Wissen

Alles über Peelings

Bei einem Peeling handelt es sich um eine oberflächliche chemische oder mechanische Behandlung der Haut, bei der trockene und abgestorbene Hautschüppchen durch „Schälung“ entfernt werden. Die Durchblutung der Haut wird dabei angeregt, erscheint rosig und ist wieder aufnahmefähiger für Pflegestoffe.

Die Schleifwirkung eines mechanischen Peelings hängt in erste Linie von der Größe und Glätte der verwendeten Schleifkörperchen ab. Deren Einsatz richtet sich nach dem Hauttyp:

Feine Kunststoffgranulate aus Polyäthylen sind abgerundete Körnchen und haben einen sanften und gleichmäßigen Schmirgeleffekt. Sie sind daher für empfindliche und weniger stark verhornte Haut geeignet.

Peelingkörnchen pflanzlicher Herkunft (z. B. Mandel- oder Getreidekleie, gemahlene Aprikosenkerne etc.) sind erheblich gröber im Korn, haben eine unregelmäßige Struktur und eine intensivere Schmirgelwirkung. Sie sind für großporige, fettige und stark verhornte Haut geeignet, aber auch als Körperpeeling.

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Es gibt unterschiedliche Arten von Peelings:

Wasch-Peelings

Bestehen aus einer Waschcreme, die Schleifkörnchen enthält. Die waschaktiven Substanzen und Schleifpartikel bewirken, dass sich die locker sitzenden Hornlamellen ablösen. Sie werden auf die gereinigte Haut aufgetragen und kreisend einmassiert. Anschließend wird alles gründlich abgewaschen. Bei normaler Haut einmal wöchentlich optimal, bei fettiger Haut können Waschpeelings bei Bedarf täglich angewendet werden.

Peeling-Masken

Sie enthalten neben den Schleifpartikeln oftmals noch zusätzliche chemische Stoffe wie Salicylsäure (hornlösend), Allantoin (beruhigend), Tenside (entfettend), Heil- oder Tonerde (heilend, entzündungshemmend). Die Maske lässt man antrocknen und wischt sie anschließend mit einem feuchten Reinigungstuch oder -schwämmchen ab. Eignet sich sehr gut für die fette und großporige Haut, durch ihre stark entfettende Wirkung.

Kleie- und Seesandpeelings

Die gereinigte Kleie wird pulverisiert, mit Wasser zu einem Brei vermischt und in die Haut einmassiert, anschließend abgewaschen. Gut für derbe, dicke und stark verhornte Haut.

Peel-off-Masken

Sie haben eine gelartige Konsistenz, werden dünn auf die gereinigte Haut aufgetragen und nach dem Antrocknen als Ganzes von der Haut abgezogen. Überschüssige Hornteilchen werden schonend mit abgenommen. Dieses Peeling ist sehr sanft und leicht adstringierend und daher für die normale, trockene und auch empfindliche Haut gut geeignet.

Mittel mit radierender Wirkung

Präparate mit „radierender“ Wirkung trägt man auf die trockene Haut auf und lässt sie antrocknen. Anschließend rubbelt man das Peeling mit feuchten Fingerspitzen wieder ab. Im Handel werden diese Präperate oftmals als "Rubber-Creams" bezeichnet. Das einfachste Mittel ist die mit Wasser angerührte Bierhefe. Gut für die schlecht durchblutete, großporige Haut.

What a Peeling!

Einmal pro Woche sollten Sie ihr eine Abreibung verpassen. Also Ihrer Haut natürlich. Heutzutage besser bekannt als „Peeling“, was aus dem Englischen kommt und so viel wie „Schälen“ oder „Abblättern“ bedeutet. Aber so modern wie sich das anhört, ist das Peeling eigentlich gar nicht, denn schon im alten Ägypten kannte man Anwendungen, bei denen man die oberste Hautschicht abtrug. So wurde und wird auch heute noch die Haut von abgestorbenen Zellen befreit. Das macht sie aufnahmefähiger für die pflegenden Stoffe, die mit oder nach dem Peeling aufgetragen werden. Außerdem wirkt man so Unreinheiten und der Bildung von Hornhaut entgegen. Leider ist es aber immer noch eine kleine Herausforderung natürliche Peelings zu finden. Warum also nicht einfach selbst eins mischen?

Das Peeling zum Selbermachen

Das geht wirklich extrem einfach. Sie brauchen nur:

Die Zutaten ganz einfach mit einem Löffel vermengen und los geht’s!

Das Peeling sollte in kreisenden Bewegungen sanft einmassiert werden – mit der bloßen Hand oder mit einem Waschhandschuh. Aber bitte nicht im Gesicht oder am Hals anwenden!

Die Haut dort benötigt besondere Gesichtspeelings. Jetzt noch kurz abduschen, jedoch ohne Duschgel, sonst gehen die ganzen schönen Stoffe, die Sie da eben einmassiert haben, den Abfluss runter. Denn Ihre Haut wird mit diesem Peeling nicht nur von ihrer Altlast befreit, sondern auch noch hervorragend gepflegt. Je nach Hauttyp müssen Sie sich danach eventuell gar nicht mehr eincremen.

Das Jojobaöl reguliert u.a. die natürliche Feuchtigkeit und den wichtigen Säureschutzmantel der Haut. Der Honig wirkt entzündungshemmend. Besonders Ihre Hände, Füße, Knie, Ellbogen und Knöchel werden es Ihnen danken!

Kräuterpeeling aus dem Beutel

Kamille und Brennessel sind beliebte Kräuter und Gesundheitstees. Kamillentee vorm Schlafengehen oder um den Magen zu beruhigen, Brennessel für den Eisenhaushalt oder zum Entschlacken.

Doch diese alten Heilkräuter eignen sich nicht nur zur inneren Anwendung, ihre Wirkstoffe lassen sich auch für unsere Haut nutzen! In der Heilkräuterkunde gilt Kamille als beruhigend und entzündungshemmend. Der Brennessel wird hingegen eine antibakterielle und hautreinigende Wirkung nachgesagt. Warum also nicht die beiden kombinieren, um unserer Haut etwas Gutes zu tun? Genau das machen wir mit einem Peeling aus getrockneten Kräutern.

Und das geht so:

Getrocknete Kamillenblüten und Brennesselblätter in einem Mörser ganz fein reiben und gut mischen.

Ich nehme dafür einen Handmörser aus Stein, aber Sie können auch einen elektrischen verwenden, falls zur Hand. Das ganze in ein gut schließendes Schraubglas füllen.

Zum Peelen das Gesicht vorher mit lauwarmen Wasser anfeuchten, die geriebene Kräutermischung auf die Hände geben und damit das Gesicht waschen. Das Ganze funktioniert natürlich auch als Körperpeeling direkt unter der Dusche.