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Spielplan für November 2019

Zwei Menschen, zwei Leben, ein Mythos: KASSANDRAS Streben nach Autonomie bestimmt ihr Leben als Königstochter, Seherin, Mutter, Frau und vor allem als einer, der nicht geglaubt wird. Ihr gegenüber steht ACHILL, der zornige Held und Krieger, das Vieh, der Verletzende und Verletzliche. Während ACHILL weder Liebe noch Schmerz zu spüren scheint, hat KASSANDRA von beidem zu viel. Doch ist es so einfach: zwei Leben, zwei Sichtweisen? Christa Wolf (1929-2011) setzt mit ihrer Erzählung KASSANDRA dem patriarchalen Mythos des trojanischen Krieges und seiner Helden eine starke, weibliche Perspektive entgegen. Mit Auszügen aus ihrer Erzählung werden Perspektiven hinterfragt, Held:innen gefunden, wo keine gesucht wurden und jene entlarvt, die sich nur als solche verkleiden. Wie kann ein Krieger // wie eine Seherin vor dem fliehen, was von ihm // ihr erwartet und verlangt wird? Wie können sie frei sein? KASSANDRA // ACHILL stellt zwei grundverschiedene Figuren der griechischen Mythologie gegenüber. Ihre Nicht-Begegnung wird zum zentralen Thema, ihre Gegenüberstellung zum Kampf um Autonomie und Freiheit.  


Kategorie: Theater

"Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen (jidd. für Kantor) Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl – sind weg, verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Und in dem sie ihr Herz aneinander verloren haben. In Scholem Alejchems Geschichte hat die erste Begegnung mit dem Theater so erschütternde Dimensionen wie die Begegnung mit der ersten Liebe. Sie öffnet das Tor zum "Anderen" – zur Fantasie, zu ungeahnten Möglichkeiten, zur Welt. Mit herzerwärmendem, bisweilen bösartigem Humor erzählt Alejchem eine Geschichte, die alles beinhaltet: Den Weg aus der Provinz in die Stadt, aus der Heimat in die Ferne, aus dem "Alten Europa" in die "Neue Welt", vom unbeschriebenen Blatt zum gefeierten Star. Von Holeneschti irgendwo am Schwarzen Meer treibt es Reizl und Leibl auf getrennten Wegen durch ganz Europa und von einer Bühne zur nächsten – ob sie sich am Ende wiederfinden? In der Adaption des jüdischen Autorenteams Sam Hunter und Julie Paucker hat sich eine unkonventionelle, politisch engagierte, Rikscha fahrende Strassentheatertruppe von heute vorgenommen, die ausufernde, schnörklige, sehr jüdische und jiddische Geschichte einem Berliner Publikum nahezubringen: Mit all den politisch inkorrekten Fallgruben, die das beinhaltet. Der Roman – nur teilweise ins Deutsche übersetzt – ist eine Entdeckung des amerikanisch-deutschen Regisseurs Brian Bell für das deutschsprachige Theater und kommt gerade recht in einer Zeit, in der sich Theater sich neu erfinden – und öfter mal raus muss. Eine Koproduktion der Vaganten Bühne mit Brian Bell gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Kategorie: Theater

"Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen (jidd. für Kantor) Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl – sind weg, verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Und in dem sie ihr Herz aneinander verloren haben. In Scholem Alejchems Geschichte hat die erste Begegnung mit dem Theater so erschütternde Dimensionen wie die Begegnung mit der ersten Liebe. Sie öffnet das Tor zum "Anderen" – zur Fantasie, zu ungeahnten Möglichkeiten, zur Welt. Mit herzerwärmendem, bisweilen bösartigem Humor erzählt Alejchem eine Geschichte, die alles beinhaltet: Den Weg aus der Provinz in die Stadt, aus der Heimat in die Ferne, aus dem "Alten Europa" in die "Neue Welt", vom unbeschriebenen Blatt zum gefeierten Star. Von Holeneschti irgendwo am Schwarzen Meer treibt es Reizl und Leibl auf getrennten Wegen durch ganz Europa und von einer Bühne zur nächsten – ob sie sich am Ende wiederfinden? In der Adaption des jüdischen Autorenteams Sam Hunter und Julie Paucker hat sich eine unkonventionelle, politisch engagierte, Rikscha fahrende Strassentheatertruppe von heute vorgenommen, die ausufernde, schnörklige, sehr jüdische und jiddische Geschichte einem Berliner Publikum nahezubringen: Mit all den politisch inkorrekten Fallgruben, die das beinhaltet. Der Roman – nur teilweise ins Deutsche übersetzt – ist eine Entdeckung des amerikanisch-deutschen Regisseurs Brian Bell für das deutschsprachige Theater und kommt gerade recht in einer Zeit, in der sich Theater sich neu erfinden – und öfter mal raus muss. Eine Koproduktion der Vaganten Bühne mit Brian Bell gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Kategorie: Theater

"Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen (jidd. für Kantor) Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl – sind weg, verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Und in dem sie ihr Herz aneinander verloren haben. In Scholem Alejchems Geschichte hat die erste Begegnung mit dem Theater so erschütternde Dimensionen wie die Begegnung mit der ersten Liebe. Sie öffnet das Tor zum "Anderen" – zur Fantasie, zu ungeahnten Möglichkeiten, zur Welt. Mit herzerwärmendem, bisweilen bösartigem Humor erzählt Alejchem eine Geschichte, die alles beinhaltet: Den Weg aus der Provinz in die Stadt, aus der Heimat in die Ferne, aus dem "Alten Europa" in die "Neue Welt", vom unbeschriebenen Blatt zum gefeierten Star. Von Holeneschti irgendwo am Schwarzen Meer treibt es Reizl und Leibl auf getrennten Wegen durch ganz Europa und von einer Bühne zur nächsten – ob sie sich am Ende wiederfinden? In der Adaption des jüdischen Autorenteams Sam Hunter und Julie Paucker hat sich eine unkonventionelle, politisch engagierte, Rikscha fahrende Strassentheatertruppe von heute vorgenommen, die ausufernde, schnörklige, sehr jüdische und jiddische Geschichte einem Berliner Publikum nahezubringen: Mit all den politisch inkorrekten Fallgruben, die das beinhaltet. Der Roman – nur teilweise ins Deutsche übersetzt – ist eine Entdeckung des amerikanisch-deutschen Regisseurs Brian Bell für das deutschsprachige Theater und kommt gerade recht in einer Zeit, in der sich Theater sich neu erfinden – und öfter mal raus muss. Eine Koproduktion der Vaganten Bühne mit Brian Bell gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Kategorie: Theater

GLANZODERHARNISCH ist die Lesereihe des Studiengangs Szenisches Schreiben der Universität der Künste Berlin. Sie findet im Rahmen der neu gegründeten Reihe der WERKSTATTLESUNGEN an der Vaganten Bühne statt und gibt Einblick in die aktuelle Arbeit junger Autor:innen. Es inszenieren und lesen Regie- und Schauspielstudierende der Universität der Künste und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Texte und Autor:innen am 15.11. Verbrannte Erde von Silvan Rechsteiner Theben in Schutt und Asche. Im Garten des zerstörten Palasts hackt, hegt und pflanzt Eurydike. Und ringt mit ihrem Gatten Kreon oder spricht zum Geist einer Hannelore – Gattin eines noch nicht geborenen Grossen –. Und vor allem ringt sie mit sich und ihrer Scheinrolle einer Königsgattin im Scheinwerferlicht. Silvan Rechsteiner In Basel geboren. In einem 1300 Seelendorf an der Grenze zum Elsass aufgewachsen. Bachelor-Abschluss in Prozessgestaltung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. mit Mahalia Horvath Regie Lily Kuhlmann Dramaturgische Mitarbeit Stephan Teuwissen In Kooperation mit Dramaturgie-Tisch Dynamo Zürich _ PIRSCH von Ivana Sokola PIRSCH beschreibt eine Suche nach Rache: Marinka ist in die Stadt zurückgekehrt, die sie vor 15 Jahren verlassen hat. Immer noch gibt es dort die Lichter, den Wald und den Platz – auf dem seit jeher das FEST stattfindet. Dem FEST eingeschrieben ist der Kuss, eine Tat, einen  Übergriff, den sie nur umschreiben kann. Sie sucht Hilfe bei ihrem Bruder Jan, der ihr nur zögerlich glaubt, und der Polizistin Lene, die selbst genug von den Küssen erzählen kann. Dem Bruder an den Fersen kleben die Hunde, welche sich Marinka annehmen – und von da an alles und jeden in Waden und Hälse zwicken, um dem FEST seine brutalen Rituale abzujagen. Kann man Gewalt mit Gewalt bekämpfen? Was ist, wenn es den Falschen erwischt? Ivana Sokola  Geboren 1995 in Hamburg. Sie studierte Deutsche Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit dem Theaterkollektiv kreisen kollektiv realisierte sie unterschiedliche Arbeiten in Hamburg und führt diese Arbeit im Regie- und Autorinnenduo Pathos 2000 fort. Sie war Teil der Performance-Gruppe SIGNA. Sie hospitierte bei Jette Steckel und Frank Castorf. Unter ihrer Co-Regie entstand in der Spielzeit 2018/19 die Performance DREAM BODY OUTLET am Berliner Ringtheater. _ Missbildungen von Arianna Emminghaus Es treten auf: Eine Schlingpflanze, eine Wolke, ein Brand, ein Tropfen und einige mehr. Es wird befallen, überfallen, einiges verfällt und kann dabei möglicherweise gefallen. Was Natur ist, wird in kurzweiligen Dialog-Szenen vermenschlicht. Was menschlich ist, wird zugleich abstrakt. Und das Abstrakte wird ausgesprochen, wird poetisch, wird grausam, wird anschaulich.  Arianna Emminghaus Ariana Emminghaus, geb. 1995, studierte 2016 – 2018 Schauspiel an der ADK in Ludwigsburg und seit 2018 Literarisches Schreiben an der HKB in Biel, aktuell im Auslandssemester Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. War als Performerin und/oder Autorin zu Gast beim Festival der Künste in Bern, UWE-Festival in München und 4+1 in Leipzig.    


Kategorie: Dialog & Lesung

Zum 70. Geburtstag seines Vaters fährt Eddy seine Eltern in der Schweiz besuchen. Nachdem sein Vater zum wiederholten Mal Namen verwechselt und dieselben Fragen stellt, flüchtet Eddy auf den Dachboden und beginnt durch eigene Erinnerungen und Gedanken zu stöbern. Was bedeutet zu Hause sein, nach Hause kommen, wenn man statt in der Schweiz in Berlin lebt und die eigenen Kinder dort aufwachsen? Wie überbrückt man die Entfernung, wie das schlechte Gewissen? Und: wie geht man damit um, wenn die eigene Katze die mühsam selbstgezogenen Hanfpflanzen frisst? Mit AM BERG STEHEN gelingt Agglo Nord ein Abend, der sich ganz sachte und persönlich an das Thema Demenz herantastet und untersucht, was es bedeutet, wenn ein Familienmitglied betroffen ist und was, vielleicht selbst irgendwann betroffen zu sein? Das Erzählkollektiv "Agglo Nord" sind Marion Tuor (Text & Regie) und Urs Stämpfli (Text & Spiel). 


Kategorie: Theater

Im Zentrum des Abends FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO steht Senna, die während des Bosnienkriegs (1992-95) in Deutschland geboren wurde und somit zu einer Zeit, über die niemand in ihrer Familie spricht: es existiert nur die Zeit vor dem Krieg und die danach, über das Dazwischen wird geschwiegen. Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, gleichzeitig Teil der Geschichte ihrer Familie und doch immer nur Beobachterin und zu einer anderen Welt gehörend, beginnt Senna mit dem Erwachsenwerden zu hinterfragen und zu begreifen. FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO ist eine Suche, eine Familienrecherche und die Frage nach Heimat, Herkunft und Identität. Der Abend wählt einen ganz privaten Blick auf den Bosnienkrieg im ehemaligen Jugoslawien und betrachtet seine Nach- und Auswirkungen aus der Perspektive einer Familie, die aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland geflohen ist. Insgesamt kamen 350.000 Menschen nach Deutschland. Die meisten kehrten nach dem Krieg zurück, an die 20.000 Menschen sind in Deutschland geblieben.


Kategorie: Theater

Ein besonderes Augenmerk legen sie dabei auf die Lieder des “kultainen laulukirja“ (dt.: Goldenes Liederbuch), die der Halbfinne Peer Neumann bereits seit seiner Kindheit spielt. Die Melodien werden vom syrischen Oud-Spieler Wassim Mukdad interpretiert, wodurch finnische und arabische Klänge miteinander verschmelzen. Gemeinsam mit dem Kontrabassisten Florian Galow aus Lübeck bilden sie ein ungewöhnliches, überzeugendes Trio. Florian Galow ist Kontrabassist. Als gefragter Studio- und Livemusiker arbeitete der Wahl-Lübecker bereits mit Thomas D., Ulla Meinecke, Clueso und Nina Hagen. Er legte sein Studium an den Musikhochschulen in Freiburg und Karlsruhe ab und lernte bei den Jazzlegenden Niels-Henning Ørsted Pedersen und Ray Brown. Wassim Mukdad ist ein Musiker und Komponist aus Syrien. Er vereint Elemente aus mehreren Genres wie Tarab, Tanz und mittelalterlicher Musik des Nahen Ostens mit Elementen aus anderen musikalischen Kulturen. Seit seiner frühen Kindheit spielt er sowohl Oud (arabische Laute) als auch Klavier.- inspiriert wurde er von dem berühmten Oud-Spieler Munir Bashir. Sein Studium absolvierte er am Musikinstitut in Damaskus. Peer Neumann erhielt seine Rock- und Techno-Sozialisation im Frankfurter Untergrund der 90er Jahre. Er arbeitet als Pianist, Komponist, Keyboarder und Drummer. Auf sein erfolgreiches Musikstudium folgten viele Engagements in Jazz-Ensembles und verschiedenen Bands. 2005 entdeckte er seine Liebe zum Theater und spielt seitdem in Produktionen des Berliner Ensembles, Gorki Theaters, Schauspiel Frankfurts, der Neuköllner Oper, der Festspiele in Bad Hersfeld und am Theaterhaus Hamburg. Sein erstes Solo-Konzert gab er 2007. Seit 2017 ist er "Hauspianist" am Berliner Ensemble.


Kategorie: Konzert

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Wir erleben die Reise eines Menschen durch ein Amerika, das Kafka nie in seinem Leben gesehen hat. „Amerika“ ist eine Projektionsfläche über Vertreibung und die Suche nach Zugehörigkeit in einer unüberschaubaren Welt, die den Einzelnen kaum mehr zur Ruhe kommen lässt. Und wenn dem Menschen ein Moment des Innehaltens gestattet wird, dann überkommt nicht nur ihn, sondern auch die Götter und die Natur eine große Müdigkeit. In Kafkas Geschichte folgt der junge Karl Roßmann nicht gerade einem Traum, als er von Europa nach Amerika aufbricht. Der 16-Jährige hat ein Dienstmädchen geschwängert und wird deshalb von seinen Eltern nach Übersee verschifft. Die neue Welt, für viele Europäer zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Kontinent der Verheißung, hat auf einen wie Karl Roßmann nicht gewartet. Sein Aufenthalt in Amerika wird eine Suche nach Anschluss im Land der 1000 Möglichkeiten und so ist die Reise Karl Roßmanns eine Odyssee durch die eigene Seele, bei der alle Höhen und Tiefen des Daseins durchmessen werden. Kafka ahnte bereits vor hundert Jahren das Schicksal des modernen Menschen voraus und nimmt es vorweg. Nicht mehr das Individuum, sondern die Wirtschaftskreisläufe stehen im Vordergrund. Die Erschöpfung des Einzelnen auf der Flucht, die Sehnsucht nach Heimat, Liebe und Geborgenheit sind seine zentralen Themen.


Kategorie: Theater

Das alles führt zu keinem nennenswerten Erfolg, Karriere und Privatleben bleiben mittelmäßig. Da beginnt er, den persönlichen Nutzen seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Ist es Güte oder einfach nur Feigheit, die seinen Lebensweg bestimmt? Mit Ende 20 bietet sich Mastromas eine einmalige berufliche Chance, und er ergreift sie, um in Zukunft auf der Seite der Gewinner zu stehen. Aus dem Moralisten wird ein skrupelloser Lügner, er schert sich nicht mehr um Anstand und Verantwortung, sondern nimmt sich, was er will, und geht dafür bis zum Äußersten. Bald schon gehört er zu den erfolgreichsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Dennis Kellys Parabel über den fragwürdigen Aufsteiger Mastromas ist ein bissiger und hochaktueller Psychothriller – spannend, nervenaufreibend und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor.


Kategorie: Theater

Das alles führt zu keinem nennenswerten Erfolg, Karriere und Privatleben bleiben mittelmäßig. Da beginnt er, den persönlichen Nutzen seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Ist es Güte oder einfach nur Feigheit, die seinen Lebensweg bestimmt? Mit Ende 20 bietet sich Mastromas eine einmalige berufliche Chance, und er ergreift sie, um in Zukunft auf der Seite der Gewinner zu stehen. Aus dem Moralisten wird ein skrupelloser Lügner, er schert sich nicht mehr um Anstand und Verantwortung, sondern nimmt sich, was er will, und geht dafür bis zum Äußersten. Bald schon gehört er zu den erfolgreichsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Dennis Kellys Parabel über den fragwürdigen Aufsteiger Mastromas ist ein bissiger und hochaktueller Psychothriller – spannend, nervenaufreibend und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor.


Kategorie: Theater

Das alles führt zu keinem nennenswerten Erfolg, Karriere und Privatleben bleiben mittelmäßig. Da beginnt er, den persönlichen Nutzen seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Ist es Güte oder einfach nur Feigheit, die seinen Lebensweg bestimmt? Mit Ende 20 bietet sich Mastromas eine einmalige berufliche Chance, und er ergreift sie, um in Zukunft auf der Seite der Gewinner zu stehen. Aus dem Moralisten wird ein skrupelloser Lügner, er schert sich nicht mehr um Anstand und Verantwortung, sondern nimmt sich, was er will, und geht dafür bis zum Äußersten. Bald schon gehört er zu den erfolgreichsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Dennis Kellys Parabel über den fragwürdigen Aufsteiger Mastromas ist ein bissiger und hochaktueller Psychothriller – spannend, nervenaufreibend und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:16.11.21
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
KASSANDRA//ACHILL – Im goldenen Käfig(Daniel Pasche/Daniel Pasche) WANDERSTERNE(Stella Schimmele/Stella Schimmele) GLANZODERHARNISCH – Das Ende des Tunnels – 15.11.(@Franzi Schardt/@Franzi Schardt) Am Berg stehen(Ralph Kühne/Ralph Kühne) FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO(Fabienne Dür/Fabienne Dür) TRIO LAULU(Andreas Pinkow/Andreas Pinkow) FALSCH(Stella Schimmele/Stella Schimmele) Amerika - Der Verschollene(Stella Schimmele/Stella Schimmele) Die Opferung von Gorge Mastromas(Stella Schimmele/Stella Schimmele) Leonce und Lena(Laurin Gutwin/Laurin Gutwin)

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