Stunden vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen Nord- und Südstaaten – und die Welt fünf junger Menschen steht vor dem Zusammenbruch. Es wird ausgiebig diskutiert. Über Sklaven, Religion, die Zukunft des Landes. Und dabei vorsätzlich verschwiegen, was eigentlich anstehen würde, nämlich endlich mit den eigenen Gefühlen und Ängsten ins Reine zu kommen. Stattdessen erfinden sie sich einen Gott, reiben sich Briefe über ihre Körper, sehnen sich nach Krieg und reiten wie besessen durch die Gegend, stets auf der Suche nach sich selbst. "Erstklassiges Schauspielertheater." D'Lëtzebuerger Land, Josée Hansen "Interessant zu sehen, wie eklatant unterschiedlich die Spielstile der Akteure sind, wie das zusammenpasst in diesem Schauspielertheater." Trierischer Volksfreund, Dirk Tenbrock


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Ein mittelalter Melancholiker, von Beruf Insbürogeher, bekommt Besuch vom kleinen König Dezember II. Klein ist der König, sehr klein, und im Reich des Monarchen gelten besondere Regeln: Je älter man wird, desto weniger weiß man, und je weniger man weiß, desto mehr hat man zu sagen. Gemeinsam erkunden die beiden das Zimmer des Königs voller Traumschachteln, beschreiten alltägliche Wege und schauen in die Sterne. Überall werden zuvor nie entdeckte Dinge sichtbar. Aber ist der kleine König wirklich da? Oder ist er nur ausgedacht? Ist nur wirklich, was man sehen kann? Und wer träumt hier eigentlich wen? Die wundersame Begegnung in der Geschichte von Axel Hacke stellt die Frage nach Phantasie und Wirklichkeit, Vorstellungskraft und eigenem Erleben. Im Dezember haben wir 12 Schubladen des Königs befüllt mit gemütlich-königlichen Familienaktionen und Bonustracks mit Blicken hinter die Kulissen des DT. HIER könnt ihr sie öffnen.


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Es ist Kafkas letzte Erzählung vor seinem Tod und eine bitter-skurrile Auseinandersetzung über die Wirkmächtigkeit und Ohnmacht der Kunst. Nicht nur, dass die im Mittelpunkt stehende Künstlerin und Titelfigur Josefine eine Sängerin von zweifelhafter Begabung ist und eher pfeift als singt. Sie ist eine Maus. Und das Volk der Mäuse zeigt sich wenig musikaffin und gesangsbegeistert. Es besucht Josefines Konzerte vor allem wegen des ruhigen, andächtigen Beisammenseins. Den Gesang schätzt es weniger als Kunstform, sondern vielmehr mehr als Anlass für eine kurze Unterbrechung des harten Alltags. Denn so ein Mäuseleben ist von Arbeit und ständiger Existenzangst geprägt, einer verschwindend kurzen Kindheit und einem mühseligen Erwachsenendasein.Mit ihrer pfeifenden Sängerin könnte das Mäusevolk auch bei schwindender Stimmkraft und zunehmender Erschöpfung leben. Auf die Kunst kommt es, wie gesagt, nicht so an. Doch im Gefühl ihres nahenden Endes fängt Josefine an, Forderungen zu stellen. Ihr Kampf um Anerkennung, dem sie mit Kürzungen ihrer Gesänge und Koloraturen Nachdruck verleihen will, führt sie auf einen gefährlichen Pfad. Denn die Opfer, die sie bringt, sind für sie selbst größer als für ihr Publikum …


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Es ist Jahre her, Jahrzehnte, dass Fürst Nechljudow, damals ein junger Militär, dem noch jüngeren Hausmädchen Katja Maslowa begegnet ist. Er war jugendlich verzaubert gewesen, hatte sie verführt und dann vergessen, wie viele nach ihr. Nun wird er als Geschworener ins Gericht bestellt. Und erkennt in der des Mordes beschuldigten Prostituierten das Mädchen von einst. Das Urteil kann er nicht abwenden – und auch nicht die Erkenntnis, dass er allein Schuld ist an diesem missglückten Leben, das nun in sibirischer Verbannung weiter und vielleicht zu Ende gehen muss. Aber was folgt daraus? Lässt sich ein Schicksal wenden, ein eigenes, ein fremdes? Wie funktioniert Sühne, wie buchstabiert man Vergebung? Und was, wenn die Welt, die Nechljudow nun verändern will, gar nicht verändert werden möchte? Auferstehung ist Tolstois letzter Roman, gleichzeitig der, der am deutlichsten ins Heute weist. Er beginnt im Moskau des 19. Jahrhunderts und endet in der zeit- und ortlosen, grellen Weite des Nichts. Dort sind sie alle versammelt: die Unverstandenen, die Ausgespuckten, die Kämpferinnen und Kämpfer für Gerechtigkeit. Dort finden Revolution und Widerstand, Leidenschaft, Klugheit, Krankheit und Utopie zwischen bellenden Hunden ihr letztes Quartier.


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Es ist Kafkas letzte Erzählung vor seinem Tod und eine bitter-skurrile Auseinandersetzung über die Wirkmächtigkeit und Ohnmacht der Kunst. Nicht nur, dass die im Mittelpunkt stehende Künstlerin und Titelfigur Josefine eine Sängerin von zweifelhafter Begabung ist und eher pfeift als singt. Sie ist eine Maus. Und das Volk der Mäuse zeigt sich wenig musikaffin und gesangsbegeistert. Es besucht Josefines Konzerte vor allem wegen des ruhigen, andächtigen Beisammenseins. Den Gesang schätzt es weniger als Kunstform, sondern vielmehr mehr als Anlass für eine kurze Unterbrechung des harten Alltags. Denn so ein Mäuseleben ist von Arbeit und ständiger Existenzangst geprägt, einer verschwindend kurzen Kindheit und einem mühseligen Erwachsenendasein.Mit ihrer pfeifenden Sängerin könnte das Mäusevolk auch bei schwindender Stimmkraft und zunehmender Erschöpfung leben. Auf die Kunst kommt es, wie gesagt, nicht so an. Doch im Gefühl ihres nahenden Endes fängt Josefine an, Forderungen zu stellen. Ihr Kampf um Anerkennung, dem sie mit Kürzungen ihrer Gesänge und Koloraturen Nachdruck verleihen will, führt sie auf einen gefährlichen Pfad. Denn die Opfer, die sie bringt, sind für sie selbst größer als für ihr Publikum …


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:16.11.21
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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