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Spielplan für Oktober 2020

Ein Mann steht im gleißenden Licht auf der Bühne. Ein Schauspieler. Er spricht zu uns über sich, über die Zuschauer*innen und die Situation, in der er und sie sich befinden. Wer dachte, er wüsste, was das hier ist – Bühne, Schauspieler, das Publikum – der sieht sich womöglich getäuscht. Ist vielleicht doch alles ganz anders? John Clancys EVENT ist ein komischer und gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die Veranstaltung, die wir „Theater“ nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat. Ein cleveres Stück Meta-Theater mit den denkbar einfachsten Mitteln, und genau aus dieser Einfachheit wächst die enorme Überzeugungskraft. John Clancy ist amerikanischer Dramatiker und Regisseur. Er ist Mitbegründer und erster Künstlerischer Leiter des New York International Fringe Festivals sowie der Off-Off-Broadway-Theatergruppe „The Present Company“. Seine Inszenierungen und Texte wurden vielfach ausgezeichnet.


Kategorie: Theater

Für die Tragikomödie „Indien“ taten sich mit Josef Hader und Alfred Dorfer zwei der bedeutendsten Kabarettisten Österreichs zusammen. Wer bei dem Titel an einen Selbstfindungstrip à la Hollywood denkt, liegt daneben: Es geht nicht nach Indien und auch an keinen anderen Sehnsuchtsort. Stattdessen sind zwei Gastro-Kontrolleure auf Dienstreise in der tiefsten Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern. Aus der erzwungenen Nähe der beiden grundverschiedenen Männer entsteht bald eine tiefe Freundschaft. In ihren urkomischen Wirtshausdialogen offenbaren sich unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen?  


Kategorie: Theater

Ein Mann steht im gleißenden Licht auf der Bühne. Ein Schauspieler. Er spricht zu uns über sich, über die Zuschauer*innen und die Situation, in der er und sie sich befinden. Wer dachte, er wüsste, was das hier ist – Bühne, Schauspieler, das Publikum – der sieht sich womöglich getäuscht. Ist vielleicht doch alles ganz anders? John Clancys EVENT ist ein komischer und gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die Veranstaltung, die wir „Theater“ nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat. Ein cleveres Stück Meta-Theater mit den denkbar einfachsten Mitteln, und genau aus dieser Einfachheit wächst die enorme Überzeugungskraft. John Clancy ist amerikanischer Dramatiker und Regisseur. Er ist Mitbegründer und erster Künstlerischer Leiter des New York International Fringe Festivals sowie der Off-Off-Broadway-Theatergruppe „The Present Company“. Seine Inszenierungen und Texte wurden vielfach ausgezeichnet.


Kategorie: Theater

Für die Tragikomödie „Indien“ taten sich mit Josef Hader und Alfred Dorfer zwei der bedeutendsten Kabarettisten Österreichs zusammen. Wer bei dem Titel an einen Selbstfindungstrip à la Hollywood denkt, liegt daneben: Es geht nicht nach Indien und auch an keinen anderen Sehnsuchtsort. Stattdessen sind zwei Gastro-Kontrolleure auf Dienstreise in der tiefsten Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern. Aus der erzwungenen Nähe der beiden grundverschiedenen Männer entsteht bald eine tiefe Freundschaft. In ihren urkomischen Wirtshausdialogen offenbaren sich unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen?  


Kategorie: Theater

Wir erleben die Reise eines Menschen durch ein Amerika, das Kafka nie in seinem Leben gesehen hat. „Amerika“ ist eine Projektionsfläche über Vertreibung und die Suche nach Zugehörigkeit in einer unüberschaubaren Welt, die den Einzelnen kaum mehr zur Ruhe kommen lässt. Und wenn dem Menschen ein Moment des Innehaltens gestattet wird, dann überkommt nicht nur ihn, sondern auch die Götter und die Natur eine große Müdigkeit. In Kafkas Geschichte folgt der junge Karl Roßmann nicht gerade einem Traum, als er von Europa nach Amerika aufbricht. Der 16-Jährige hat ein Dienstmädchen geschwängert und wird deshalb von seinen Eltern nach Übersee verschifft. Die neue Welt, für viele Europäer zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Kontinent der Verheißung, hat auf einen wie Karl Roßmann nicht gewartet. Sein Aufenthalt in Amerika wird eine Suche nach Anschluss im Land der 1000 Möglichkeiten und so ist die Reise Karl Roßmanns eine Odyssee durch die eigene Seele, bei der alle Höhen und Tiefen des Daseins durchmessen werden. Kafka ahnte bereits vor hundert Jahren das Schicksal des modernen Menschen voraus und nimmt es vorweg. Nicht mehr das Individuum, sondern die Wirtschaftskreisläufe stehen im Vordergrund. Die Erschöpfung des Einzelnen auf der Flucht, die Sehnsucht nach Heimat, Liebe und Geborgenheit sind seine zentralen Themen.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


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Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater

Eine Zeitenwende: Der alte König geht, der Erbprinz soll übernehmen. Doch Leonce, ein brillanter Geist, ein gelangweilter Zyniker, ein Akrobat der Wörter und ebenso genialer wie gnadenloser Erfinder seiner eigenen kleinen Wirklichkeiten, verweigert zunächst die Nachfolge. So viel Welt will er nicht. Die Spiele der Macht hat er durchschaut, die Selbstinszenierungen der Privilegierten ekeln ihn an. Alles scheint entlarvt und dennoch bleibt ein blinder Fleck: Auch er, Leonce, wirft sich zum Diktator im Leben der anderen auf, beraubt sie ihrer Wirklichkeit und inszeniert mitleidslos, was sie erleben sollen und er erleben will. Was folgt also auf die Enttarnung der Mechanismen der Macht, des Spätfeudalismus, der Industrialisierung, des Spätkapitalismus, die eine Welt kaputt gewirtschaftet und ausgeblutet haben? "Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus." Draußen zerbirst eine Welt, die nur wenigen den Kampf ums schiere Überleben erspart. In den Köpfen der Eliten spuken die Sinn verheißenden Fantasien und Weltentwürfe einer Generation, die nach der totalen Freiheit ruft und am Ende nur die eigene kennt: sich die Welt zu machen, wie sie ihr gefällt. Leonce wird König, heiratet Prinzessin Lena. Eine neue Zeit beginnt, doch... "... morgen fangen wir in aller Gemütlichkeit und Ruhe den ganzen Spaß noch einmal von vorne an... Nun, Lena, siehst du jetzt, wie wir die Taschen voll haben, voll Puppen und Spielzeug?" Irgendwann ist das Spiel aus. Doch die Wirklichkeit geht weiter. Auch der Hunger. Auch wenn keiner hinguckt. ____________ Deutschland 1836, im Vormärz einer Revolution: Georg Büchner vollendet „Leonce und Lena“. Der Cotta-Verlag hat einen Preis für das „beste ein- oder zweiaktige Lustspiel in Prosa oder Versen“ ausgeschrieben. Büchner verfasst drei, bei näherem Hinschauen gar nicht so lustige Akte, überschreitet die Einsendefrist und präsentiert eine ätzende Kritik seiner Zeit, in der die Menschen freiwillig Marionetten eines absurden Spiels der Macht werden. Wer die Drahtzieher sind und - so durchfährt es die Spielenden mit jähem Schreck - ob es die überhaupt gibt, bleibt offen.


Kategorie: Theater

Wir erleben die Reise eines Menschen durch ein Amerika, das Kafka nie in seinem Leben gesehen hat. „Amerika“ ist eine Projektionsfläche über Vertreibung und die Suche nach Zugehörigkeit in einer unüberschaubaren Welt, die den Einzelnen kaum mehr zur Ruhe kommen lässt. Und wenn dem Menschen ein Moment des Innehaltens gestattet wird, dann überkommt nicht nur ihn, sondern auch die Götter und die Natur eine große Müdigkeit. In Kafkas Geschichte folgt der junge Karl Roßmann nicht gerade einem Traum, als er von Europa nach Amerika aufbricht. Der 16-Jährige hat ein Dienstmädchen geschwängert und wird deshalb von seinen Eltern nach Übersee verschifft. Die neue Welt, für viele Europäer zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Kontinent der Verheißung, hat auf einen wie Karl Roßmann nicht gewartet. Sein Aufenthalt in Amerika wird eine Suche nach Anschluss im Land der 1000 Möglichkeiten und so ist die Reise Karl Roßmanns eine Odyssee durch die eigene Seele, bei der alle Höhen und Tiefen des Daseins durchmessen werden. Kafka ahnte bereits vor hundert Jahren das Schicksal des modernen Menschen voraus und nimmt es vorweg. Nicht mehr das Individuum, sondern die Wirtschaftskreisläufe stehen im Vordergrund. Die Erschöpfung des Einzelnen auf der Flucht, die Sehnsucht nach Heimat, Liebe und Geborgenheit sind seine zentralen Themen.


Kategorie: Theater

Das alles führt zu keinem nennenswerten Erfolg, Karriere und Privatleben bleiben mittelmäßig. Da beginnt er, den persönlichen Nutzen seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Ist es Güte oder einfach nur Feigheit, die seinen Lebensweg bestimmt? Mit Ende 20 bietet sich Mastromas eine einmalige berufliche Chance, und er ergreift sie, um in Zukunft auf der Seite der Gewinner zu stehen. Aus dem Moralisten wird ein skrupelloser Lügner, er schert sich nicht mehr um Anstand und Verantwortung, sondern nimmt sich, was er will, und geht dafür bis zum Äußersten. Bald schon gehört er zu den erfolgreichsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Dennis Kellys Parabel über den fragwürdigen Aufsteiger Mastromas ist ein bissiger und hochaktueller Psychothriller – spannend, nervenaufreibend und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor.


Kategorie: Theater

Das alles führt zu keinem nennenswerten Erfolg, Karriere und Privatleben bleiben mittelmäßig. Da beginnt er, den persönlichen Nutzen seiner Entscheidungen zu hinterfragen. Ist es Güte oder einfach nur Feigheit, die seinen Lebensweg bestimmt? Mit Ende 20 bietet sich Mastromas eine einmalige berufliche Chance, und er ergreift sie, um in Zukunft auf der Seite der Gewinner zu stehen. Aus dem Moralisten wird ein skrupelloser Lügner, er schert sich nicht mehr um Anstand und Verantwortung, sondern nimmt sich, was er will, und geht dafür bis zum Äußersten. Bald schon gehört er zu den erfolgreichsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Dennis Kellys Parabel über den fragwürdigen Aufsteiger Mastromas ist ein bissiger und hochaktueller Psychothriller – spannend, nervenaufreibend und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor.


Kategorie: Theater

Zwei Menschen, zwei Leben, ein Mythos: KASSANDRAS Streben nach Autonomie bestimmt ihr Leben als Königstochter, Seherin, Mutter, Frau und vor allem als einer, der nicht geglaubt wird. Ihr gegenüber steht ACHILL, der zornige Held und Krieger, das Vieh, der Verletzende und Verletzliche. Während ACHILL weder Liebe noch Schmerz zu spüren scheint, hat KASSANDRA von beidem zu viel. Doch ist es so einfach: zwei Leben, zwei Sichtweisen? Christa Wolf (1929-2011) setzt mit ihrer Erzählung KASSANDRA dem patriarchalen Mythos des trojanischen Krieges und seiner Helden eine starke weibliche Perspektive entgegen. Mit Auszügen aus ihrer Erzählung werden Perspektiven hinterfragt, Held:innen gefunden, wo keine gesucht wurden und jene entlarvt, die sich nur als solche verkleiden. Wie kann ein Krieger // wie eine Seherin vor dem fliehen, was von ihm // ihr erwartet und verlangt wird? Wie können sie frei sein? KASSANDRA // ACHILL stellt zwei grundverschiedene Figuren der griechischen Mythologie gegenüber. Ihre Nicht-Begegnung wird zum zentralen Thema, ihre Gegenüberstellung zum Kampf um Autonomie und Freiheit.  


Kategorie: Theater

Zwei Menschen, zwei Leben, ein Mythos: KASSANDRAS Streben nach Autonomie bestimmt ihr Leben als Königstochter, Seherin, Mutter, Frau und vor allem als einer, der nicht geglaubt wird. Ihr gegenüber steht ACHILL, der zornige Held und Krieger, das Vieh, der Verletzende und Verletzliche. Während ACHILL weder Liebe noch Schmerz zu spüren scheint, hat KASSANDRA von beidem zu viel. Doch ist es so einfach: zwei Leben, zwei Sichtweisen? Christa Wolf (1929-2011) setzt mit ihrer Erzählung KASSANDRA dem patriarchalen Mythos des trojanischen Krieges und seiner Helden eine starke weibliche Perspektive entgegen. Mit Auszügen aus ihrer Erzählung werden Perspektiven hinterfragt, Held:innen gefunden, wo keine gesucht wurden und jene entlarvt, die sich nur als solche verkleiden. Wie kann ein Krieger // wie eine Seherin vor dem fliehen, was von ihm // ihr erwartet und verlangt wird? Wie können sie frei sein? KASSANDRA // ACHILL stellt zwei grundverschiedene Figuren der griechischen Mythologie gegenüber. Ihre Nicht-Begegnung wird zum zentralen Thema, ihre Gegenüberstellung zum Kampf um Autonomie und Freiheit.  


Kategorie: Theater

Im Zentrum des Abends FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO steht Senna, die während des Bosnienkriegs (1992-95) in Deutschland geboren wurde und somit zu einer Zeit, über die niemand in ihrer Familie spricht: es existiert nur die Zeit vor dem Krieg und die danach, über das Dazwischen wird geschwiegen. Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, gleichzeitig Teil der Geschichte ihrer Familie und doch immer nur Beobachterin und zu einer anderen Welt gehörend, beginnt Senna mit dem Erwachsenwerden zu hinterfragen und zu begreifen. FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO ist eine Suche, eine Familienrecherche und die Frage nach Heimat, Herkunft und Identität. Der Abend wählt einen ganz privaten Blick auf den Bosnienkrieg im ehemaligen Jugoslawien und betrachtet seine Nach- und Auswirkungen aus der Perspektive einer Familie, die aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland geflohen ist. Insgesamt kamen 350.000 Menschen nach Deutschland. Die meisten kehrten nach dem Krieg zurück, an die 20.000 Menschen sind in Deutschland geblieben.


Kategorie: Theater

"Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen (jidd. für Kantor) Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl – sind weg, verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Und in dem sie ihr Herz aneinander verloren haben. In Scholem Alejchems Geschichte hat die erste Begegnung mit dem Theater so erschütternde Dimensionen wie die Begegnung mit der ersten Liebe. Sie öffnet das Tor zum "Anderen" – zur Fantasie, zu ungeahnten Möglichkeiten, zur Welt. Mit herzerwärmendem, bisweilen bösartigem Humor erzählt Alejchem eine Geschichte, die alles beinhaltet: Den Weg aus der Provinz in die Stadt, aus der Heimat in die Ferne, aus dem "Alten Europa" in die "Neue Welt", vom unbeschriebenen Blatt zum gefeierten Star. Von Holeneschti irgendwo am Schwarzen Meer treibt es Reizl und Leibl auf getrennten Wegen durch ganz Europa und von einer Bühne zur nächsten – ob sie sich am Ende wiederfinden? In der Adaption des jüdischen Autorenteams Sam Hunter und Julie Paucker hat sich eine unkonventionelle, politisch engagierte, Rikscha fahrende Strassentheatertruppe von heute vorgenommen, die ausufernde, schnörklige, sehr jüdische und jiddische Geschichte einem Berliner Publikum nahezubringen: Mit all den politisch inkorrekten Fallgruben, die das beinhaltet. Der Roman – nur teilweise ins Deutsche übersetzt – ist eine Entdeckung des amerikanisch-deutschen Regisseurs Brian Bell für das deutschsprachige Theater und kommt gerade recht in einer Zeit, in der sich Theater sich neu erfinden – und öfter mal raus muss. Eine Koproduktion der Vaganten Bühne mit Brian Bell gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Kategorie: Theater

"Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen (jidd. für Kantor) Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl – sind weg, verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Und in dem sie ihr Herz aneinander verloren haben. In Scholem Alejchems Geschichte hat die erste Begegnung mit dem Theater so erschütternde Dimensionen wie die Begegnung mit der ersten Liebe. Sie öffnet das Tor zum "Anderen" – zur Fantasie, zu ungeahnten Möglichkeiten, zur Welt. Mit herzerwärmendem, bisweilen bösartigem Humor erzählt Alejchem eine Geschichte, die alles beinhaltet: Den Weg aus der Provinz in die Stadt, aus der Heimat in die Ferne, aus dem "Alten Europa" in die "Neue Welt", vom unbeschriebenen Blatt zum gefeierten Star. Von Holeneschti irgendwo am Schwarzen Meer treibt es Reizl und Leibl auf getrennten Wegen durch ganz Europa und von einer Bühne zur nächsten – ob sie sich am Ende wiederfinden? In der Adaption des jüdischen Autorenteams Sam Hunter und Julie Paucker hat sich eine unkonventionelle, politisch engagierte, Rikscha fahrende Strassentheatertruppe von heute vorgenommen, die ausufernde, schnörklige, sehr jüdische und jiddische Geschichte einem Berliner Publikum nahezubringen: Mit all den politisch inkorrekten Fallgruben, die das beinhaltet. Der Roman – nur teilweise ins Deutsche übersetzt – ist eine Entdeckung des amerikanisch-deutschen Regisseurs Brian Bell für das deutschsprachige Theater und kommt gerade recht in einer Zeit, in der sich Theater sich neu erfinden – und öfter mal raus muss. Eine Koproduktion der Vaganten Bühne mit Brian Bell gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


Kategorie: Theater

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Sis und Kat finden sich auf einer Polizeiwache wieder. Jemand hat angerufen und behauptet, er hätte sie gesehen. In jener Nacht, in der eine Fahrradfahrerin totgefahren wurde.- – Ge, ein Zellbiologe. Aber warum wird er nun auch auf der Wache festgehalten? Und warum behauptet er, die beiden gesehen zu haben, wo sie doch gar nicht in der Nähe waren zu der Zeit? Oder doch? Fest steht nur, Kat hat betrunken auf dem Rücksitz geschlafen — mal wieder. Aufeinander zurück geworfen in der Enge einer Zelle und in Konfrontation mit dem vermeintlichen Zeugen, geht es bald um viel mehr zwischen den beiden Schwestern als um die Frage, was wirklich passiert ist. FALSCH ist ein dichtes Kammerspiel, eine Kriminalgeschichte, in der die Zuschauenden immer tiefer in ihre Seelenwelten und Schicksale der drei Figuren eintauchen, die auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. Lot Vekemans stellt die großen Fragen nach Schuld und Sühne, Solidarität und Familie, Wahrheit und Lüge. Gibt es die eine Wahrheit, die "richtig" und "falsch" voneinander trennt oder ist alles nur eine Frage der Perspektive? FALSCH wurde von der Königlichen Akademie für Niederländische Sprache und Kultur 2014 als bester Text prämiert und erinnert an Texte von Harold Pinter und Jean Paul Sartre. Lot Vekemans gehört zu den renommiertesten zeitgenössischen Theaterautorinnen unserer Zeit. Ihre Stücke wurden mehrfach international ausgezeichnet, sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und werden in nahezu dreißig Ländern aufgeführt.


Kategorie: Theater

Im Zentrum des Abends FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO steht Senna, die während des Bosnienkriegs (1992-95) in Deutschland geboren wurde und somit zu einer Zeit, über die niemand in ihrer Familie spricht: es existiert nur die Zeit vor dem Krieg und die danach, über das Dazwischen wird geschwiegen. Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, gleichzeitig Teil der Geschichte ihrer Familie und doch immer nur Beobachterin und zu einer anderen Welt gehörend, beginnt Senna mit dem Erwachsenwerden zu hinterfragen und zu begreifen. FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO ist eine Suche, eine Familienrecherche und die Frage nach Heimat, Herkunft und Identität. Der Abend wählt einen ganz privaten Blick auf den Bosnienkrieg im ehemaligen Jugoslawien und betrachtet seine Nach- und Auswirkungen aus der Perspektive einer Familie, die aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland geflohen ist. Insgesamt kamen 350.000 Menschen nach Deutschland. Die meisten kehrten nach dem Krieg zurück, an die 20.000 Menschen sind in Deutschland geblieben.


Kategorie: Theater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:18.10.21
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Event(Stella Schimmele/Stella Schimmele) Indien(Vaganten Bühne/Vaganten Bühne) Amerika - Der Verschollene(Stella Schimmele/Stella Schimmele) Leonce und Lena(Laurin Gutwin/Laurin Gutwin) Die Opferung von Gorge Mastromas(Stella Schimmele/Stella Schimmele) KASSANDRA//ACHILL – Im goldenen Käfig(Daniel Pasche/Daniel Pasche) FLIEGENDE EIER VON SARAJEVO(Fabienne Dür/Fabienne Dür) WANDERSTERNE(Stella Schimmele/Stella Schimmele) FALSCH(pixabay/pixabay)

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